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Kompression Ursus C45

Bulldog, aber nicht Lanz

Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 10.09.2015, 19:46

Hallo liebe Freunde alter Technik,
ich habe ein Problem mit meinem Ursus. Er ölt wie Sau. Jetzt meine Frage, wie sollte die Kompression sein? Nicht das Verdichtungsverhältnis sonder wenn Ihr mit Eurem Schwungrad den Kolben gegen die Verdichtung dreht. Was passiert dann? Bei mir zischt es am Anfang durch die Kolbenringe in den Auslass, danach höre ich nichts mehr aber das Schwungrad lässt sich zwar schwer doch stetig durchdrehen. Ist das normal?
Ich habe auf Youtube ein kleines Video eingestellt. Hier der Link:
http://youtu.be/EiZ2AUnmx0E

Bin für jede Hilfe dankbar!
Wer fragt wird gescheit,
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Ölmännchen » 10.09.2015, 21:48

Hallo,
bei mir zischt da garnichts, wobei ich auch schon guten 1000 Stunden mit dem Kolben gefahren bin. Durch gedreht bekomme ich ihn schon garnicht. Wie viel stoßspiel hast du denn an den Ringen? Hast du sie mal in den Zylinder gehalten ob sie tragen? Hast du den Kolben nochmal raus gehabt?wie ist das Trugbild der Ringe? Ist überhaupt alles neu?

Gruß Philipp
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 10.09.2015, 23:28

Hallo,
den Kolben hatte ich bis jetzt nicht mehr raus. Zylinder wurde genohrt und der Kolben mit Ringe ist neu. Da das alle von Vorbesitzer bereits gemacht würde, habe ich leider keine Angaben zum Stoßspiel!?
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Ölmännchen » 11.09.2015, 05:58

Guten Morgen!
Daher würde ich mir NIE einen "restaurierten" Bulldog kaufen!
Ich an deiner Stelle würde den Kolben mal ziehen und mir alles angucken, dann weißt du mehr. Alles spekulieren bringt jetzt nichts, kann viele Gründe haben!

Gruß Philipp
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 11.09.2015, 12:04

Hallo,
wie sehe oder beurteile ich das Trugbild der Kolbenringe?
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon lokomo » 11.09.2015, 13:30

Hallo,

ich würde den Zylinderkopf abmachen und nachschauen ob wirklich alles neu ist, wenn der Zylinder gebohrt und gehont ist , die Zylinderbohrung das richtige Maß hat, dann hilft wohl nur eins " einfahren ".

Wenn an der Bohrung nichts gemacht wurde und nur neue Kolbenringe eingebaut wurden, dann müssen auch diese einlaufen, was erheblich länger dauert.

Viel Erfolg
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Ölmännchen » 11.09.2015, 14:35

Du siehst an den Ringen wo sie blank gerieben sind, da tragen sie. Optimal ist es wenn sie am ganzen Umfang tragen!
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 11.09.2015, 20:19

Guten Abend,
wie war das bei Euch nach der Überholung mit der Kompression? Hattet Ihr gleich am Anfang volle Kompression oder lies sich das Schwungrad langsam aber stetig durchdrehen (so wie bei mir)! Ich habe jetzt die Kolbenringe vom Auslass aus fettfrei gemacht und mit schwarzen Eding angemalt. Danach 3 Mal durchgedreht und man konnte die Markierungen noch leicht sehen.
Was mir aufgefallen ist, der Kolben hat hinter den letzten Kolbenring oben wie auch unten Einlaufspuren (glänzt stark), ist das normal?
Werde morgen den Kolben ziehen und mal alles genau anschauen. Ich hoffe man kann mir danach weiterhelfen.
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon bennez » 12.09.2015, 07:44

