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Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon oldtimerfreud » 21.08.2018, 23:12

Hallo Lanz :fahrer: ,

habe an meinen Lanz D9506 folgendes festgestellt,habe lange gesucht und viel probiert und zwar im Standgas läuft er wie ein Uhrwerk bis zu einer Stunde,unter Vollast gut und so im Teillast bereich mittel. :? :? so ungleichmässiger Lauf. :kratz:
Leistung ist nicht schhlecht eher gut.Es wurde aber der Motor,Regler,Schubstange,E Pumpe,Öler und Stößelführung gemacht. Seitdem ca. max 10 Tankladungen gefahren. :lol: :lol:

Jetzt habe ich die Feststellung gemacht wenn ich Reglerseits den Regler,die Schubstange mit Excenter gut schmieren mit Öl und normalen Mehrzweckfett und nicht mit dem blauen Langzeitfett läuft er im Teillast und Vollast sehr gut.Habe den festen Excenter mal kontolliert und habe leichte Druckstellen am Messingring der Schubstange gefunden,habe dann den Excenter auf der Drehmaschine bearbeitet und mit 120er Schleifpapier poliert,da wurde des ganze auch etwas besser. :beifall:


Jetzt mein anliegen an die Lanzfahrergemeinde was kann ich noch testen, prüfen auf leichtgängigkeit und das Regelverhalten zu optiemieren.Welches Fett eventl zu verwenden wäre. :?:
Hatte ein paarmal das es beim Rückwärtsdrehen des Motor sich die Reglergewichte nach aussen bewegen.

Wäre um ein paar Stellungnahmen sehr dankbar

LG
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon oldtimerfreud » 04.09.2018, 10:13

Hallo,

weis hier wirklich keiner was. :cry:

LG
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon gft » 04.09.2018, 23:24

Ich bin zwar nicht der große Bulldog Guru, aber fahre auch nen 9506 und habe wie so viele andere auch ne Motorrevision hinter mir!
Als Öl an der Schubstange gibt`s bei mir das gleiche wie im Öltank, sprich normales unlegiertes 30èr Einbereichsöl!
Im Fettbereich nehme ich normales einfaches Mehrbereichsfett, keine Farbe drin, nix Wildes,.....

Jedoch habe ich einen fast "wartungsfreien" Regler mit nur dem Nippel an der Kurbelwelle zur Schmierung zwischen dem festen und beweglichen Exzenter sowie einen Tropföler für den Schubstangenfilz! Alles Andere ist mit geschlossenen Nadel und Kugellagern vom Profi so gemacht worden, das man daran keinen Gedanken mehr verschwenden muss!
Dieses System lief nach recht kurzer Zeit zur vollen Zufriedenheit!
Einzig wenn es kalt draußen ist, merkt man eine gewisse Reglerträgheit im Leerlauf in den ersten Minuten nach`m Start des Motor! Das ist bei Fettschmierung und engen Tolleranzen normal!

Zu deinem "Problem" des sogenannten "ungleichmäßigen Lauf" ist allerdings mal abzuchecken was man unter Teillast versteht? Echte Teil LAST oder eine LAUFDREHZAHL unterhalb der Höchstdrehzahl??

Die Lanz Regler beim 45èr sind Zweidrehzahlregler und können eigentlich garkeine Lasten sondern nur eingestellte Drehzahlen regeln! Sies sind die Leerlauf und die Maximaldrehzahl!
Dazwischen liegende Drehzahlen kann der Regler nicht bedienen!
Lastwechsel hat im Drehzahlbereich zwischen Leerlauf und der Abregeldrehzahl der Fahrer mittels Gaskeil auszusteuern! Der Regler bildet dort eine quasi feste Einheit mit ausgesteuertem Leerlaufgewicht und noch ziemlich innenliegendem Enddrehzahlgewicht!
So zumindest der theoretische und auch oft der praktische Normalfall!

Nun kann ein zu enges Spiel zwischen dem festen und beweglichem Exzenter und/oder beweglichem Exzenter und Schubstange dazu führen, das der Regler "flattert" sprich das Enddrehzahlgewicht sich mehr bewegt wie es sollte! Dieses Spiel kann entweder durch eine zu knappe Bemessung oder schiefes Ausbüchsen des Regers zu eng sein! (Meist zweiteres)

Da hilft dann nur punktuell oder gesamt mehr Spiel geben, den Regler nochmal "gerade" machen oder halt fahren, fahren, fahren bis nix mehr klemmt!

