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Lenkbarkeit mit Federachse

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Schweißarbeiten an tragenden Bauteilen

Beitragvon HN2 » 23.08.2006, 12:49

Hallo,

mir ist aufgefallen, dass in den Beitragsberichten immer wieder von tragenden Bauteilen einer Vorderachse geschrieben wird. Diese Bauteile dürfen nur von Schweißern mit einer gültigen Schweißerprüfung und einer anschließender Kontrolle durch einen Schweißfachingenieur durchgeführt werden. Die Kontrolle erfolgt in den meisten Fällen mit Hilfe einer Durchstrahlungsprüfung.
Nach meiner Meinung hätte zuerst eine Wurzelnaht gelegt werden müssen.
Gibt es noch mehr Schweißnähte an dieser Achse? Besonders die Schweißnahtübergänge sind interessant. Hier können schnell Bindefehler entstehen.

Viel Spaß beim Restaurieren
HN2
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neue Achsstütze

Beitragvon dr_job » 28.08.2006, 16:08

Hallo Achsinteressierte!
Ich habe inzwischen - mit Eurer freundlichen Unterstützung - die Achsstütze an meinem GK repariert und möchte Euch das Ergebnis nicht vorenthalten (nicht oberlehrermäßig, sondern als Denkanstoß). Auf die abenteuerliche Y-Schweißung habe ich verzichtet und ein 12 mm Knotenblech eingesetzt. Die Anschraubstücke wurden mit einer Kehlnaht und zwei zusätzlichen Lochschweißungen mit den Rohren 45x5 verbunden. Nähte und Einzelteile lassen sich rechnen und liegen in ihren Festigkeitswerten deutlich über den zur Verschraubung eingesetzten 20'er HV-Schrauben. Ordentlich schweißen kann man es natürlich auch. Ich habe das übrigens trotz eigener Ausrüstung nicht selbst gemacht sondern in einem qualifizierten Fachbetrieb schweißen lassen. Sehen kann man die nicht originale Konstruktion schon, aber für meine Sicherheit und die meiner Umwelt nehme ich das in Kauf.

[img::]http://web-upload.com/uploads/achsstuetze.jpg[/img]

[img::]http://web-upload.com/uploads/kugelkopf.jpg[/img]

[img::]http://web-upload.com/uploads/anschluss.jpg[/img]

Die Auswirkungen auf die Lenkbarkeit sind enorm! Ich habe den Nachlauf durch Neigungskorrektur von 4 Grad auf 7 Grad vergrößert. Der GK läuft nun einigermaßen gerade aus und das Lenkrad kommt nach einer Kurve von selbst zurück.

Zur Montage folgende Tipps:
- Voderachse mit Hilfe von zwei Spanngurten exakt rechtwinklig zur Fahrzeugachse ausrichten (genau messen, z.B. zwischen Befestigungsschrauben und Schmiernippel auf dem Kalottendeckel)
- VA durch Hydraulikheber, unter der Kröpfung angesetzt, auf die erforderliche Neigung eingestellt, Messung mit einer kurzen, an die Achse angelegten Digitalwasserwaage
- Montage der Kugel mit bereits angeschweißtem Knotenblech und der Anschraubstücke
- Einsetzen der vorbereiteten Rohre
- Heften
- Demontage
- Durchschweißen
Die Anschraubstücke sind aus Stahlguss und müssen vor dem Schweißen vorgewärmt werden!
In die Rohre habe ich noch Entwässerungsbohrungen eigebracht, damit Spritzwasser wieder heraus kann. das Knotenbelch muss um ca. 3 Grad geknickt werden.
Ich freue mich schon auf Eure Kommentare!
Sollten die Bilder nicht zu sehen sein, versende ich sie gern auf Anforderung direkt.
Grüße
job
dr_job
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Re: Lenkbarkeit mit Federachse

Beitragvon lanzfranz0815 » 19.05.2017, 12:27

Hallo Zusammen,

da die Bilder zu den älteren Einträgen nicht mehr funktionieren mache ich das Thema Nachlauf noch mal auf.
Ich versuche gerade einen 5Liter Bulldog auf eine gefederte Nachbau Vorderachse umzubauen, bei der Achse sind alle Buchsen, Bolzen, das Federpaket und der Herzbolzen neu und spielfrei.
Ich habe den Bulldog wie beschrieben in Waage gebracht und die Vorderachse zur Mitte zentriert. Daraus ergibt sich dann das die Achse auch genau in Waaage ist.(Siehe Bild)
Wenn ich nun versuche die Achse um 6-7° nach hinten zu neigen ist das nur mit sehr großen Kraftaufwand möglich und das Federpaket verspannt dann in sich.
Auch wenn ich den Bulldog auf die Räder stelle ändert sich nichts.
Was könnte ich eurer Meinung nach tun oder ist das normal?
Oder ist hier irgend was verkehrt?

Danke für eure Unterstützung und Gruß Markus
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Vorderachse04.jpg
Vorderachse06.jpg
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