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Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Hier können alle Themen diskutiert werden, die sich mit Lanz-ähnlichen Nachbauten jeglicher Art befassen.

Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon lanz7500 » 18.11.2012, 19:58

:klugscheis:
Zuletzt geändert von lanz7500 am 02.03.2013, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Franzm » 31.12.2012, 11:10

Servus,

im Pionier fand ich die letzte Seite passend. Replika und Originaler Eiler nebeneinander. Beide haben ihre Existenzberechtigung.

Auf ein gutes neues Jahr!

MFG.

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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon krahola » 07.01.2013, 20:02

Hallo Kollegen,
ich würde auch gerne wissen, was ein solches Eiler Replikat kostet.

Zum Hintergrund.
Derzeit baue ich einen D3606 bj 1938 wieder auf. Dieser ist bei uns im Dorf gelaufen und den heutigen Rentnern aus deren Jugend bekannt.
Leider sand der Lanz mind. 25 Jahre in einem zuletzt zerfallenen Schuppen und war der Witterung hilfslos ausgsetzt. Der Frostriss am Steigrohr und dem Glühkopf sicherlich eine Folge des fehlenden Deckel. Von patina konnte leider keine Rede mehr sein. Durch meine Recherchen wurde bekannt, dass der Lanz entgegen der originalen Auslieferung schwarz lackiert wurde. Ob im Werk oder vom Besitzer ist nicht bekant.
Nun kam für mich die Frage baue ich das reparierte Steigrohr und den Glühkopf auf oder suche ich ein neue.
Auch die Frage nach der Farbe war nicht einfach zu lösen Werksfabe oder Überlieferung bzw. an den Resten erkennbare.
Ich habe mich bei der Farbwahl für unser Dorf entschieden und ein neues Steigrohr besorgt. nicht original ... jedoch so in unserem Dorf bekannt.
Würe mich interessieren ob ich mich dann auf einem Treffen wegen den beiden begrübdeten Abweichungen vom Original belächelt?

Nun habe ich aber einen Kindertraum und das ist ein Eiler.
Wenn ich könnte würde ich auch ein 100% Replika erwerben nur um einen zu besitzen.
Bei den Preisen welche die Fangemeinde bereit ist zu zahlen frage ich mich, warum John Deere nicht eine Lizensierte offizielle Eiler Auflage startet?
gruss
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Heinrich.L » 07.01.2013, 22:40

Hallo Torsten.

Dein Bulldogtyp kann nicht mit dem Baujahr übereinstimmen!

Gruß Heinrich
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon krahola » 08.01.2013, 11:50

du hattest recht es hat sich ein fehler eingeschlichen es ist der 3506
gruss
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Rohoelzuender » 08.01.2013, 12:43

Hallo,

Mir liegen Bilder von einem 100 Prozent authentischen langen Eilbulldog und Bilder vom gleichen Typ als Replika vor. Wer da mal genau vergleicht merkt recht schnell optische Unterschiede. Felgen, Riemenlauf, Wasserkasten, Kotflügel, Batteriekästen...

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob bei dem Nachbau ein Nachbau als Musterstück diente? Man sollte sich doch wenn schon am "echten" Eiler Maße abnehmen?

Ich will damit keinesfalls die handwerklichen Fähigkeiten niedereden! Nur in einer bestimmten Preisklasse muss halt alles bis zu letzten rostigen Unterlegescheibe zusammenpassen. Meine Meinung.

Gruß Gordon
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Franzm » 20.01.2013, 16:41

Servus!

"Mir liegen Bilder von einem 100 Prozent authentischen langen Eilbulldog und Bilder vom gleichen Typ als Replika vor. Wer da mal genau vergleicht merkt recht schnell optische Unterschiede. Felgen, Riemenlauf, Wasserkasten, Kotflügel, Batteriekästen..."

Damit hatte ich mich damals auch befasst. Wenn nachgebaut dann richtig genau. Aber dann kostet es etwas mehr... Die meisten Nachbauteile halte ich für ungenauen Pfusch. Andererseits auch gut, dass man die Replika gut von den originalen unterscheiden kann :wink:

MFG.

