Titel

 

 

Boschöler undicht / tropft D3506

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Re: Boschöler undicht / tropft D3506

Beitragvon f1m » 06.12.2017, 21:06

Hallo,
H. H. Seiberl macht excellente Arbeit; solange er noch tätig ist, sollte man seinen Öler überholen lassen; auch wenn er minimal tropft. Man darf sich nicht scheuen, dafür Geld auszugeben. Habe selbst alles unternommen, u.a. auch O Ringtechnik am Regulierkolben, hat alles nicht geholfen. Nach der fachmännischen Überholung ist Ruhe mit tropfen.
f1m
Benutzer
 
Beiträge: 17
Registriert: 04.01.2012, 22:18

Re: Boschöler undicht / tropft D3506

Beitragvon Socke » 07.12.2017, 13:20

Das mit der Zeigerstellung ist eine ziemlich wichtige Sache und möglicherweise auch ein Beitragzur Lösung.
Irgendwo, in einem anderen Forum, glaube ich, habe ich eine Einstellanweisung von Lanz für den Öler gefunden, da ist eindeutig zu sehen, daß der Zeiger auf Standgasstellung genau senkrecht nach unten zeigt. Dann passt das auch mit der großen Spreizung der Ölmenge von 0,5-1,5 auf Standgas und 16,5-19 bei Vollgas genau.
Auch wichtig: Prüfe auch den Bereich unterhalb der Leerlaufmarkierung, ob noch Öl gefördert wird (Wenn Du das mit dem Zeiger so wie dargestellt gemacht hast, sollte das der Fall sein). Ich hatte mal meinen Öler bei einem "Spezialisten", der hatte die Ölmenge sehr knapp eingestellt und nur einen Hauch neben der Markierung kam schon garnichts mehr. Und über die Präzision der Reguliermimik brauchen wir nicht zu reden. Seitdem ich meinen Öler selbst eingestellt habe, gibt es keine Probleme mehr.
Wenn mir das Bild wieder zwischen die Finger kommt, stell ich das hier rein.

Volker
Socke
Bronze
 
Beiträge: 774
Registriert: 12.03.2007, 00:23
Wohnort: Kiel

Re: Boschöler undicht / tropft D3506

Beitragvon gft » 08.12.2017, 02:19

Das mit den Ölmengen und der Einstellerei ist eigentlich ganz einfach wenn man die Funktion und den Sinn der ganzen Sache erstemal verstanden hat! Alle Ölmengen zu den Lagerstellen werden mittels seperaten Kolbenpumpen, welche einen einstellbaren Nutzhub haben, versorgt! Da das Öl der drei hinteren Lager abgesaugt wird, kann deren Menge der vollen Belastung entsprechend fest eingestellt bleiben! Das notwendige Öl für den Kolben ist der Belastung und vor allem Wärmeentwicklung sowie notwendiger Zylinderreinigung von Verbrennungsrückständen anzupassen um nicht im niedrigen Leistungsbereich zu viel zu verbrauchen! Daher ist die Hubhöhe dieser Kolbenpumpen variabel am Gaskeil hängend! Das ist zwar noch nicht direkt die Last, da der Drehzahlregler gerade bei unseren Spazierfahrten die Leistung bei Erteichen der Enddrehzahl stark reduziert, aber ist halt so! Die Basismenge ist einzustellen und diese ist immer gleich, solange der Regelkolben sich nicht bewegt! Je weiter der raus wandert, desto größer wird der Nutzhub, sprich die Ölmenge! Der Zeiger, bzw Strich dazu soll anzeigen, wann die Erhöhung beginnt zu wirken! Der zweite Mengenwert zeigt, ob die volle Erhöhung erreicht wird und dient somit der Kontrolle! Wenn der Basiswert schon innerhalb der Erhöhung eingestellt wurde, geht dieser natürlich noch weiter zurück, wenn das Gas weiter zurück genommen wird, also Kolbenfresser im Leerlauf!

