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Boschöler einstellen

Bulldog, aber nicht Lanz

Boschöler einstellen

Beitragvon toni » 02.05.2012, 23:08

Hallo,
ich bin am verzweifeln :cry: .
Bisher versuche ich vergeblich, meinen Boschöler vom Pampa richtig einzustellen. Hab schon viele Seiten über dieses Thema gelesen und trotzdem komme ich nicht weiter.
Wie stelle ich den Öler ein? Wenn ich die 50 Umdrehungen in ca. 1 Minute mache (unter Vollast), bringe ich die Ölmenge nicht unter 20 ml. Egal, ob ich die Stellschraube komplett rein oder rausschraube. Die Ölmenge bleibt fast gleich bzw. verändert sich nur ganz gering.
Was mache ich falsch?

Ich möchte den Öler richtig einstellen, weil beim Kauf der Öler-Deckel verbogen, undicht und "verpfuscht" war (nicht mehr zu reparieren). Habe mir jetzt einen neuen Deckel gedreht. Seitdem aber der Ölerdeckel dicht ist, kann ich keinen Kilometer mehr fahren, ohne dass wir (Pampa und ich) total ölverspritzt zuhause ankommen. Das macht schon (fast) keinen Spaß mehr :( . Den Öler habe ich noch nicht zerlegt, weil er laut Vorbesitzer funktioniert hat. Als ich den Pampa gekauft habe, hat man gesehen, dass der Pampa zwar schmutzig und verstaubt war - aber ohne einen einzigen Ölspritzer auf der Haube.

Wer kann mir einen Tipp geben?

Viele Grüße
Achim
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon mogmuli » 03.05.2012, 10:00

Hallo,

eine Möglicheit wäre dass die Einstellung vom Gasgestänge her nicht passt. Ich würde die Gabel ausbauen, dann kannst selber durch verdrehen das ganze durchtesten.
Markierung Leerlauf am Gehäuse vom Öler muss net unbedingt stimmen !

Andere Möglichkeit , dein Regulierkolben hängt fest. Das war bei mir der Fall. Den einfach mal auf Leichtgängigkeit prüfen.

Gruß Daniel
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon toni » 04.05.2012, 22:21

Hallo Daniel,
danke für deine Tipps. Werd gleich mal am Wochenende schaun, obs daran liegen könnte.
Gruß Achim
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon toni » 07.05.2012, 21:35

Hallo Daniel,
ich habe gestern die Feder, die den Regulierkolben zurückschiebt, ausgebaut, saubergemacht und wieder eingebaut. Jetzt kann ich die Ölmenge wieder einstellen :beifall: . Ich frag mich nur, warum er fest war.
Morgen werde ich dann wieder meine Nachbarn stressen ... :fahrer:
Bin neugierig, wie ich dann zurückkomme.
Gruß Achim
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon mogmuli » 08.05.2012, 09:27

Bei mir war es ja auch der Fall, hab ihn einige mal mit Caramba hin und her geschoben, seither passts... Warum er zum Festsitzen neigt... keine Ahnung.

Das Gute daran ist, falls er doch mal wieder hängt, dann nur auf Volllastförderung, ausser ne schwarze Frontscheibe kann nicht viel passieren :D
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon stephanv » 10.05.2012, 19:10

Hallo zusammen,

mein Öler wird wohl richtig eingestellt sein, hoffe ich zumindest. Und da fängt jett genau meine frage an.

Ich würde auch einfach zu Sicherheit mal meinen Öler durchmessen. Kann ich das machen, ohne das Schwungrad abzunehmen? Oder muss es auf jeden Fall ab?

Wenn es ab muss: Kann ich das einfach abziehen, nachdem der Keil raus ist. Weil dahinter ist ja der Regler. Ich musste erst vor kurzem das Kupplungsschwungrad abnehmen, und das klappte sehr gut.