Hallo Michel!
Wenn der Kolben neu ist - wie du schreibst - dann sollten eigentlich noch keine starken Laufspuren vorhanden sein! Später sind die glänzenden Laufspuren oben und unten am Kolbenhemd (keine Riefen!!) bei einem liegenden Zylinder normal, da der Kolben zum einen durch die Schwerkraft und zum anderen durch den Hubzapfen der KW immer in diese Richtungen "gedrückt" wird. Ich würde dir auch empfehlen, den Kolben zu ziehen, um Klarheit zu haben! Wenn du den Teller unter dem Luftfilter abbaust, achte darauf, ob alle Schnüffelplättchen/Lufteinlass-Lamellen noch vorhanden und intakt sind! Bei meinem Bulldog hatten sich einige verabschiedet, was dazu führte, dass der Motor nicht ordentlich vorverdichtet hat, sondern die angesaugte Luft größtenteils wieder ausgeblasen hat...
Gutes Gelingen
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 12.09.2015, 21:17

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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Ölmännchen » 13.09.2015, 10:13

Ich lehne mich jetzt mal soweit aus dem Fenster und behaupte, der Kolben ist nicht neu! Wie viele Stunden soll der schon gelaufen haben?

Hast du das Stossspiel der ringe geprüft? Nimm mal einen Ring ab und setz ihn in den Kolben. Ich meine zwischen den Enden darf 1mm Spiel sein. Allerdings finde ich das schon viel!

Das mit den Phasen ist so richtig. Nach oben soll die scharfe Kante gegen Kompression abdichten und nach unten das Öl abstreifen. Die Ringe tragen auch auf der ganzen Fläche, zumindest sind sie überall blank. Da ich aber vermute, dass der Kolben alt ist, ist es naheliegend, dass die Ringe auch alt sind und noch aus dem alten Zylinder stammen. Hast du Rechnungen über das Material vom Vorbesitzer?

Jetzt wo der Kolben raus ist kannst du den öler auch auslitern. Stell im Zylinder einen Becher unter die Ölbohrung und folge dem Heinel.

Vielleicht lädst du die Bilder in Zukunft direkt hier in das Forum, ist angenehmer zu gucken!

Fehlt auf einer Seite der Sicherungsring für den Kolbenbolzen?
Gruß Philipp
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 13.09.2015, 11:13

Hallo Philipp,
erst einmal vielen Dank für deine Antwort. Ich konnte die Bilder leider nicht auf 1MB reduzieren, bitte um Entwchuldigung.
Das Auslitern werde ich heute noch machen.
Der Sicherungsstift ist vorhanden. Wie meinst Du das mit dem Stoßspiel? Kolbenringe abnehmen und dann?
Was ist mit den Spuren im Zylinder sind diese normal?
Wie würdest Du weiter vorgehen?
Vielen Dank!
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 13.09.2015, 11:16

Hallo Philipp,
ich glaube ich hab's verstanden. Kolbenringe abnehmen und in den Zylinder setzen, dann den Spalt zwischen den beiden Enden messen. Richtig?
Der Kolben sollte max. 30 Stunden gelaufen sein.
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon papafox » 13.09.2015, 11:36

Hallo Michel,

der Kolben sieht auf den Bildern gut aus, der könnte schon neu sein. Was mir auffällt sind die Schleifspuren im Zylinder im Verlauf der Auslaßstege. Sind da die Kanten noch zu scharf, die sind vielleicht noch nach zu bearbeiten. Ansonsten sieht der Kompressionsverlauf beim Durchdrehen gut aus.
Problem könnte die geförderte Ölmenge der Pumpe sein. Welches Öl verwendest Du?
Was ist das für ein Zusatzgewicht auf deinem Reglerschwungrad? Ist der Motor ausgewuchtet worden?

Gruß
Papafox
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Re: Kompression Ursus C45

Beitragvon Michel » 13.09.2015, 11:49

Hallo Papafox,
der Motor wurde durch die Zusatzgewichte ausgewuchtet, läuft sehr ruhig. Als Öl nehme ich das Bulldog Öl von L. Moly das mit den Schleifspuren ist mir auch aufgefallen. Was auch sehr komisch ist, auf ca. 4 Kilometer habe schon 70 Grad Temperatur. Man sagte mir, dass man den Motor eigentlich gar nicht durchdrehen dürfte.
Bin etwas ratlos.
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