Hoffe das hilft ein wenig,...
Gruß,
Dieter
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon oldtimerfreud » 05.09.2018, 11:04

Hallo,

bin auch der Meinung eine Neu gemachte Maschine braucht Betriebsstunden und des nicht zuwenige bis die super schön läuft.Die typische landwirtschaftliche Luft. :D :fahrer:

Durch das ich nicht mehr wie 1 - 2 Tankfüllungen im Jahr schaffe dauert das einfach. :(

Denke seit Komplettsanierung habe ich max 10 Tankfüllungen.

Denke das ist nicht viel.

LG
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon Socke » 05.09.2018, 14:02

Wenn Du mit dem Drehen des Schwungrades die Reglergewichte bewegst, sieht das für mich danach aus, als wenn das Schubstangenlager auf dem losen Exzenter klemmt. Es kann auch sein, daß das nur in einer bestimmten Stellung (Einspritzende, Schubstange ganz vorne?) während der Umdrehung passiert, das reicht aus, um die ganze Regelung zu beeinflussen.
Entweder warten, bis sich das einläuft oder nacharbeiten.

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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon oldtimerfreud » 05.09.2018, 17:09

Hallo,

eine Frage das Bewegen der Reglergewichte bei klemmender Schwubstangenlagerung passiert beim Rückwärtsbewegen nyr oder auch beim Vorwärtsbewegen. :kratz:

LG
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon gft » 05.09.2018, 23:26

Wenn irgendwas zwickt dann kann dies natürlich in beide Drehrichtungen wirken, logisch!
Rückwärts werden die Gewichte nach aussen geschoben, vorwärts umgekehrt!
Da jedoch oberhalb der Leerlaufdrehzahl das entsprechende Gewicht außen im Anschlag ist und das Enddrehzahlgewicht sich je nach Drehzahl irgendwo im Gleichgewicht zwischen Fliehkraft und Rückstellkraft der entsprechenden Feder befindet, kann ein Abbremsen des beweglichen Exzenter von innen oder außen seine Wirkung zeigen! Da Fliehkräfte diese Verstellung schnell und kräftig wieder ausgleichen wollen, schwingen die beiden Gewichte schnell zurück, aber überschießen dabei um dann von den Federn wieder eingefangen zu werden!
Das ist das gern mal beobachte "Aufschwingen" der Regeldynamik eines mechanischen Reglers! Gewisse Schwingungen hat jeder Regler, aber ein nicht klemmender, sauber und leichtgängig laufender und trotzdem möglichst spielfreier Regler schwingt halt weniger,....
Von daher hab ich meinen Regler mit Nullspiel Lagern perfekt gerade auf`m Bohrwerk machen lassen, so das nur noch der geringe
Unrundlauf des Schwungrad selber zur Welle hin per Einlauf ausgeglichen werden musste! Das wurde spürbar besser nach so etwa 500 -800 km, sprich so um 150 - 240 Litern Sprit unter Enddrehzahl und so um 50% Motorenlast!

Wenn dein Regler nach 10 Tankfüllungen, also theoretisch 1000 Litern Sprit immer noch stark schwingt, sprich klemmt, dann stimmt was nicht,... Schwungrad nicht gerade auf der Welle oder Regler schief überholt, würd ich mal behaupten wollen,......

Bleibt nur, nochmal ran oder die nächsten 1000 Liter durchheizen, was mehr Spass macht!!!! :fahrer:

Gruß,
Dieter
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon Mibl Lanz D7531 » 09.09.2018, 07:20

Was lernen wir jetzt aus den Berichten zuvor? Landwirtschaft braucht Luft! Ich Büchse die Regler immer mit 0,1mm Spiel an jeder Lagerstelle aus, damit ist immer noch jeder Bulldog ohne Probleme von Anfang an gelaufen. Zu viel Genauigkeit ist hier fehl am Platz.
Gruß Mario.
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon oldtimerfreud » 09.09.2018, 12:48

Hallo,

ich hab einen Kumpel der repariert ca. 40 Jahre Lanz er sagt auch immer das es der Lanz nicht mag wenn zu genau oder zu eng gearbeitet wir.Der Lanz braucht dringen die landwirtschaftliche Luft. :fahrer: :fahrer: :fahrer: :fahrer: :fahrer:

LG
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Re: Standlauf Regelverhalten beim Fahren eines D 9506

Beitragvon Dieter.J. » 09.09.2018, 17:59

Moin, moin!

seh ich genau so!

Grüße
DidiJ.
Dieter.J.
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