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Lanz Allog Restauration

Lanz Allog Restauration

Beitragvon Mattze » 29.12.2022, 20:08

Hallo,
sooo heute war der große Tag und ich habe meinen komplett zerlegten Lanz Alldog nach Hause geholt. Nun geht als erstes das große Raten los um was für einen Alldog es sich handelt.

Ich habe jetzt beim ersten Absuchen folgende Serialnummern an gewissen Bauteilen gefunden.

Getreibedeckel: V21741 ZP4
Getriebegehäuse seitlich: ZP15A 1.391.0
Getriebegehäuse seitlich: 11844

Motorregler: 3000000701
Boscheinspritzdüse: PPR1K 50/28Y

Der Tank hat drei einzelne Bereicht, aber eine Ableitung wurde versiegelt.

Der Luftfilter ist auch ein anderer als ich jetzt auf mehreren Bilder gesehen habe...

Andere Nummern habe ich so jetzt nicht gefunden... Hat da jemand vielleicht die Lösung des Rätsels und kann mir sagen um was es sich bei dem Fahrzeug handelt?

In den nächsten Tagen werden noch weitere Bilder folgen und ich werde euch über die Restauration auf Stand halten ;)

Schönen Abend noch und Grüße
Mattze
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon wilderhirsch » 29.12.2022, 20:32

Hallo,

Das gezeigte Teil ist nur der Ansauggeräuschdämpfer. Den gab es werkseitig nur beim A1315 und beim D1306 oder natürlich bei Nachrüstung beim Alldog.

Mit der Motorreglernummer auf den Alldogtyp zu schließen ist fast nicht möglich, weil der nicht bei Lanz und auch nicht bei TWN hergestellt wurde und weil es eines der Teile am Motor ist die öfters gewechselt wurden.

Die Bezeichnung der Boscheinspritzdüse sollte heißen PFR 1K 50/28y. Sonst hast Du die falsche drin.

Der Tank sagt auch nur wenig über den ursprünglichen Alldog Typ aus. Der A1205 wurde später mit dem LT 85 Gasölmotor nachgerüstet und damit auch mit dem dreigeteilten Tank. Der A1215 hatte den dreigeteilten Tank ab Werk, wurde aber dann bei Nachrüstung auf den LT 85D nicht gesondert mit dem zweiteiligen Tank nachgerüstet. Du hast also entweder den A1205 oder den A1215.

Ein Bild vom Getriebe kann sofort klären, welcher von beiden es ist.

Leider hat Lanz nicht auch den Getriebeteil mit einem Typenschild versehen. Dieses gibt es nur am Rahmen. Bei allen A1205 und A1215 hinten rechts am Lenkgetriebe, in der Nähe des rechten Hinterrades. Da es dort starker Verschmutzung ausgesetzt war wurde es ab dem A1305 vorne rechts am Rahmen angebracht, in der Nähe des rechten Scheinwerfers.

Die ursprüngliche Alldog Nummer findet man ebenfalls vorne rechts , oben auf dem Rahmen, dort wo das eingeschweißte Dreieck Verstärkungsblech eingeschweißt ist, in der Nähe des Lenkgetriebes.

Viel Erfolg und Spaß mit dem Alldog, egal welcher Typ es ist. Achtung: PN :D

Grüsse vom Heinz
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon Mattze » 30.12.2022, 18:23

Hallo Heinz,
danke für die Infos! Tatsächlich habe ich vorne rechts auf dem Knoteblech die Nummer "4304" gefunden. Kann man damit was anfangen?

Gruß Matthias
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon wilderhirsch » 30.12.2022, 22:43

Hallo,

Ja. Das ist ein A1215 und zwar der 1803 gebaute von insgesamt 2114 gebauten A1215. Baujahr ist 1954 und verkauft wurde er im Oktober 1954.

