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Zylinderkopf Typen

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon gft » 23.09.2018, 18:05

Hallo Guido,
zu deinen Fragen:
Die zuerst unwissentlich vom Vorbesitzer verbaute Vorkriegs - Zündnase konnte ich fahren wie ich wollte, rußte immer zu und Motor lief immer recht hart!
Ob das schon Klopfen oder noch Frühzündung war, weiß ich nicht so wirklich, denn eine besondere "Mehrleistung" hatte ich nicht, eher recht intensive "Schlaggeräusche" aus dem Kurbeltrieb, direkt oberhalb des Leerlauf, auch wenn nur geringe Lasten anlagen! Der Verdacht viel auf die soeben gerade erst gemachten Lager der Kurbelwelle und des Pleuel!
Eigentlich wegen der Rußerei eine geliehne Nase drunter gebaut, war sofort beides besser, Rußbildung und Lauf!
Beide Nasen dann verglichen, 350 zu 420 ml Inhalt und eben die eine von innen eher wie nen Zylinder, die andere eher wie nen Zuckerhut!
Somit eine neue "420èr" besorgt und sicherheitshalber mit 2 Dichtungen verbaut! Danach lief die Rüttelplatte recht weich und meist richtig rum, aber etwas schlapp!
So hab ich nu so grob 5000 km gemacht um nun den Einlauf als abgeschlossen zu betrachten! (grins)
Also die zweite Dichtung wieder drunter weg, anlassen, probefahren! Leistung besser, aber er rüttelt halt etwas mehr wenn man bei gleicher Geschwindigkeit fährt!
Is spürbar wenn man etwas feinfühlig für sowas ist,..... Mehr rütteln übrigens auch spürbar, wenn man während der Fahrt das Gas ganz weg nimmt!
An der Pumpe, Düse, Regler oder so in der Zeit garnix gemacht, wollt nicht überall gleichzeitig rumfummeln und dann nicht mehr wissen was woran liegt!
Somit ist der Motorlauf und die Wuchtung der Kurbelwelle schon in direktem Zusammenhang mit der Verdichtung zu sehen! Wuchten werde ich nun nach den von Lanz ausgegeben Richtlinien!

Da nun bei der Verdichtungsmessung die Handbuchwerte genau auf den Kopf getroffen wurden, trotz des "großen" 284ér Zylinderkopf, wüsst ich nicht was da ein "kleiner" bewirken kann?
Aus Langeweile heute in den Häfner-Büchen etwas geschmökert, da steht was von Verdichtungserhöhung in den 40èrn und Vereinheitlichung der Köpfe für alle 35/45/55èr ab dieser Zeit, später Umstellung auf Köpfe für Einheitsdüsen! Ist`s vielleicht doch nur ne Gussform oder Zeichnungsnummer und keine Größenfestlegung????

Große Riemenscheibe auf kleiner Scheibenkupplung hätt ich auch gern, verhindert eigentlich eher das Umschlagen!
Schweres Pleuel, woher und warum denn das??? Kolben auch recht groß und/oder schwer????
Das muss aufwendig gewuchtet werden, wenn`s duch Wegnehmen der "Zusatzgewichte" nicht hin zu kriegen ist!

Gruß,
Dieter
gft
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Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon beule22 » 27.09.2018, 22:05

Hallo,

mein GK hat auch keinen Starterkranz, ich find den Ansatz sehr interessant, der könnte auch etwas mehr Laufkultur vertragen. Schlägt leicht um und braucht sehr viel Drehzahl beim Anfahren, selbst das Wiedereinkuppeln bei Leerlauf und stehender Maschine zieht die Drehzahl extrem nach unten bis hin zum Umschlagen oder ausgehen. Hat jemand eine Idee wo man sowas gebraucht herbekommt, kann ruhig abgenutzt sein, würde den auch nur als zusätzliche Schwungmasse benötigen.

