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Überlackierung abtragen, aber wie?

Überlackierung abtragen, aber wie?

Beitragvon ST1600TVL » 21.03.2010, 19:07

Hallo,

mein Lanz D3508 Bj. 1950, wurde vor einigen Jahren vom Vorbesitzer restauriert und dabei grau lackiert. Nun möchte ich den grauen Lack wieder entfernen und die Grundfarbe freilegen. Der Lanz soll aber nicht komplett entlackt werden, sondern eben nur die oberste Schicht abgetragen.

Hat von Euch diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt? Gibt es z.B. ein mildes Abbeizmittel oder ähnliches??

Viele Grüße
ST1600TVL
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Beitragvon Lutz » 22.03.2010, 07:15

Moin,
du kannst die Farbe abbeizen. Das funktioniert ganz gut, vor allem auf den Gußteilen. Bloß wie willst du der Beize klar machen, dass sie nur die obere Lackschicht anlösen soll? Selbst wenn die untere Lackschicht drauf bleibt, wird diese von der Beize aufgeweicht.
Mir scheint, das ein solches Vorhaben nahezu unmöglich ist.

Gruß Lutz
Schwatt rut!!!
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Beitragvon Lanz Fan » 22.03.2010, 08:53

Hi,

als ich meinen D2416 nach dem Kauf das Erste Mal mit heißem Wasser abgedampft habe ist ein Großteil der grünen Farbe abgegangen und das Blau zum Vorschein gekommen. Muss aber dazu sagen daß der Bulldog einfach nur übermalt wurde. Hat mir damals leider net all soviel gebracht, weil ich ihn komplett restaurieren und Blechteile austauschen musste.

Gruß Jessi
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Beitragvon mogmuli » 22.03.2010, 09:13

Hallo,

du kannst hauptsächlich hoffen, dass der "neue" Lack ohne Vorbehandlung aufgetragen wurde. So löst er sich relativ leicht mit Dampfstrahler vom alten Lack ab.

Ansonsten würd ich mich, mit Exzenterschleifer auf großen ebenen Flächen , bzw. Beizer langsam vorarbeiten.

Vor allem mit dem Beizer musst eben bisschen ausprobieren , wie lang die optimale Einwirkdauer ist, damit der alten Lackschicht nix passiert !

Ich verwende immer Beizer der Firma Molto ( Bauhaus ), da ist nach ca 5 min. die oberste Schicht weich und lässt sich abdampfen. Aber wie gesagt selber ausprobieren !!!

Für unmöglich halte ich das Vorhaben nicht !

Gruß Daniel
mogmuli
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Beitragvon ST1600TVL » 22.03.2010, 20:31

Hallo,

Danke für die Antworten.

Ich werde es erstmal mit dem Dampfstrahler versuchen, bei der Tankreinigung ging schon relativ viel runter.
Ansonsten versuche ich es mit Abbeizen bei kurzer Einwirkdauer. Und wenn mehr als gewollt runter geht, laß ich es eben anrosten finde ich besser als falsch lackiert.

Viele Grüße
ST1600TVL
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Beitragvon Halerebeck » 28.03.2010, 01:58

Hallo

Wie Hochwertig ist denn die Überlackierung durchgeführt worden?

Ich würde es mit dem Hochdruckreiniger und Dreckfräser probieren, Bei meinem Deutz F1L 514/50 hat das den Lack auch bis auf die untere Lackschicht freigelegt.

mfg
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Beitragvon Rohoelzuender » 28.03.2010, 08:56

Hallo,

Bremsflüssigkeit ist ein relativ mildes Abbeizmittel, allerdings nicht ganz billig wenn man einen kompletten Schlepper damit behandeln möchte.
Außerdem ist das Entsorgen rein umwelttechnisch gesehen nicht ganz unproblematisch....

Gruß Gordon
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Re: Überlackierung abtragen, aber wie?

Beitragvon mogli » 11.07.2010, 16:18

wenn dein problrm noch aktuell ist , kauf dir von der Fa. Wolf den entlacker. einstreichen ein paar stunden warten ,abdampfen fertig, der entlacker holt immer nur eine scgicht runnter , habs probiert , geht prima. du findest die fa wolf im internet oder unter tel. 0726340460
viel erfolg
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Re: Überlackierung abtragen, aber wie?

Beitragvon Treckerhannes63 » 26.03.2014, 00:32

Hallo,

gibt es weitere Erfahrungen mit dem Mittel der Firma Wolf?

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Re: Überlackierung abtragen, aber wie?

Beitragvon Bernd » 26.03.2014, 18:55

Hallo Hannes,

ich habe vor 2 Jahren einen Bulldog mit dem Entlacker von der Firma Wolf Tech entlackt.
Vorrausschicken muss ich allerdings, das der Bulldog Mitte der 90er Jahre in einer Lackiererei
lackiert wurde. Sprich: Professionelle Vorarbeit und moderner Lack.

Das Ergebnis war, wie soll ich sagen, durchwachsen: An manchen stellen ging der Lack nach
einem Arbeitsgang ab, an anderen Stellen musste ich 3 - 4 mal einpinseln und abdampfen.

Vorab hatte ich Abbeizer aus dem Baumarkt probiert, ohne jede Wirkung, der Bulldog wurde nur sauber davon,
der Lack löste sich jedoch nicht.

Beste Grüße
Bernd
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[b]Suche dringend: Eine 16 Zoll Felge vorne vom D3506 Vorkrieg, alte "bauchige" Form!! [/b]
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Re: Überlackierung abtragen, aber wie?

Beitragvon Treckerhannes63 » 27.03.2014, 00:32

Hallo Bernd,

danke für deine Info.
Hab das Zeug vom Wolf gekauft und warte auf wärmeres Wetter.
Werde berichten wie es ausgegangen ist.

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Re: Überlackierung abtragen, aber wie?

Beitragvon Treckerhannes63 » 27.06.2014, 03:47

Hallo,

zwischenzeitlich habe ich das Produkt der Firma Wolf angewendet.
Im Bereich Rumpf, Motor, Kühler und Getriebebereich konnte ich das Mittel mit großem Erfolg anwenden.
Nach 30 Min. konnte man eine erste Reaktion des Lackes erkennen, sehr gute Blasenbildungen.
Nach 40 STD Einwirkzeit kam der Hochdruckreiniger ran, gute 80% des überlackierten Lackes waren in diesem Arbeitsschritt entfernt worden.
Der Originallack zeigte sich ziemlich unbeeindruckt.
Wiederholt haben wir das Prosuckt der Firma Wolf aufgetragen, weitestgehend wurden die überlackierten Lackreste in diesem Schritt gelöst und konnten mit dem Hochdruckreiniger abgetragen werden. Hier und da hat sich in diesem Schritt auch der Originallack gelöst.
Für den D2016 habe ich bis zu diesem Zeitpunkt 3 Dosen des Producktes verwendet.
Bei den Kötflügeln, Felgen und der Haube habe ich mich zur mechanischen Lösung der Lackentfernung entschieden.
Alles in allem kann man das Produkt als empfehlenswert ansehen.
mfG
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