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Probleme mit Renaultmotor bei Gutbrod

Probleme mit Renaultmotor bei Gutbrod

Beitragvon Gutbrod2500 » 25.09.2007, 22:24

Hallo zusammen, wer hat DEN Geheimtipp?
Der Renault-Benzinmotor meines Gutbrod 2500 Bj 1973 stirbt ab, wenn er heiß wird. Zündspule, Vergaser, Verteiler sind neu. An was kann es noch liegen?
Vor den Reparaturmaßnahmen hat er sich regelmäßig mit einer gewaltigen Fehlzündung abgemeldet.
Wartet man eine Zigarettenlänge ab, läuf er wieder, aber nicht so lange wie der erste Stint.
Zweite Frage: Fzg ist seit 1995 abgemeldet. Brief vorhanden. Muss beim Vollgutachten die ursprünglich montierte Fahrerkabine wieder montiert sein?
DANKE für -möglichst 2- schnelle Antworten!
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Beitragvon RT-andreas » 26.09.2007, 20:30

Hallo,

so wie du es beschreibst könnten es rein "thermische" Probleme sein. Angenommen, alles was die Zündung angeht ist OK (also Kerzen und Kondensator...auch bei Hitze!) bleibt nur der Sprit. Kalt braucht es Saft also fettes Gemisch um zu laufen, warm dann weniger. Zu fettes Gemsich bei Hitze "knallt" aber nicht vor Motoraus, das spricht eher für zu magere Einstellung. Ursache könnte ein zu warmer Vergaser sein, dann entstehen Dampfblasen, Gemisch magert ab und Motor geht spotzend oder mit Fehlzündung aus. Sind am Krümmer/Vergaserflansch Isolierscheiben verbaut? Normal kommen da Pertinax oder "Presspappe, Kork... zum EInsatz um eben den Vergaser da etwas zu entkoppeln. Möglicherweise ist auch die Schwimmereinstellung falsch und daher zu mager. Je nach Vergaserausführung und Kaltstarteinrichtung gibts da einige Möglichkeiten wie wo was das sein kann. Wenn möglich probiere es mal mit fetterer Einstellung.

Hoffe das hilft etwas weiter

Andi
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Beitragvon Gutbrod2500 » 27.09.2007, 17:10

Soweit danke.
Nun bin ich nicht der Schrauberkönig, deshalb folgende Nachfragen:
Kondensator ist doch ein relativ kleines zylindrisches Teil im Bereich des Zünd-Verteilers?
Den hab ich noch nicht erneuert!!
Wie kann ich rauskriegen, ob es daran liegt? Reicht es aus, den Motor zum Absterben zu bringen und dann mittels Anlasser an einer Zündkerze nachzuschauen, ob noch ein Zündfunke vorhanden ist? Oder gibt es bzgl. des Kondensators eine Messmöglichkeit im kalten Zustand?

"Thermo-Entkopplung" am Vergaser ist nicht vorhanden. Er ist zwar
ziemlich blöd angebracht, weil direkt darunter der Auspuffkrümmer
verläuft.
Vergaser selbst glaube ich aber eher nicht, weil eigentlich seit Montage des neuen Vergasers der Motor eine wesentlich bessere Laufkultur zeigt.

Ich habe insgeheim auch den mechanischen Drehzahlregler in Verdacht.
Die Nut im Blechteil, über das der Vergaser vom Drehzahlregler angesteuert wird, ist ausgeschlagen und beim letzten Mähversuch ist der heiße Motor an einer Stelle abgestorben, wo das Gras etwas höher und
buschiger war - der Drehzahlregler also eigentlich hätte "eingreifen"
müssen?!

Kurzum: welche Systematik ist sinnvoll?
Erst Kondensator, dann Vergaser, dann Drehzahlregler?
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Beitragvon RT-andreas » 27.09.2007, 20:53

Tja, ne recht einfache Methode wäre zu einem "unmodernen" Autoreparaturbetrieb zu fahren. Also einen, der auch noch Wagen mit Unterbrecherzündung ohne Diagnosestecker beherrscht und reparieren und nicht nur Teile tauschen kann.
Fehler an der Zündung kann man dort gut und einfach mit nem Oszilloskop erkennen.
Ja der Kondensator ist parallel über den Unterbrecher geschaltet und meist ein eher zylindrisches Blechröhrenteil mit Gehäuse auf Masse und Kabel an Pluspol des Unterbrechers. Wenn der so alt ist wie der Motor, einfach ersetzen ohne jeden Kommentar. Die Dinger altern einfach und gehen hin. "Neue" gibts beim Mopedhändler, Oldtimervertrieb... sind in der Bauform unterschiedlich aber recht ähnlich was die elektrischen Daten angeht, wenn er also mechnisch passt, passt er fast immer. Anderer Möglichkeit, Kondensator raus und auf unterbrechergesteuerte Zündung umrüsten, kostet nur rund 5EUR die Bauteile, Schaltplan (na Plan ist hochgeriffen für die 4 Bauteile) habe ich da.
Sollte es der Kondensator, sprich Zündung nicht sein ist wohl der Regler die nächste Verdächtige, da ja der Vergaser neu ist (und damit auch geprüft nehme ich an?).

Gruß

Andi
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Beitragvon Gutbrod2500 » 28.09.2007, 07:15

Puuh!, dann gehn wir mal den Kondensator an.
Bei uns ist ein Bosch-Dienst "alter Schule" um die Ecke. Da werd ichs zuerst probieren.
Ich meld mich dann wegen der Umrüstung nach deinem "Schaltplan", falls die Kosten
dort zu hoch sein sollten.

Gruß:
Harald
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Beitragvon Gutbrod2500 » 30.09.2007, 17:06

update 30.09.07:
verbauter Kondensator war von Marshall. Ohne weitere Bezeichnung.
Boschdienst hatte ein (äußerlich) baugleiches Teil.
Eingebaut; 20 Minuten im Stand bei Halbgas problemlos gelaufen.
(Mäh-)Nagelprobe steht noch aus.

Weiß zufällig jemand im Forum, woher man Hitzeschutzmaterial
(wie heutzutage in Motorrädern unter der Sitzbank verbaut) beziehen kann?
Ich würde dann vorbeugend zwischen Krümmer und Vergaser einen
Hitzeschutz vorsehen?!
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Beitragvon Hoopi » 30.09.2007, 18:25

Hallo Harald,

schau mal bei www.Tuninghaus.de.

Die haben sowas.

Gruß

Hoopi
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Beitragvon baggergert-oh » 28.12.2007, 23:16

Hallo.
Hast Du schon einmal über einen Kolbenfresser nachgedacht? Gruß Gert
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Re: Probleme mit Renaultmotor bei Gutbrod

Beitragvon janoschjustus » 13.06.2014, 19:27

hallo
Habe auch einen Gutbrod 2500 mit Renault-Motor welcher nach 20 min automatisch sich "verschluckt" und dann ausgeht..
Hast Du die Lösung des Problems?
Gruss janoschjustus
janoschjustus
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Re: Probleme mit Renaultmotor bei Gutbrod

Beitragvon SvenS » 26.09.2015, 15:03

Also ich hatte das gleiche Problem an einem frisch restaurierten Motorrad. Der (neue!) Entstörkondensator der Zündung hat die Hitze des Motors nicht vertragen. Kondensator getauscht -> läuft einwandfrei.

Sven
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