Grüsse vom Heinz
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon Mattze » 31.12.2022, 19:12

Soo, weiter ging es heute, am Alldog,
erstamal vielen Dank für die Antwort Heinz, wahsinn das du mit der Nummer sogar den Verkaufsmonat bestimmen kannst! Wirklich schön sowas zu erfahren :)

Heute habe ich mir dann mal schnell einen Ständer für das Getriebe gebaut, den damit möchte ich anfangen. Der Vorbesitzer hatte das wohl schon zerlegt gehabt und scheinbar auch die Lager erneuert. Trotzdem heißt es jetzt erstmal schauen ob alles richtig verbaut wurde ;)
Danach möchte ich die Achstrichter anbauen um die Radnaben der Hinterräder.

Deswegen habe ich heute schonmal die Bremsen zerlegt und gereinigt. Die werden jetzt noch gestrahlt und natürlich müssen auch die Beläge neu, das ist ja aber kein Problem.

Der Anfang ist also gemacht und ich habe ein gutes Gefühl ;)

Euch allen einen guten Rutsch in neue Jahr!
Gruß Matthias
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon wilderhirsch » 01.01.2023, 18:47

Frohes Neues!

Das mit dem Montageständer ist eine gute Idee. 8)

Wenn die Lager schon alle neu sind, hast Du den schwierigsten Teil schon geschafft.

Was mir noch spontan einfällt, prüfe auch die kleinen Druckfedern, die kleine Kugeln in die Aussparungen der Schaltstangen drücken und damit als Gangarretierung dienen. Oft sind die einfach erlahmt oder schon gebrochen.

Ich freue mich auf den weiteren Bericht. :)

Grüsse vom Heinz
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon Mattze » 04.01.2023, 18:58

Soo, in den letzten Tagen habe ich weiter am Projekt weiter gearbeitet. Nachdem ich mir das Getriebe genauer angeschaut habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen es doch einmal komplett zu zerlegen... leider...
Die Zahnräder der Vorgelegewelle sehen auch nicht mehr so toll aus, scheint so als wenn mal Feuchtigkeit im Getriebe war und die Zähne so in einem Bereich ziemlich korodiert sind... Hat da jemand evtl noch was zuhause als Ersatz liegen? ;)

Die Bremsen habe ich mittlerweile auch einmal überholt, habe jetzt nur das Problem das ich nicht genau weiß wie die Biegefedern angebaut gehören, diese waren vom Vorbesitzer schon zerlegt... Kann mir da evtl. auch jemand weiter helfen?

Ebenso ist das Schaltgestänge schon fertig überholt, da war die Feder gebrochen, aber ich hatte schon irgendwo gelesen das da die Feder von dem Schaltgesänge von einem McCormick passt und tatsächlich passt diese super!

Sonst bin ich fleißig am Sandstrahlen, Reinigen und Grundieren der ganzen Einzelteile vom Getriebe um diese zeitnah wieder zusammenzubauen.

Gruß Matthias
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Re: Lanz Allog Restauration

Beitragvon Mattze » 24.01.2023, 20:43

Soo, nach längerer Pause melde ich mich auch mal wieder hier ;)

Ich bin immer noch bei meinem Getriebe bei. Da doch einige Zahnräder gan schön gelitten haben, habe ich mir ein zweites gekauft und mache nun aus zwei schlechten ein gutes Getriebe ;) Den Block habe ich schon komplett gereinigt und entrostet. Jetzt muss ich auf wärmeres Wetter warten, da mit ich dies einmal von außen und innen Grundieren kann... Hierfür werde ich eine Ölbeständige ERBEDOL Grundierung verwenden. Dann geht es endlich wieder ans zusammenbauen.

In der Zwischenzeit habe ich einen Anlasser überholt, da ich keinen habe, habe ich einen vom Heinz bekommen. Vielen Dank dafür nochmal. Damit ist das erste Teil vom Alldog komplett fertig und kann schön eingepackt ins Lager gelegt werden ;)

Schöne Grüße
Matthias
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