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Standmotor Eigenbau

Maschinen aus der Landwirtschaft

Beitragvon Bulldogfreund » 02.02.2009, 18:19

Danke, Chicken!

Diese Antwort hat mir sehr geholfen. :P
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Beitragvon Chicken » 07.02.2009, 12:06

So hier noch das Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=dVfordh4Yk8
Der Motor läuft hier noch mit Methanol/Öl Gemisch zum Einlaufen bei geschätzt ca. 1000 Umdrehungen pro Minute.
Werde ihn bald auf reines Tankstellenbenzin umstellen.
Zündanlage ist eine selbst gebaute Summerzündung. Das schwierigstes dabei waren die winzigen Zündkontakte am Motor.
Der Stein dient als beschwerung, ich brauche mal eine schwerere Holzplatte. Ohne Stein ist doch ziemlich spazieren gegangen ;)
Gestartet wird der Motor über einen Schubser am Schwungrad.
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 25.06.2010, 20:30

... über ein Jahr vergangen, aber es gibt mal wieder ein neues Projekt. Dieses mal kein Benzinmotor, sondern eine Dampfmaschine.
Materialsatz von Bengs Modellbau. d.H. Alle drehteile unbearbeitet, schwierige Frästeile vorgefräst und müssen nur noch gebohrt werden.
Nach 6 Wochen Bauzeit (ca. 50 Stunden Arbeit) sieht's so aus: (Bilder sagen mehr als Worte)
Ich denk in einer Woche gibt's den ersten Probelauf!

Bild
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Bulldogfreund » 23.06.2011, 19:21

Hallo!

Respekt, dass nenn ich Modellbau vom feinsten!!! Bin auch gerade beim Selbstbau einer Zweizylinder-Modelldampfmaschine. Ich greife aber auf Teile von Wilesco zurück. Ich versuche mal ein Bild anzuhängen.
Dateianhänge
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 31.12.2011, 15:31

Es gibt mal wieder ein neues Projekt

Ich denke sowas gab's bisher noch nie.

Soll ein Dieselmotor werden, mit Einspritzung und Drehzahlregelung. Kompletter Eigenbau. Zweitakt.

Wie er am Ende aussehen soll weiß ich noch nicht, ich bau mehr oder weniger blind drauf los!

Hubraum soll bei 29 cm³ liegen. Natürlich ist bei so winzigen Dimensionen eine reine Selbstzündung in der heißen Kompressionsluft nicht mehr möglich. Ich brauche irgend eine Zündhilfe (Glühkopf oder wie bei den Halbdieseln ein sehr heißer Bereich im Zylinderkopf), wie genau die aussieht weiß ich noch nicht. Ist ja alles sehr winzig.
Wenn da jemand ne Idee hat freue ich mich sehr über Anregungen!

weiteres hier:
http://www.pampa-traktor.de/diesel.html
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon RT-andreas » 31.12.2011, 16:16

Hallo Alex,

für klein(st)e Dieselmotoren gabs mal ne Erfindung von Prosper L'Orange. Statt ner fetten ESP hat der den Üerströmkanal von Hauptbrennraum zu Vorkammer wie beim Vergaser als Venturiedüse ausgelegt. Wurde nun das Gas vom Kolben in die Kammer geschoben saugte es Diesel mit an, zündete in der Kammer an nem Glühstift und nahm auf dem Rückweg nochmal etwas Brennstoff mit. Sollte Die Sache billiger machen.
Andere Variante der einfachen Einspritzung aus der DDR war eine elektrische Pumpe die Sprit sehr schnell durch dünne Rohre förderte, im Kreislauf zum Tank. Ein Abzweig ging zu einer federdruckverschlossenen Düse. Um einzuspritzen wurde dann ein Magnetventil für die Rückströmung in den Tank geschlossen, die abbremsende Kraftstoffsäule baute dann soviel Druck auf, dass es für die Einspritzung ausreichte.
Kleinstmotor und reine Kompressionszündung geht auch, du mußt nur den Sprit anpassen z.B. Äther der a 180° zündet zugeben, so arbeiten die Modell(pseudo)diesel. Die saugen einfach den Sprit per Vergaser an und zünden dann erst per Kompression. Nur regeln kann man da nix, die laufen immer Vollgas. Kompression wird per Gegenkolben eingestellt. Es gab auch Wechselsätze für Glühzünder, da wurde nur der Zylinderkopf ausgetauscht gegen einen mit Gegenkolben, der Rest blieb wie eim Glühzünder. Betrieb je 1/3 Petroleum/Diesel - Motoröl - Ether

Gruß

andi
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 31.12.2011, 17:09

Hallo!