Grüße Axel
D8516 Bj.1950
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Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon gft » 28.09.2018, 21:28

Hey Axel, habe noch zwei so "Ersatzzahnkranzringe"! Knapp 25 Kg schwer! Das hilft gewaltig! :wink:
Hast ne PN dazu!
Gruß,
Dieter
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Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon BULLI » 05.01.2019, 17:44

Hallo,

ich habe in diesem Beitrag die Fotos vom rissigen Zündsack gesehen,hat meiner auch.
Die Risse innen befinden sich dezentral auf einer Seite, evtl. durch Hitzeeintrag entstanden ?
Oder warum entwickelt sich das so ?

Ist es sinnvoll, beim Wiederverbau, die Seite mit den Rissen nach vorne zu platzieren um das etwas auszugleichen ?
Trifft der (kühlende) Kraftstoff eigentlich zentral auf den Zündsack ?

Gruß Güne
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Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon gft » 05.01.2019, 22:17

Hallo und ein guten neues Jahr.
Die Risse sind natürlich Spannungsrisse, welche dadurch entstehen, das kalter Kraftstoff auf den glühenden Zündsack trifft!
Ganz vermeiden wird man das kaum können, wobei zum Beispiel Benzinstarts oder kein Warmlaufen lassen vor harter Arbeit die Risse sicher begünstigen!
Auch sollten die seitlichen Klappen am Zündsackhalter beide vorhanden sein und auch geschlossen werden,...
Bei einseitigen Rissen, sollte das Spritzbild der Einspritzdüse gem Betriebsanleitung oder Heinl mal geprüft werden, das könnte helfen,...

Gruß,
Dieter
gft
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Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon oldtimerhof » 04.02.2019, 15:22

Hallo Zusammen
Ich komme aus der Schweiz und lese immer gespannt hier im Forum mit.
Ich beschäftige mich schon seit bald 20 Jahren mit dem Thema Lanz.

Nun habe ich auch eine Frage;
An meinem Lanz 9506 wurde vom Vorbesitzer ein Zylinderkopf mit Kerze nach vorne montiert, der Bulldog hat +- Jg. 41.
Vom Jahrgang her ist das ja der falsche Kopf, der Bulldog läuft aber sehr sauber und hat gute Kraft.
Bei uns haben einige auch an Nachkriegs Typen diesen Kopf montiert.

Was sind da die vor und Nachteile? Der Brennraum ist ja da anders aufgebaut, wie sind eure Erfahrungen?

Besten Dank!
oldtimerhof
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Re: Zylinderkopf Typen

Beitragvon gft » 05.02.2019, 18:36

Hallo,
ich kann hier nur aus Vermutungen heraus und aus eigener Erfahrung berichten, aber dies ohne Gewähr für Richtigkeit der Aussagen!
Bei mir ist auf nem 9506 Nachkrieg ein JDL 284‘er Kopf drauf, also Kerze seitlich! Der läuft gut damit, soweit ich beurteilen kann!
Sicherlich hat Lanz an den Brennraumformen rum gedoktert, aber ich vermute einfach mal, das das Volumen des Kopfes immer fast gleich geblieben ist! Die größeren Änderungen gab es eher an der Düse dann in Verbindung mit der Zündnase als Gegenstück dazu! Das dann immer auf den Kraftstoff abgestimmt!
Beim Kopf war mehr ausschlaggebend ob Zoll oder Metrisch, eine oder zwei Düsen, mit Zündkerze oder ohne und wenn eine, dann Vorne oder zur Seite!
Die vordere Kerze ist auf jeden Fall die technisch bessere Variante weil dann diese beim Betrieb mittels Lampe nicht so in Mitleidenschaft gezogen wurde! Im Ackerbetrieb wurde sie aber da zu schnell beschädigt, also zur Seite damit! Beim Eiler war‘s nicht das Problem, also blieb se bei denen vorne!
Zudem sollte beim Nachkrieg das Anlassen mittels Kerze ja auch das Normalverfahren sein, also kein Stress
mit der Hitze der Lampe! Also läuft bei passender Düse und Nase eingentlich jeder Kopf auf dem Bulldog,
würde ich meinen,.....
Gruß, D.
gft
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