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Prototypen Reaktivierung

Restaurationsberichte von euren Maschinen

Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 13.01.2016, 19:37

Jetzt, während bei diesen vier Teilen die Grundierung trocknet, ging es an der Motorhaube weiter. Fertan war jetzt lang genug drauf und konnte abgewaschen werden. Da es sofort weitergehen sollte mit Spraygrundierung kam zum trocknen Druckluft zum Einsatz. Nach dem trocknen mit Luft wurde wieder alles mit Silikonentferner abgewaschen und zwei dünne Schichten Spraygrundierung aufgetragen. So, dass noch etwas dunkles Fertan durch die Grundierung sichtbar war. Nun wurde mit dem Heißluftfön getrocknet. Die matte Oberfläche ist perfekt um nach Dellen zu suchen, die noch unnötig nach außen vorstehen und man beim ersten Durchgang an der blanken Haube nicht gesehen hat. Nach dem zweiten Ausbeulen sahen die zuvor grundierten Stellen natürlich so aus:
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 13.01.2016, 19:50

Vor dem spachteln ist es ratsam, die beiden Drahtgewebe vorne in der Haube mit Klebeband randgenau abzukleben. Spachtelmasse die sich im Gewebe verfängt ist nur schwer zu entfernen. Viel Klebearbeit haben wir uns gespart, da diese Prototypenmotorhaube ja nun seitlich keine Drahtgewebe hat! :D Wir verwenden dafür Gewebeklebeband. Es hat eine super Klebekraft und man kann auch mal beim schleifen des Spachtel drüberweg schleifen, ohne dass es sich gleich im Schleifpapier verfängt oder aufdröselt. Es ist einfach schön widerstandsfähig.
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 13.01.2016, 19:57

Danach konnten die mit dem Hammer beschädigten Stellen grundiert werden und nach kurzer Trocknungszeit wurde die gesamte Haube mit der Spraydose ein drittes mal nahezu deckend grundiert. Jetzt hat das Ganze eine Nacht Bedenkzeit und dann kommt wieder das grüne Wundermittel drauf... :D . Von der Firma, die den Spachtel herstellt, könnnen wir uns auch bald sponsorn lassen... :fahrer:

Gruß Gordon
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 14.01.2016, 20:32

Hallo,

Wie schon angesprochen reicht die angemischte Farbe nicht. Ich habe zumindest die Befürchtung. :oops: Gestern kam Nachschub der gleich heute morgen angemischt wurde. Das geht in einer Ölauffangwanne sehr gut, da sie über einen Ablauf verfügt. Somit läßt sich die angemischte Farbe wieder prima in die Dosen zurückfüllen. :D Ich glaube zwar nicht das die angemischte Farbe von der zuerst angemischten Farbe so stark abweicht, dass man Unterschiede am Bulldog erkennen könnte, aber sicherheitshalber werden damit jetzt alle verbliebenen Teile quasie fertig lackiert und der allerletzte Spritzdurchganz erfolgt mit der "alten" Farbe. Davon habe ich jetzt noch 5 Dosen je 750ml, dass müßte für Motorhaube, Tank, Öltank, Werkzeugkiste, Armaturenträger, Vorderachse sowie den kompletten Block mit Motor reichen.... Hoffen wir das beste, liebe Leser...

Zum aufrühren der Farbkomponenten Erbedol Lanz blau,Wilkens Azurblau RAL 5009 und Wilkens grasgrün RAL 6010 eignen sich übrigens ganz hervorragend Drumsticks. Bei meinem letzten Schlagzeugkauf waren 10 paar Sticks inklusive, da kann man mal drei Sticks entbehren :) Außerdem sind die wilden Jahre eh vorbei, wo man in der Metalband ein Paar Sticks in einer Woche durchgeprügelt hat... :lol: Bei Pop- und Schlagermusik halten die irgendwie länger...seltsam... :wink:
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 14.01.2016, 21:12

Nun ging es an die Motorhaube. Zuerst war die Stirnseite an der Reihe. Da die Motorhaube wie auch die Serien- Volldieselmotorhauben aus mehreren Teilen ab Werk zusammengepunktet wurde und dadurch sichtbare Kanten entstehen, wollen wir diese natürlich auch erhalten. Vor dem spachteln heißt das also zuerst einmal alle Kanten abkleben, damit diese nicht mit Spachtel zugeschmiert werden. Um die Stirnseite zu bearbeiten kann man die Motorhaube übrigens einfach aufrecht hinstellen. Schöne Arbeitshöhe...
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 14.01.2016, 21:23