Das Prinzip von Prosper L'Orange kenn ich, ist mir aber zu kompliziert, ich möchte ganz normale Einspritzpumpe mit Einspritzdüse verwenden. Für die Pumpe habe ich auch schon eine erste Skizze da, soll einen 3 mm Pumpenkolben bekommen, der Pumpenhub müsste dann rein rechnerisch zwischen 0,03 mm und knapp 1 mm schwanken je nach Belastung des Motors, müsste also klappen.
Die kleinen Selbstzünder, die Diethylether als Zündquelle verwenden kenn ich auch. Damit möchte ich aber auch nicht anfangen, in den Tank soll reiner Diesel rein.
Als Zündhilfe habe ich bisher entweder an einen normalen Glühkopf gedacht, den man halt entsprechend vorwärmen muss. Schwierig wäre hier wohl die isolation, durch die kurzen Strecken würde die wärme sofort irgendwo hin abhauen.
Oder ein kleines Edelstahlplättchen mehr oder weniger freischwebend im Brennraum, auf das dann der Diesel gespritzt wird. Das sollte im Betrieb dann so heiß werden, daß der Sprit gut selbst zündet. Zum starten müsste halt eine Glühkerze oder so her. Wichtig ist nur, dass wenn er mal läuft er keinerlei elektrische Unterstützung mehr braucht.
Das gibt sicherlich ne riesen tüftelei, aber wäre genial wenn das am Ende irgendwie funktioniert :)
Lieber Gruß,
Dr. Alex Lange

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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon RT-andreas » 31.12.2011, 21:20

Hm,

das wird schwierig. Wenn es ein "Glühkopf" wird könntest du auch noch einen kleinen regulierbaren Verdichterkolben mit vorsehen so wie bei den Modellmotoren. Wärmehaltung der Nase durch isolierende Unterlagscheibe und evtl. Abgasführung direkt "um" die Nase? Ein Nasenkrümmer sozusagen. Könnte dann evtl mit Ether starten und mit Diesel weiterlaufen. Hast du denn jemanden der sooo kleine Düsenlöcher bohren kann? Auch da wäre die Glühnasenvariante wegen der Verdampfungszerstäubung vorteilhaft / einfacher. Statt "Edelstahlblättchen" nimm lieber eine moderne kleine Glühkerze die nachglühfähig ist und bau die wärmeisoliert ein. Da ist da ist das Material für ausgelegt und bestromt startet es sich leichter.
Scheiß Husten, einmal im Jahr Silvester und ich huste lauter als die heute käuflichen BAM-Böller, mal sehen ob der Hustensaft da noch hilft.

Trotzdem allen Guten Rutsch

Andi
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 01.01.2012, 11:56

Bei einem Glühkopf dachte ich wenn dann an eine keramische Isolation zwischen heißem Teil und Zylinderkopf und dann eben einen sehr guten Windschutz, evtl mit glaswolle oder so ausgepolstert.
Das mit der Einspritzdüse ist das kleinste Problem, die wird offen hergsetellt, also nicht gegen Federdruck. Dazu einfach eine Düsenbohrung mit 0,5 mm und von hinten her eine Nadel so weit reindrehen, daß es gerade schön zerstäubt, das klappt wunderbar. Dafür kann man eine gute Nähnadel hernehmen, die sind erstaunlich präzise gefertigt.
An eine Glühkerze habe ich auch schon gedacht, aber die sind viel zu groß. Die kleinste erhältliche Glühkerze die ich jetzt auf die schnelle gefunden habe hat ein M10x1 Gewinde, das ist aber schon fast zu groß, so viel platz habe ich ja schon fast gar nicht ;)
Wendelglühkerzen fallen da auch flach sind alle viel zu groß und die von den Modellbau Glühzündern sind nichts weil da der Wendel ja versenkt ist, muss ja wenn dann offen sein.
Irgendwas wird mir schon noch einfallen ;)
Lieber Gruß,
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Bulldogfreund » 15.04.2012, 15:18

Hallo!

Habe hier ein schönes Video gefunden. :D

http://www.youtube.com/watch?v=cTs4l-Qd ... ure=relmfu
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 15.04.2012, 16:06

Hallo!

Mit Find Hansen hatte ich auch schon kontakt.
Sehr interessante Modelle hat er da gebaut.
Funktioniert gut bei ihm mit einem indirekten Glühkopf.
Sowas in der Art baue ich auch gerade.
Seine Motoren laufen mit Lampenpetroleum, normaler Diesel soll aber auch funktionieren. Der Rußt halt etwas mehr.
Naja zur Zeit komm ich nicht so viel weiter.
Unter der Woche viel arbeit und am Wochenende ist halt doch der Bulldog an erster Stelle, ihr kennt das ja ;)
Lieber Gruß,
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 13.01.2013, 21:21

Hallo!

Das mit dem Diesel hat leider nicht geklappt. Ist jetzt auf Benzinbetrieb umgebaut und läuft.

Aber es gibt wieder ein neues Projekt für 2013 ;)

dieses mal einen Benziner, 4-Takt, Hit'n miss Drehzahlregelung.
Dieses mal eine deutliche Nummer größer, wird 100 cm³ bekommen.
Hier gibts etwas Info! :)

http://www.pampa-traktor.de/hitmiss.html
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 17.02.2013, 11:28

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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Chicken » 24.11.2014, 12:34

Hallo!

Es gibt mal wieder ein neues Projekt. Es muss einfach mal klappen einen Dieselmotor zu bauen.
Hatte damit letzten Winter schon angefangen, im sommer ging nichts weiter, da bin ich lieber draußen ;)

Jetzt soll es dann langsam zur Vollendung gehen.

Daten:
Einzylinder Viertakt Glühkopfmotor
100 cm³ aus 46 mm Bohrung und 60 mm Hub
Kompression ca. 7:1 mit Glühkopfzündung wie beim Lanz
Langsamlaufend durch 2x10 kg Gussschwungrad. Ziel sind deutlich unter 300 Umdrehungen/Minute ;)
Plungereinspritzpumpe wie beim Lanz, 3 mm Pumpenkolben mit 2 mm Pumpenhub bei Vollast (Entspricht einer maximalen Förderrate von 14 µL, leicht überfettetes Gemisch für 100 cm³. im Leerlauf müsste der Pumpenhub so um 0,2 mm liegen), Einspritzpumpe wird direkt von der obenliegenden Nockenwelle aus betätigt.
Offene Einspritzdüse mit 0,1 mm Bohrung, spritzt direkt in ungekühlten Glühkopf aus Edelstahl, welcher vor dem Starten natürlich angeheizt werden muss.
Motor wird wassergekühlt mit zusätzlich wassergekühlter Einspritzdüse im Glühkopf
Paar spinnereien hab ich mir nich vorgenommen wie automatischen Zentralöler mit separaten Ölpumpen für beide Kurbelwellenlager, Pleuellager und Kolbenschmierung.

Mal schauen ob es diesmal klappt mit einem Motor der ohne Strom auskommt und mit Diesel läuft. Anbei der aktuelle Bauzustand:

10386753_619147241540779_1200437368055831415_n.jpg
Lieber Gruß,
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Re: Standmotor Eigenbau

Beitragvon Thomas Tisch » 24.11.2014, 14:38

Hallo,

naja, Glühkopf aus Edelstahl ist vielleicht nicht das Gelbe vom Ei. Schlechte Wärmeleitwerte. Ich hatte mal einen D9506 mit ner Edelstahl Glühnase. Da hat man sich zu Tode geheizt.
Ansonsten alle Hochachtung. Schönes Projekt.

Grüße,

Thomas Tisch
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