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Pleuellager

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Pleuellager

Beitragvon paul » 21.03.2006, 09:51

Moin,
habe meinen großen GK teils zerlegt. Gestern Kolben ausgebaut. Kurbelzapfen und Lagerschalen sehen noch 1a aus. Die Ölversorgung wurde bereits geprüft und war einwandfrei.
Jedoch hatte ich folgendes beobachtet:
Kurbelzapfen war oben und ich habe die Kurbelwelle ruckweise vor und zurück bewegt. Dabei "schmatzte"es im Pleuellager und das hatte etwas Luft.
Kann ich durch Weglassen eines Bleches (oben oder unten?) Das Spiel einfach verringern oder muß ich das Lager dann auch noch bearbeiten?
Wie prüfe ich das Pleuellagerspiel?

Im Kubelgehäuse befand sich nen ganzer Haufen Kohle. Ist das normal?

Wie prüfe ich, ob am Kolbenbolzenlager alles o.k. ist?

Viele Grüße und bis später

Paul :wink:
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paul
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Beitragvon rüro » 22.03.2006, 18:52

Hallo Paul,

Ölkohle im Kurbelgehäuse ist völlig normal, bedenke einmal welche Öle damals verwendet wurden. Ich würde alles sehr genau reinigen und dann auf ein gängiges HD- Öl umstellen. Durch die höhere Reinigungskraft werden dann in Zukunft weniger Ölanhaftungen entstehen. Allerdings solltest Du den Ölfilter entsprechend öfter reinigen, bzw. die Filzplatten erneuern.
Der techn. Eindruck, so wie Du ihn beschreibst, zeigt, dass Du sicher einen guten Kauf gemacht hast. Glückwunsch! Selbst wenn das Pleuellager noch bzgl. Lagerspiel im Toleranzbereich liegt, kann man beim ruckartigen Bewegen der Kurbelwelle dieses "Schmatzen" hören. Oft ist es auch das Seitenspiel des Lagers oder ein Schmatzen vom Kolben her. Das muss also noch lange nichts schlechtes bedeuten. Wenn du sicher gehen willst, würde ich das Lager wieder fest zusammenschrauben, überprüfen ob die Lagerschalen fest in der Pleuelstange fixiert sind und das Lager radial in Stangenrichtung vermessen. Dann den Hubzapfen messen, die Maßhaltigkeit überprüfen und mit der Lagerbohrung vergleichen. Unter 0,20-0,25mm Laufspiel würde ich das originale Lager weiterverwenden unter der Veraussetzung, dass das Lager gut trägt bzw. die Laufflächen einwandfrei sind. Sonst besser Schleifen und neues Lager anpassen. Das Lager anhand der Distanzbleche nachzustellen ist oft "haarig" , weil auch die Stoßflächen der Lagerschalen nachgearbeitet werden müssen. Überprüfe sicherheitshalber gleich auch die Anlaufscheiben, Filzringe und den Ölschleuderring (Welle ausbauen). Das spart späteren Ärger (Anblaufscheiben sind oft loose -> Späne fliegen in den Schleuderring -> Lagerschaden, Filzringe schlecht, verschmutzter/gebrochener Schleuderring/Ölbohrung). Viele dieser Punkte sind auf vollkommen normalen Verschleiß bzw normalen Gebrauch zurückzuführen, selbst bei Bulldogs, die wenig gearbeitet haben. Dann hast du so gut wie ewig Ruhe.
Das Laufspiel des Kolbenbolzens würde ich ebenfalls prüfen und darauf achten, ob der Bolzen im Kolben und die Büchse noch fest in der Pleuelstange fixiert sind. Unter 0,20mm Laufspiel und einwandfreien Laufflächen kannst du das originale Material ohne Weiteres belassen.

Viel Erfolg und Grüsse Rüdiger
rüro
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