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Lanz Bulli D1106

Restaurationsberichte von euren Maschinen

Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 11.07.2012, 17:58

Im nächsten Schritt mußte ich mir überlegen, wie ich eine Rissbildung in den Kotflügeln verhindern kann, die durch das seitliche hin- und herschwingen des Verdeck auftreten können. Da haben wir in der Vergangenheit leider schlechte Erfahrungen mit einem Peko Verdeck auf unserem Güldner gehabt, das ähnlich wie beim D1206 nur seitlich angeschraubt war und nicht, wie man es sonst kennt, noch einmal zusätzlich oben drauf.
Die Antwort lautet: Kotflügel verstärken. Die Außen- und Innenseiten sollten also Metallplatten bekommen, durch die dann gebohrt und die Verdeckhalterungen verschraubt werden. Die ursprünglichen 10mm Stahlplatten waren doch etwas zuviel des guten und mit der Rücksprache eines erfahrenen Metallbauers riet er mir zu jeweils 3mm dicken Metallplatten. Und so sieht das Ganze aktuell aus:
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 11.07.2012, 18:00

Kotflügel linke Seite:
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 11.07.2012, 18:02

Kotflügel Innenseite:
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 11.07.2012, 18:06

Baustelle komplett:
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Re: Lanz Bulli D1106 und Lanz D1206

Beitragvon Rohoelzuender » 15.07.2012, 17:44

Hallo,

Aufgrund der guten Wetterlage, sprich Regen, bin ich diese Woche gut voran gekommen. Nachdem das Verdeck in seine Einzelteile zerlegt war, konnte die Entrostung beginnen. Der Federmechanismus der klappbaren Frontscheibe blieb dabei zusammen. Er wurde wie alle anderen mit der Drahtbürste nicht erreichbaren Stellen sandgestrahlt. Doch zunächst waren die gut erreichbaren Flächen und der Winkelschleifer mit Zopf- und Topfbürste an der Reihe.
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Re: Lanz Bulli D1106 und Lanz D1206

Beitragvon Rohoelzuender » 15.07.2012, 17:55

Im nächsten Schritt kamen verschiedene Aufsätze mit der Bohrmaschine zum Einsatz. So konnten über 90 Prozent der gesamt zu bearbeitenden Fläche entrostet werden. Der vorletzte Schritt der Entrostung war das Sandstrahlen mit einer 1:1 Mischung aus Quarzsand und Hochofenschlacke. Dafür habe ich mal ein wenig investiert und eine Saugbecherpistole von Schneider Drucklufttechnik gekauft. Die geht sehr gut. Mit anderen Systemen hatte ich, bzw. das Sandstrahlgerät, immer Verstopfungen. Dazu muss ich sagen, dass sich die Mischung von Quarzsand und Hochofenschlacke sehr bewährt hat.
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 15.07.2012, 18:13

Nun wurden alle Teile mit Druckluft gereinigt und mittels Benzin grob vorgewaschen. Gerade beim Federmechanismus der Frontscheibe machte eine Spülung mit Druckbecherpistole und Benzin Sinn, um den angesammelten losen Rost und anderen Schmutz herausspülen zu können. Nach der Trocknung wurden alle Teile mit Silikonentfernen abgerieben. Als Unterlage dient hier die alte Dachplane. Sehr praktisch. Da bekommt der Begriff Mehrwert doch gleich eine ganz andere Bedeutung. Die beiden original Spriegelstangen werden durch zwei neue ersetzt. Die alten sind ordentlich verbogen. Zu meinem Erstaunen mußte ich feststellen, dass eine der beiden nachgefertigten Spriegelstangen nicht auf die neuen Führungsringe paßte. Also etwas aufgebohrt. Gut wenn man es vor dem lackieren prüft. Die Führungsringe sollten ohne große Mühen in die Spriegelstangen gleiten, weil man die bei der Montage der Dachplane nicht mehr hin und her bewegen kann wie im Ausgebauten Zustand.
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 15.07.2012, 18:17

Das Haupteil des Verdeck vor der Fertan Behandlung:
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 15.07.2012, 18:22

...und nach der Fertan Behandlung.
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 15.07.2012, 18:32

Natürlich wurden auch die anderen Teile alle mit Fertan behandelt. Für den Federmechanismus der klappbaren Frontscheibe kam wieder die Druckbecherpistole zum Einsatz. Betankt mit Fertan wurde es satt in die beiden Federgehäuse eingebracht. Alles andere wurde mit dem Pinsel aufgetragen. Das gesamte Verdeck war mit knapp 500 ml Fertan zufrieden. Umgerechnet rund 10 Euro. Das Wort preiswert trifft es am besten. Jetzt muss das alles mindestens 24 Stunden einwirken, bevor es mit Wasser abgewaschen wird. Ich lasse es aber immer 48 Stunden drauf, der Sicherheit wegen.
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Re: Lanz D1206 mit Fritzmeier Verdeck

Beitragvon Rohoelzuender » 17.07.2012, 18:11

Hallo,

Nach der 48 stündigen Wirkzeit war heute Waschtag:
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Re: Lanz D1206 mit Fritzmeier Verdeck

Beitragvon Rohoelzuender » 17.07.2012, 18:34

Nach dem Trocknen wird das Verdeck zusammengebaut. Dabei bleibt die Frontscheibe vorerst noch draußen. Der nächste Schritt ist erst einmal der Besuch vom Sattler, der mir die Frontplane sowie die beiden Seitenplanen anfertigen soll. Entsprechend müssen noch die Halterungen am Schlepper angepaßt und wieder Löcher in die Kotflügel gebohrt werden. Das will ich frischem Lack, egal ob am Schlepper oder am Verdeck, nicht zumuten. So arbeitet es sich entspannter. Erst danach wird das Verdeck wieder zerlegt, grundiert und lackiert. Die Dachplane kam heute mit der Post und entspricht exakt meinen Vorstellungen. Das beigefarbene PVC- Material und dessen Maserung sehen authentisch aus.
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Re: Lanz D1206 mit Fritzmeier Verdeck

Beitragvon Rohoelzuender » 22.07.2012, 08:47

Hallo,

Nach dem Trocknen der Teile haben mein Vater ich zuerst die neuen Gummidämpfer in die Federarme eingebaut. Mit reichlich Silikonspray, etwas Hilfswerkzeug und einem Schraubstock ging es ganz gut. Bei den kleinen Gummibuchsen ist es ratsam diese nicht ganz in die Federarme einzudrücken, weil die Stahlbuchse, die dann noch hineingeschoben werden muss, arg klemmt und die Montage erschwert. Besser ist es die Gummibuchse erst nur etwa ein Drittel einzudrücken, dann die Stahlbuchse einzuschieben und beides zusammen im Schraubstock oder in einer Presse in die Endlage einzudrücken. Die mit Silikon eingeschmierten Federarme wurden anschließend mit Silikonentferner gewaschen, damit bei der weiteren Montage am Verdeck nicht das Silikon an anderen Teilen weiter übertragen wird und eine spätere Lackierung gefährdet.
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Re: Lanz D1206 mit Fritzmeier Verdeck

Beitragvon Rohoelzuender » 22.07.2012, 09:01

Alles könnte ja so einfach sein, wenn man bestellte Teile sofort einbauen könnte ohne noch einmal die Flex und das Schweissgerät zu bemühen. Aber nein...

Der bei meinem Verdeck nicht mehr vorhandene Frontrohrbügel wurde bestellt. Als das Paket mit der Post kam, ich 120 Euro ärmer und der Karton geöffnet wurde, fiel mir noch nichts auf. Eine Minute später am Verdeck kam dann die große Überraschung. Die Teile waren so verschweißt, dass die Tür vor dem rechten Hinterrad gewesen wäre. Normalerweise ja vor dem linken Hinterad. Einen englischen Schlepper wollte ich auch nicht draus machen. Also Flex herbei und die Teile eingeschnitten, in die richtige Richtung gedreht und wieder zusammengeschweißt.
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Re: Lanz Bulli D1106

Beitragvon Rohoelzuender » 22.07.2012, 09:03

...noch ein Bild von der Aktion....
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