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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Rohoelzuender » 24.01.2013, 10:26

Hallo,

Ja, gut zu wissen wonach man schauen muss, wenn man´s weis. 100.000 Euro investiere ich dann aber doch lieber in eine Immobilie. Da hat man irgendwie doch mehr von und keiner fragt und bezweifelt, ob dies oder das Detail Original ist... :D

Gruß Gordon
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Plagiator » 21.03.2013, 07:14

Hallo zusammen,
mit Interesse habe ich hier im Forum dieses Thema entdeckt und mich sofort angemeldet, um auch mal etwas über den Eilernachbau zu schreiben.
Nachdem ich schon einige Glühköpfe restauriert hatte, ein Ursus war auch dabei, wurde es langweilig und es war mal wieder Zeit für etwas "Neues", einen neuen Lanz Eiler zu bauen. Wie die Kollegen vorher schon erwähnt haben, bekommt man keinen originalen Eiler mehr für einen guten Preis. Kurbelgehäuse, Kurbelwelle und Zylinder hatte ich noch rumstehen, ein paar Fahrzeuge aus meiner 30-jährigen Sammlerleidenschaft verkauft und mir dann ein neues Eiler- Getriebe in Holland gekauft. Um die ganze Sache interessant zu machen, war das Getriebe nicht komplett zusammengebaut, weil den Rest kann ja jeder, sondern es war alles in Einzelteilen dabei. Da war das bearbeitete Getriebe, eine Kiste mit den fertigen Zahnrädern, die Gußdeckel fürs Getriebe, die Lenksäule, die Radgewichte, etc. alles unbearbeitet. Wenn man keine Fräs- oder Drehmaschine, meine sind CNC- Maschinen, nicht aus dem Umfeld Maschinenbau kommt, nicht genug Zeit, Energie, Einfallsreichtum und nicht genügend Beziehungen hat, lässt man besser die Hände davon sich ein Getriebe zu besorgen, zumind. in dem Zustand wie meines war. Nach 3 Jahren war der „neue Eiler“ dann fertig und er läuft wie ein Zäpfchen. Und soll ich euch eins sagen: Beim fahren mit dem N-Eiler und eunem O-Glühkopf merke ich maschinell überhaupt keinen Unterschied. Also ist es doch nur eine Kopfsache, denn wenn ich mit dem neuen Eiler fahre, bin ich stolz auf über die Jahre erbrachte Leistung und das Ergebnis. Es ist einfach eine schöne Maschine geworden, auch mit Edelstahlschrauben, Hutmuttern aus Messing und 2-K Lack.

Ach ja, um auf die Kosten zu kommen. Wenn man sich ein fertiges Getriebe kauft, schätze ich die Kosten auf ca. 65.000- 75.000 Euro.

Schöne Grüße, Euer Plagiator ☺
Zuletzt geändert von Plagiator am 21.03.2013, 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon baeckermeister » 21.03.2013, 09:33

Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Leistung. :beifall: :beifall: :beifall: :beifall:

Ich stimme Dir hier vollkommen zu, es ist eine Kopfsache.

Mich würden Bilder von Deinem Eiler interessiern, kannst Du mal welche einstellen?

Herzlichen Dank

Gruß
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Franzm » 22.03.2013, 08:43

Servus Plagiator!

ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem "Komplettbausatz" alles in Eizelteilen, und wo noch einige Nacharbeiten nötig sind, mit der Summe auskommen würde. Auch wenn man viele Motorteile da liegen hat, die man aus alten Zeiten für ein paar Mark erstehen konnte.
Nur heute ist auch das alles viel, viel teurer geworden. Und wenn dann schon 35Tsd + Mwst für ein Getriebe veranschlagt werden, dürfte es schnell 6 stellig werden. Mit Seilwindenanbau erst recht.


MFG.