Grüße aus dem Harz
stephanv
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon Lanzi67 » 10.05.2012, 21:14

Hallo!
Wenn du alle Anschlüsse durchmessen möchtest muß das Schwungrad ab, denn an den Anschluß der Kolbenschmierung kommt man nicht rann.
Die anderen also 2x Hauptlager und 1x Pleullager ist gut zugänglich bei angebautem Schwungrad.
Abnehmen kannst du es nachdem der Keil gezogen ist, das ist je nach zustand per Hand mit etwas hin und her pendeln möglich oder aber mit einem entsprechenden Abzieher den du in die M20 Gewindebohrungen einschraubst.

Gruß
lanzi67
(Jörg)
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon mogmuli » 11.05.2012, 14:28

Hier sollte aber erwähnt werden, dass während des Abziehens die Exzenterschubstange sowie der lose Exzenter nicht verkanten dürfen :!:
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon toni » 15.05.2012, 20:45

Hallo Daniel,
sorry, dass ich mich erst jetzt melde.

Also, die Probefahrt mit dem neu eingestellten Öler ist supergut verlaufen. Ich bin tatsächlich ohne einen einzigen Ölspritzer im Gesicht zurückgekommen! :D
Danke nochmal für deinen guten Tipp!

Trotzdem habe ich noch 2 Fragen:
Welche Ölmenge für den Kolben hast du eingestellt?
Ist der Ölerdeckel bei dir dicht?

Gruß Toni
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon Socke » 15.05.2012, 22:49

Also, ich habe zwar nur einen Ursus, komme bei mir aber an die Leitung für die Kolbenschmierung ran, ohne das Schwungrad auszubauen. ist zwar fummelig, geht aber. Eine weitere Möglichkeit wäre, ein Kühlerelement auszubauen und direkt an der Ölleitung zu messen.
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon mogmuli » 16.05.2012, 08:58

freut mich :D

Ich habe die Ölmenge laut Heinl Angaben verwendet, ich meine das waren im Leerlauf 2ccm und bei Vollgas 17ccm. Man kann auch weniger, da ich aber nen neuen Kolben fahre geh ich auf Nummer sicher. Hab damit mit 15W40 weder Ölspritzer oben raus , noch unten zum Ablaufrohr...
Mein Ölerdeckel ist auch nicht dicht. Ich denke dass das Öl bei den Förderkolben austritt. Da er aber beim Einstellen immer die gleichen Werte ohne Schwankungen gebracht hat, bin ich von der einwandfreien Funktion völlig überzeugt und belasse ich ihn so. Keine Ahnung ob der jemals ab Werk 100% Dicht sein muss !? Den Deckel hab ich nicht abgedichtet, bekommt man den im Bereich der Vorpumpwelle überhaupt dicht ??
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Boschöler macht Probleme

Beitragvon GuidoKri » 17.07.2013, 19:34

Hallo !

Ich arbeite zur Zeit an der Ölereinstellung eines 25ers. Der läßt mich ein wenig verzweifeln. Gemessen und eingestellt wurde er schon mehrfach bzw. Einstellwerte kontrolliert. Vor dem Einbau des Kolbens wurde direkt an der Maschine gemessen. Werte OK (Standlaufmenge ca. 1,5 ccm / Vollgasmenge ca. 13 ccm). Nach den ersten Fahrten fing er an Öl zu spucken. OK läßt man eine Weile so laufen, schließlich soll auch alles ordentlich mit Öl einlaufen (Kolben und Ringe wurden allerdings nicht erneuert...Zylinder ohne Anlaufkante, Kompression `top`, insgesamt wenig Verschleiß an der Maschine). Ölmenge haben wir dann etwas reduziert (Vollgas ~ 10 ccm), dennoch erhöhte sich der Ölauswurf (gefühlt). Nun wurden die Kolbenringe getauscht, da die alten Ringe womöglich eine zu geringe Spannkraft und Abstreifwirkung besaßen und der Zylinder wurde gehont. Öler wurde auf die alte Einstellung gebracht (durch Zurückdrehen der "Klicks"). Ölauswurf wurde nun derart groß, dass man es nicht alleine auf die Kolbenringe (die sich Einlaufen müssen) schieben konnte. Öler gemessen... nun im Stand etwa 3 ccm und Vollgas 15 ccm. Öler zurückgestellt. Waren etwas verwundert über den Anstieg der Fördermenge (verstellt hatte sich eigentlich nichts).
Nach nun ca. 50 h sind wir auf eine Öereinstellung an Mindestmenge angekommen (Verstellung der Gewindebüchse). Stand 0,5 - 1 ccm, Vollgas 8 - 9 ccm. Dennoch wird sehr viel Öl ausgeworfen. Kurbelsumpf wird regelmäßig geleert (kommt immer nur ein Schnapsglas voll), Rückförderpumpe funktioniert, kein Druck im Getriebe, Düse zerstäubt fein, Zündsack glüht.
In all der Einstellerei bzw. Rückstellerei ist es bisher nicht besser geworden (obwohl ja eigtl. weniger Öl Richtung Zylinder und Kolben gepumpt wird), wenn dann nur kurzzeitig. Auspuff wurde auch schon ausgebrannt. Es scheint so, dass 2-3 h nach erneuter Ölerjustage, dieser plötzlich eine andere Fördermenge hat. Vermute, dass das Öl in der Ölerkappe Einfluß hat (welches sich dort ansammelt).
Der Öler läuft im Betrieb entgegengesetzt der Ölerkurbel beim Vorpumpen...auch die Geschwindigkeit ist sehr langsam. Hat dies zur Folge, dass der Öler im Betrieb wesentlich mehr fördert als durch das Messen mit der Handkurbel ermittelt wird ?!
Warum reagiert der Traktor so empfindlich auf die Ölmenge...manche schlucken die doppelte Menge weg ohne Auswurf ?
Diskussion ums Öl will ich nicht starten...fahren ein normales 30er Öl...fahren wir in mehreren anderen Bulldogs ohne Probleme.