Zweite Baustelle ist die Oberseite der Haube. Auch hier Kanten abkleben. Die Rostporen unter und rund um die Zierleiste wurden schon mal dünn vorgespachtelt...
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 14.01.2016, 21:31

Die Haube wurde oben drauf zwei Durchgänge gespachtelt und geschliffen. Nach dem zweiten Durchgang stellten wir fest, dass die Haube oben drauf leicht windschief ist. In einem dritten Glasfaserspachtelauftrag kann das noch leicht ausgeglichen werden, der Rest bleibt ein Dokument der Zeit.. :)

Gruß Gordon
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 15.01.2016, 08:27

Hallo,

Geschliffen wird übrigens mit einem "Handrutscher" auf den Schmiergelpapier gespannt wird. Das funktioniert bei großen und auch abgerundeten Flächen besser, bzw. genauer als mit einem Exenterschleifer und ist handlicher als ein Schleifklotz.

Gruß Gordon
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 15.01.2016, 21:08

Hallo,

Wir haben der Haube heute oben drauf noch einen vierten Spachtelauftrag gegönnt an der Stelle, wo sie etwas abgeflacht war. Böser Baum? :? Jetzt sieht das wieder richtig schön aus. :) Der Füllspachtel kommt drauf wenn alle vier Flächen fertig sind mit Glasfaserspachtel. Danach haben wir die Haube auf die Seite gelegt und eine Seitenflanke dort mit Glasfaserspachtel behandelt, wo tiefe Stellen waren die sich nicht weiter ausbeulen ließen. Morgen ist die andere Seite an der Reihe. Bilder folgen.

Gruß Gordon
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 16.01.2016, 16:07

Hallo,

Planänderung: Bei dem schönen und sonnigen Winterwetter war heute lackieren angesagt. Da es doch etwas frisch draußen war mal lieber Pavillon und Teile mit der Dieselkanone vorgeglüht...
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 16.01.2016, 16:22

Eventuelle Grundiernasen in der Grundierung lassen sich übrigens folgendermaßen prima begradigen. Ein Kork Schleifklotz wird mit 240 er Schleifpapier umwickelt. Damit dann vorsichtig über die Nase streichen. Schleifklotz dabei nicht auf die Spitze stellen. Das Papier muss parallel mit dem Teil verlaufen. Das Papier setzt sich dabei schnell zu, weil die Grundierung ja noch nicht durchgetrocknet ist. Daher Papier öfter wenden und gegebenenfalls neues nehmen, bis die Nase komplett plan ist. Natürlich nur soweit schleifen bis noch kein Metall rausguckt. Jetzt die selbe Prozedur mit 320 er Papier, alles trocken. Zum Schluss kommt ein Staubbindetuch zum Einsatz, womit das komplette Teil abgerieben wird. Jetzt kann lackiert werden, ohne das man später Schleifriefen sieht. Bei dem ganzen Vorgang sollte man Einweghandschuhe tragen, ungepudert, dann braucht man nicht mehr mit Silikonentferner über das Teil gehen vor dem lackieren.

Grundiernase weggeschliffen...
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 16.01.2016, 16:38

Hier die anderen zu lackierenden Teile: Den Kraftstofftank hängen wir an ein Rasenmäherseil mit angeknotetem Zugriff. Wir haben so ziemlich jede Griffgröße auf Lager. Nicht alle Griffe passen in jede Tanköffnung. Beim Fahrersitz haben wir das übrigens auch so gemacht. Man muss beim lackieren des Tanks nur etwas aufpassen, dass man nicht versehentlich unter den Tank kommt, ihn anhebt und damit den Griff entlastst. Dann kann es sein, dass die Schwerkraft den Tank auf den Boden der Tatsachen zurückholt, was natürlich nicht im Sinne des Erfinders ist. :lol: An dem Stück Griff, der nach oben aus dem Tank herausschaut, kann man den Tank beim lackieren schön mit einer Hand drehen. Man kann natürlich auch ein geeignetes Stück Rundholz oder Vierkantholz nehmen, es ablängen und in die Mitte ein Loch bohren, wo man dann ein Seil dran knoten kann. Man kann dann den Tank aber nicht so schön drehen und festhalten, weil das Seil immer nachgibt.
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 16.01.2016, 16:40

Back in blue...
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 16.01.2016, 16:45

Werkzeugkiste und Tankhalterung...
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Re: Prototypen Reaktivierung

Beitragvon Rohoelzuender » 16.01.2016, 16:46

Motoröltank...
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