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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Schorsch » 22.03.2013, 22:39

Hallo Plagiator,

du schreibst:
"Also ist es doch nur eine Kopfsache, denn wenn ich mit dem neuen Eiler fahre, bin ich stolz auf über die Jahre erbrachte Leistung und das Ergebnis. Es ist einfach eine schöne Maschine geworden, auch mit Edelstahlschrauben, Hutmuttern aus Messing und 2-K Lack."
Ich kann das nachvollziehen, und das war handwerklich sicher eine tolle Leistung. Und das Ergebnis spricht sicher für sich (und für dich). Und ich will das auch nicht herabwürdigen.
Aber dennoch: Mich persönlich interessieren diese Nachbauten nicht. Wenn ich auf ein Treffen oder in ein Museum gehe, möchte ich Originale sehen, die eine Geschichte erzählen, die einen realen Bezug herstellen zu der Zeit, in der sie gebaut wurden, die eine Maschinennummer besitzen, aus der ich ableiten kann, wann sie gebaut wurden, die eine Ausstattung besitzen, aus der man folgern kann, was sie denn in ihrem Arbeitsleben geleistet haben, die vielleicht nicht originale Umbauten zeigen, die einen Eindruck vermitteln, wie die Arbeit mit den Maschinen früher aussah, und und und...

Nichts für ungut, aber ich habe kein Interesse daran, die Handwerkskunst und die Qualität von CNC-Maschinen anhand eines Fakes zu bewundern, und die Phantasie und das Schönheitsempfinden eines mir völlig unbekannten "Plagiators", manifestiert in einem Nachbau-Eiler, interessiert mich auch nur sehr bedingt.

Das ist meine Kopfsache. Bitte nicht böse sein, das ist ganz sicher nicht persönlich gemeint, sondern beschreibt nur mein ganz eigenes Empfinden.

Mit Gruß, Schorsch
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Franzm » 23.03.2013, 12:21

Servus!

Schorsch's Einstellung kann ich nur teilen. Hochachtung vor dem, wer einen "Plagiatoreiler" gut aufbaut, mit CNC Technik bearbeitet, Servo, Standheizung, und allem was es damals nicht gab, sich einen besser fahrbaren, komfortableren Eiler baut als damals möglich. Man müsste den Neuen effektiv besser bauen können als zu damaligen Zeiten. Der Erbauer sollte meines Erachtens zum Plagiat stehen. Z.B. beim Typenschild angefangen.
Aber, ein Eiler dieser Gattung ist für mich einfach nur tot. Er hat keine Geschichte, er ist eben "nur" neu nachgebaut.
Plagiator, hast du dein Exemplar zugelassen? Wie hast Du das mit der Schleppernummer und Baujahr gehandhabt, bzw. ist angegeben bzw nachgewiesen, dass dein "Hollandgetriebe" neu ist und eine technische Zulassung für den Straßenbetrieb hat :?:

MFG.
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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Rohoelzuender » 23.03.2013, 17:42

Hallo,

Es spricht nichts dagegen, wenn man sich einen Phantasiebulldog zusammenbaut oder kauft und dann ehrlich mit der Thematik umgeht. So wie es hier der Fall zu sein scheint. Es ist aber schlichtweg Geldverbrennung, wenn man dafür originale Schlepper verkaufen muss. Aber das ist natürlich Privatsache. Was nicht mehr Privatsache ist, wenn diese nachgebauten Bulldog undeklariert auf historischen Ausstellungen auftauchen. Bislang habe ich aber bei keinem Eilernachbau einen Hinweis auf einem Treffen geshen wo klar geschrieben stand z.B.: Nachbaueiler vom Typ D25.. Baujahr 2010. Erbauer: Firma Glattstahl, Buxtehude. Beispielsweise.

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Re: Lanz Eiler Neu reichen 100000?

Beitragvon Lanz-Timo » 23.03.2013, 21:08

Hallo,
warum kann denn nicht Jeder machen was er will, ohne das der auf die Finger geschlagen bekommt?
Wenn jemand Spaß an der Fahrweise, der Startprozedur und dem Klang hat und der "Wert" des Orginalen nur zweirangig ist, wieso nicht! Was in den Papieren steht ist doch sch...egal!
Wer nur "Orginale" will und Spaß dran hat der käuft sich halt so einen und gut ist.
Ein Glück gibt es für Jeden was.
Frage:
Ist denn ein zusammengewürfelter 35er Glühkopf, der aus orginalen Vor- und Nachkriegsteilen und einer Ursus Kurbelwelle besteht jetzt auch ein Plagiat? Muss ich jetzt 2011-2013 aufs Typenschild klopfen?
Gruß Timo
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