Ich hab meinen Öler so eingestellt, das bei der zweiten Raste des Handgas über der Leerlaufstellung die Anhebung des Regelkolbens sichtbar wird und der Zeiger somit gerade oberhalb des Strich zeigt! Bei Vollgas am Hand und gleichzeitig Fußhebel ist der Gaskeil ganz oben und der Zeiger des Ölers liegt an der oberen Ausfräsung an, Ölmengen passen natürlich!
Gefahren wird bei mir lieber mit abgeregelt Vollgas, Pedal unten, als mit Teillast oder das Pedal so gerade an der Drehzahlgrenze gehalten, weil ich dann weiß, das ich auf jeden Fall mit Ölüberschuss im Verhältnis zur Leistung fahre! Den Sprit regelt ja mein Drehzahlregler nach Bedarf von alleine!

Wichtig an dem ganzen Kram ist natürlich, dass die Pumpenkolben nicht all zu viel Luft in ihren Zylindern haben, sonst geht bei abnehmender Viscosität des Öl durch Wärme bei der Fahrt die Schmiermenge zu weit in den Keller, so das die ganze schöne Theorie nix mehr bringt! Also Zustand des Ölers prüfen oder prüfen lassen bevor die Einstellerei beginnt!!!
Gruß, Dieter
gft
Benutzer
 
Beiträge: 38
Registriert: 02.09.2017, 16:09
Wohnort: 46354 Südlohn

Re: Boschöler undicht / tropft D3506

Beitragvon Lanzmarkus » 28.03.2018, 13:26

Hallo zusammen
Habe einen D1506 und hatte dieselben Probleme mit Ölverlust.
Ich werde einfach mal meine Geschichte dazu beitragen.
Man darf das nicht einfach so abdichten. Aber mit einem kleinen Zusatz Röhrchen bringt es sogar was für den oberen Öler antrieb.
Nicht immer sind die Pumpenstößel schuldig
Man muss sich das so vorstellen. Der hintere Antrieb ist mit Öl voll und kommt durch die Bohrungen der Ausrückgabel in die vordere Kammer bzw. Deckel.
Dort wird ja durch die Exzenterscheibe gearbeitet und es könnte, wenn alles dicht ist, ein Gegendruck gegen die Pumpenstößel endstehen. Das wäre extrem schlecht.
Ich habe meinen Deckel durch aufpressen eines Ringes und abdichten durch einen Gummi Rechteckring dicht gemacht und oben ein kleines 2mm Loch gebohrt.
Aber da hab ich nicht schlecht geschaut das dort durch die Exzenterbewegung das Öl förmlich rausgepumpt wurde.
Genau wegen dieser hohen Leckage durch die Pumpe vom hinteren Antrieb hat mein oberer Schneckenantrieb extemen Schaden genommen. War ein Totalschaden des Schneckentriebs.
Jetzt hab ich den vorderen Pumpendeckel angezapft und es oben wieder zum Schneckentrieb eingespeist.
So ist das ein eigener Kreislauf und es entsteht nirgends ein Druck.
Ich fahre jetzt damit ca. 300km und es sieht bis jetzt alles gut und trocken aus.
Vergesst Euren hinteren Pumpenantrieb nicht. Es ist extrem viel Arbeit und teuer das zu reparieren. zu dem merkt man es erst, wenn es zu spät ist.
Was haltet Ihr von der Lösung, oder was spricht dagegen.
Ich würde mich freuen von Euch zu hören. :beifall:
Lanzmarkus
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 23.07.2012, 20:33

Re: Boschöler undicht / tropft D3506

Beitragvon Lanzmarkus » 28.03.2018, 13:39

Hallo noch mal
Mein Beitrag zum Boschöler sagt nicht dass ich keine Probleme habe.
Äußerlich Dicht, innen wohl nicht.
Bei längerer Standzeit läuft mir Öl in den Zylinderraum.
Es reicht wohl, dass der Druck vom obenliegenden Öltank durch die Pumpe an dem Stößel vorbei in den Zylinder rinnt.
Beim Anschmeißen des Bulldog`s ist das extrem gefährlich wegen unkontrolliertem hochdrehen.
Kennt das jemand.
Bin gerade am tüfteln wie ich das Öl vor dem Lauf irgendwie raus bekomme.
Ja, ist klar. Der spuckt das schon oben raus, aber ich will das vermeiden.
Ist das der Regler Kolben oder wo geht das durch.
Bitte um Hilfe
Gruß Markus
Lanzmarkus
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 23.07.2012, 20:33

Vorherige

Zurück zu Lanz-Bulldog, Glühköpfe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste