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Lichtmaschine/Regler/Batterie wie muss man das verkabeln?

Bulldog, aber nicht Lanz

Lichtmaschine/Regler/Batterie wie muss man das verkabeln?

Beitragvon Chicken » 20.01.2007, 16:11

Hallo,

ich möchte mit meinem Pampa im frühjahr zum Tüv, damit ich ihn auf schwarze Nummer zulassen kann. Ich möchte daher auch die Lichtmaschine montieren, damit es beim Tüv keine probleme gibt und auch längere Fahrten bei schlechten Sichtverhältnissen möglich sind.
Ich bin leider chemiker und kein Elektroniker und weiß gerade nicht so genau, wie ich das verkabeln muss.
Ich möchte die Originalteile verwenden (Argentinische Lichtmaschine + Argentinischer Regler) :)
Jetzt mein Problem:
Mein argentinischer Lichtmaschinenregler hat 3 Kontakte: Masse, Batterieeingang und D+ Ausgang.
Batterie und Masse ist klar und ich denke mal der D+ Ausgang muss an die Plus-Bürste der Lichtmaschine.
In der Lichtmaschine selbst geht ein Kabel des D+ Kontakts zur Bürste und ein weiteres bildet den +-Pol der Feldwicklung. Die minus-Bürste ist einfach mit dem Gehäuse verbunden (Masse eben). Dann habe ich an der Lichtmaschine noch einen weiteren Kontakt, der den minus-Pol der Feldwicklung darstellt.
Was muss ich da verkabeln? Wohin muss das Ende der Feldwicklung? Am Regler ist sonst kein Eingang mehr.
Kann man das Ende der Feldwicklung auch einfach an die Masse hängen?
Wie muss das genau aussehen?
Vielen Dank für eure Hilfe :)
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Beitragvon Hoopi » 20.01.2007, 17:46

Hallo Alex,

es ist vielleicht eine dumme Frage,aber hast Du schon mal unter der
Rubrik Dokumente in diesem Forum nachgeschaut?
Es sind einige sehr hilfreiche Pläne dort zu finden.

Was würde dein Pampa auf schwarzer Nummer eigentlich
an Steuern kosten?

Viele Grüße

Hoopi
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Beitragvon Chicken » 20.01.2007, 18:00

Hallo,

ich habe mir die dokumente mal angeschaut. bei allen schaltungen geht der minus-Pol der Feldwicklung zurück zum Regler, aber an diesem habe ich dafür keine Anschlussmöglichkeit mehr. Also wohin damit? :?:
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Also nein...

Beitragvon RT-andreas » 20.01.2007, 19:29

Hallo Alex,

zuallererst: Was soll denn der Spruch:" Ich bin leider chemiker und kein Elektroniker ..." Rest lassen wir mal weg. Mein Chemieprof sagte damals so schön wir Chemiker können alles :) , aber nur die wenigsten von außerhalb, (gemeint waren WIWIs und Co) kapieren die Gesetze der Chemie. Es ging darum warum überall Chemiker in Chemiewerken an oberster Stelle sitzen und nicht wie sonst "Kaufleute/Rechtsgelehrte". Probiert hätten es einige, aber die Firmen gäbe es am Markt nichtmehr, da sich die Naturgesetze nicht um Juristenkniffe kümmern.
Also ein Chemiker kann alles . aus. :lol:
Das mit deinem Regler ist schon komisch. Normalerweise brauchst du immer 2 Anschlüsse um Strom durch einen Verbraucher fließen zu lassen. "Normale" Regler haben daher Batterie + , für +Pol Akku Ausgang, überbrückt durch Ladekontrolleuchte zur Vorerregung/Störungsanzeige.
Dann Masse, ohne die geht es nicht, denn die Spannung muß ja gegen Masse als Bezugspunkt gemessen werden um zu regeln. So, Feldwicklung liegt einmal an D+, zusammen mit Kohlebürste für Stromabgriff. Die andere Kohle wieder (wegen 2 nötigen Anschlüssen) an Masse bzw - Akku.
Geregelt wird nun indem im Regler das "-" Ende der Feld=Erregerwicklung über DF mehr oder weniger lange/oft auf Masse gelegt wird. Damit fließt dann ein Erregerstrom oder auch nicht und die Spannung steigt/fällt. Vorteil dabei, man muß nur den vergleichsweise geringen Erregerstrom schalten/regeln.
Bei deinem Regler fehlt DF, um dennoch Strom liefern zu können muß das Minusende der Erregerwicklung auf Masse liegen, sonst kann kein Strom fließen und es ist nix mit Generator.
Der "Regler" arbeitet demnach immer mit voller Lichtmaschinenleistung (denn an der Erregerwicklung liegt ja immer voller Strom von Akku+ nach Masse an) und muß die so erzeugte Energie dann schalten. Das ist einiges mehr als nur die Erregerstromstärke. Ist zwar recht komisch eine solche Anordnung aber nichts ist unmöglich bei solchen alten Teilen.
Wie sieht es denn im Regler selbst aus? 1,2,3 Relais oder Doppelspulen an einem Relais...?
Meiner Meinung nach besser, du baust einen separeten modernen Regler auf, sollte unter die Limakappe mit drunterpassen, und setzt den alten Originalregler als Dummi für die Optik nur so ein. damit hast du dann eine echte Regelung und einen Regler ohne Kontaktabbrand. Wie das geht bzw Schaltplan unter Dokumente Limaregler zu finden.

Gruß

Andreas
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Beitragvon Chicken » 20.01.2007, 20:38

Also der Regler besteht aus zwei ineinanderliegenden Spulen, die einen gemeinsamen magnetschalter betätigen. Die kleine innere Spule schaltet wohl den Erregerstrom ein, sobald ein Stromfluss da ist. Die äußere Spule hat einen sehr dicken draht und verbindet den Batteriepol mit der +-Bürste der Lichtmaschine. Ich denke mal, die große Spule wirkt dem Magnetfeld der kleinen Spule entgegen und schaltet den Stromfluss ab, sobald dieser durch Verbraucher zu groß wird.
Aber irgendwie kommt mir die Sache schon komisch vor, wenn die Feldwicklung wirklich durchgehend geerdet ist, ist doch die Gefahr relativ groß, das die Lichtmaschine durchbrennt oder nicht?
Eine ausreichende Absicherung wäre bei so einer Schaltung sicher äußerst wichtig.

Bevor ich die sache am Bulldog teste, werde ich wohl mal einen Trockenversuch in der Drehbank durchführen, dann sieht man ja theoretisch, ob das so funktionieren könnte.
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Spulen

Beitragvon RT-andreas » 20.01.2007, 22:19

nur ein Relais?, etwas dürftig.
Normalerweise gibt es min 2. Das eine ist der Rückstromschalter, Zündung aus und Relais trennt Lima vom Akku.
Das/die andere(n) Relais regeln dann Spannung und Überlast. Oft werden die aber aus Kostengründen zusammengefasst. Kurz gesagt die dicke Drahtspule (wenig Windungen)wird vom vollen Limastrom durchflossen und erzeugt ein Magnetfeld. Ist das wegen des zu hohen Stroms groß genug trennt das Relais. Das Spulchen mit dem dünnen Draht (viele Windungen) dagegen reguliert die Spannung. Keine Spannung Relais mit Ruhekontakt geschlossen, voller Erregerstrom fließt durch die Lima. Steigt Spannung (mit der Drehzahl)an steigt Magnetfeld und dessen Kraft an. Irgendwann ist das stärker als die Federkraft des Relais und Relais öffnet, Erregerstrom = 0 Spannung sinkt, Relais zieht wieder an.
Beide Spulen arbeiten in eine Kraftrichtung immer gegen die (einstellbare) Federvorspannung des Relais. Daher sinkt bei hoher Stromstärke auch die Ausgangsspannung der Lima (Kraft Stromspule groß und kleinere Kraft Spannungsspule dazu reicht um Federkraft zu überwinden. Kleine Spannung an Spannungssule= weniger Limaspannung. Bei 2 getrennten Relais für Spannung und Überstrom bleibt die Spannung gleich trotz hoher Ströme)
Da in deinem Fall ja kein Erregstromanschluss da ist und nach deinen Angaben der dicke Draht Limaausgang + mit Akku+ direkt verbindet, frage ich mich was soll denn das Relais schalten? An den Polen des Relais müssen doch irgendwelche Kabel dran sein die irgendwo hinführen? Normalerweise eben ein Kabel zur Masse(oder Masse über Relaismasse direkt) und ein Kabel zur Minusseite Erregerwicklung.
Solange das dicke Kabel durchgängig verbindet und Minusseite Erreger auf Masse liegt kann die Lima durchbrennen da ja nix geregelt ist. Wenn "externe Regelung" müsste das dicke Kabel über Schaltkontakte des Relais zu Batterie/Verbrauchern gehen. Wenn das nicht der Fall ist muß!! irgendwo ein "DF" Anschluß über die Relaispole da sein, anders geht es nicht.

Gruß

Andreas
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Beitragvon Chicken » 20.01.2007, 22:47

Irgendwie fehlt einfach was in der ganzen schaltung, es ist irgendwie nur die hälfte da.
aber der pampa muss damit gelaufen sein, obwohl ich mir auch nicht vorstellen kann wie.
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Beitragvon Chicken » 21.01.2007, 16:24

naja er ist scheinbar wirklich mal damit gelaufen, aber nicht lange...
habe heute die lichtmaschine zerlegt und mal durchgemessen.
Die Feldwicklung sieht OK aus (Widerstand 3 Ohm), bei dem Anker ist jedoch jede Wicklung kurzgeschlossen. Sieht auch so aus, als wären die Isolierungen des Kupferdrahtes zusammengeschmolzen.
Ist wohl mal ziemlich warm geworden in dem Ding....
Werde jetzt erstmal den Anker neu Wickeln, bevor ich irgendwie weiterkomme. Auf jeden fall kaufe ich auch einen neuen Regler, dieser argentinischen Konstruktion vertraue ich nicht.
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Beitragvon Chicken » 31.01.2007, 21:38

Lichtmaschine funktioniert wieder :)
Habe den Anker und die Feldspulen jetzt neu gewickelt (das ist vielleicht eine Fieselarbeit wenn man das selbst macht)
Habe die Lichtmaschine auf der Drehbank mit neuem Regler getestet, funktioniert wunderbar.
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Re: Lichtmaschine/Regler/Batterie wie muss man das verkabeln

Beitragvon papafox » 24.08.2015, 17:36

Hallo zusammen,

Eure Beiträge sind zwar schon etwas älter aber trotzdem noch aktuell.
Bei meinem Ursus ist die Lichtmasche defekt, wohl durch Überlastung, Grund unbekannt. Der Regler ist ein elektronischer von Bosch, relativ neu d.h. wenig gefahren und 3 Jahre alt.
Ich bekomme über den Handel eine neue Lima die aber angeblich massegesteuert ist. Wie wird diese Lima angeschlossen?
Brauche ich auch einen neuen Regler?
Wäre interessant den Unterschied der Steuerungsart zu wissen.

Es grüßt Euch
Papafox
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