Bin nun langsam etwas ratlos, vielleicht hat noch jemand einen Tipp. Ansonsten werde ich die Ölpumpe mal zum Überholen einsenden müssen...

Schönen Gruß und Danke schonmal für weitere Erkenntnisse !

Guido
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon Rainer » 05.08.2013, 08:40

Hallo Guido, wenn du neue Ringe verbaut hast, ist das in meinen Augen ganz normal. Auch wenn der Zylinder keinen merklichen Verschleiß hat, ist der doch immer etwas oval, Kolben liegt ja. He nachdem, welche Ringe du verbaut hast, kann die Einlaufphase schon eine weile dauern, die neuen Ringe liegen ja nicht an.

Wobei ich in meinem Allzweck auch erst eine Ölpumpe hatte, wo das Gewinder der Verstellschraube für die Zylinderschmierung nicht mehr ganz in ordnung war, dadurch hat sich diese immer weiter raus gedreht und die Menge ist mehr geworden, trotz sicherung.
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon Bulldogfreund83 » 21.05.2018, 18:42

Hallo Freunde der Lanz-Technik,
ich habe momentan auch ein Problem.
Nach der Restauration (Scheunenfund) meines 8506 spuckt er Öl...aber richtig viel.
Beim Schlepper ist alles gemacht: neuer Kolben, Pleullager geschliffen, KW-Lager usw. Maschine läuft einwandfrei...schöner Klang.
Nur das ewig viele ÖL.
Öler habe ich letzte Woche auf 10ccm bei Volllast eingestellt, aber kein Unterschied (vorher 15ccm).
Öl wird auch vom Kurbelgehäuse zurückgefördert. Auch SAE 30 Öl habe ich drauf.
Wer kann hier noch helfen bzw. Hinweise geben?

VG
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Re: Boschöler einstellen

Beitragvon Socke » 21.05.2018, 22:04

neuer Kolben


wieviel Stunden hat der gelaufen?
Unter 50 Stunden brauchst Du Dir meiner Erfahrung nach noch keine Gedanken machen, das muß sich erst einlaufen.
Hast Du den Zylunder auch gebohrt? Sonst macht das sowieso nicht ganz so viel Sinn.
Dreh bloß nicht so viel an der Ölmenge herum. Wenn der Motor in Ordnung ist, kann der auch die angegebene Ölmenge ab, wenn Du nicht immer nur spazieren fährst.
Schau mal über die Suchfunktion nach Ölspucken, das dürfte eines der am meisten geposteten Themen sein.
Neuer Kolben/Ringe ist auch dabei.

Volker
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