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Hanomag R332 klackert Ventielspiel einstellen???

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Hanomag R332 klackert Ventielspiel einstellen???

Beitragvon Timmy_the_kid » 21.06.2006, 13:07

Hallo zusammen!

Mein Trecker klackert, habe mal den Zylinderkopf deckel abgenommen und denke es ist das Ventielspiel allerdings habe ich von Traktoren nicht so die Ahnung und von Diesel sowieso noch nicht bis jetzt schraube ich nur an PKW meistens 16v mit Hydoschlüssels da brauch man nichts einstellen. Wäre also Super wenn mir einer die Werte sagen würde und wenn noch Zeit ist, mir eklären würde wie ich vorgehen soll (wäre super!).

MfG Timmy
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Beitragvon Timmy_the_kid » 23.06.2006, 01:01

HHAAALLLLLLLLOOO,

ist jemand zu Hause :?: :?: :?:
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Beitragvon Hendrik Deters » 23.06.2006, 09:36

Timmy_the_kid hat geschrieben:HHAAALLLLLLLLOOO,

ist jemand zu Hause :?: :?: :?:


Jaa! :wink:

Ich habe die genauen Einstelldaten jetzt grad nicht im Kopf, hier kannst du sie aber nachlesen:

www.vorglueh-ig.de

Später gebe ich Dir noch ein paar Tips, da ich gerade keine Zeit habe, weiter zu tippen.

Bis später,

Hendrik
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Beitragvon Hendrik Deters » 23.06.2006, 12:13

So, da bin ich wieder.

Zum Ventilspieleinstellen von alten Schleppern benötigst du folgende Werkzeuge:

- Fühlerlehre
- Ringschlüssel (wahrschinlich 17er)
- Schraubenzieher (flache Klinge, muß perfekt passsen!)

Fang beim ersten Ventil an. Achte darauf, daß das Ventil, das du gerade einstellen möchtest, NICHT belastet wird. Am besten erkennst du das daran, daß das benachbarte Ventil des betreffenden Zylinders gerade betätigt wird.
Löse mit dem Ringschlüssel die Kontermutter der Kipphebel über den Stößelstangen. Laß den Ringschlüssel auf der Kontermutter!
Jetzt kannst du die Fühlerlehre mit der richtigen Dicke zwischen Ventil und Kipphebel schieben. Drehe dann mit dem Schraubenzieher die Einstellschraube vorsichtig soweit rein, daß der Kippel auf der Fühlerlehre zu liegen kommt, sie jedoch nicht festklemmt.
Jetzt ist das Ventilspiel eingestellt, es muß nur noch die Einstellschraube gekontert werden.
Dazu mit dem Schraubenzieher die Einstellschraube festhalten und mit dem Ringschlüssel die Kontermutter fest anziehen (...aber nicht zu fest, denn nach fest kommt ab :shock: ).
Kontrolliere nochmal das Spiel. Lieber zu viel Spiel als zuwenig!

Das gleiche jetzt Ventil für Ventil wiederholen, dabei dementsprechend die Kurbelwelle weiterdrehen.

Gruß,
Hendrik
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Beitragvon Hendrik Deters » 23.06.2006, 12:18

Nachtrag:

Ventilspiel: 0,25mm beim WARMEN Motor!

Gruß

Hendrik
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Beitragvon Timmy_the_kid » 23.06.2006, 13:03

Hallo Hendrik,

vielen vielen Dank für deine Hilfe!!!

Werde mich mal dran manchen, doch wo ich den Motor drehen soll weiß ich leider nicht. Früher konnte man die alten Treckers ja vorne andrehen aber da ist alles verbaut kommt man also nicht dran. Ich weis einfach nicht wo ich dir Kurbelwelle drehen soll. Soll ich den Anlasser nehmen??? Also kurz andrehen lassen???

Die Seite die du mir gezeigt hast, hier steht für das Ventilspiel folgendes: Einlaß 0,15 mm, Auslaß 0,25 mm bei warmer Maschine.
Weiß auch garnicht welches das Einlass und welches das Auslass Ventile ist. Wenn ich vor der Einstritzpumpe stehe, welches ist das rechts und welches links??

Soll ich das so machen oder lieber überall 0,25???

Und dann steht da bei warmen Motor aber der klackert so. Soll ich mal lieber erst mal schauen, ob welche stark lose sind und die ein bisschen einstellen z.b. 0,4???

Weiß nicht ob das jetzt überhaupt das Problem ist vieleicht kommen die lauten geräusche ja auch wo anders her was könnte denn da noch kaputt sein? Vieleicht ist die Ölpumpe kaputt hier steht der Trecker hat: Druckumlauf mit Zahnradpumpe, woran merket man den defekt??


Werkzeug habe ich alles!


Mfg Timmy
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Beitragvon Hendrik Deters » 23.06.2006, 15:32

Grundsätzlich würde ich bei einem alten Trecker als erstes den Ventiltrieb kontrollieren, da der in der Regel noch nie kontrolliert wurde.

Deshalb: Alles neu grundeinstellen!

Welches Maß du letztendlich einstellst, bleibt dir überlassen. Wie gesagt: lieber zuviel Spiel, als zuwenig.

Wenn du die Einlaß- und Auslaß-Ventile unterscheiden willst, schau dir an, wo ansaug- und Auspuffkrümmer an den Zylinderkopf gehen. dadurch kannst du die Funktionen sicher unterscheiden (Wenn du ein einheitliches Einstellmaß wählst, ist es eh egal).

Zum Durchdrehen:
Schraub einfach die drei Glühkerzen raus, dann kannst du den Motor per Hand (z.B. am Ventilator) durchdrehen.

Gruß,
Hendrik
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Beitragvon Timmy_the_kid » 23.06.2006, 16:41

Im Prinzip weiß ich jetzt alles zum Ventil einstellen aber was genau heißt das Ventieltrieb kontrolieren bzw. einstellen.

Und was meinst du genau damit, alles neu grundeinstellen???
Je genauer und je mehr du schreibst, je leichter ist es für mich!

Also ich schraube normal an Pkws und bin gerlernter Maschinenbauer.

f.grüssen
Timmy
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Beitragvon Hendrik Deters » 24.06.2006, 19:30

Moin!

Mit "Ventiltrieb kontrollieren" meinte ich schlicht und ergreifend, als erstes den Ventildeckel abnehmen und mal schauen, wie's da so aussieht.
Ist alles gleichmäßig ölig?
Vielleicht sogar Rost vorhanden, weil jahrelang Wasser drin gestanden hat?
Oder kann man die Ventilfederwindungen vor lauter Öl-Dreck-Kruste nicht mehr erkennen? (War bei meinem Eicher so).
Ist evtl. eine Ventilfeder gebrochen? (War bei meinem Ferguson so).
Haben die Kipphebel auf der Welle viel Spiel?

Und dann -natürlich als wichtigster Bestandteil- das Einstellen der Ventile.

Das meinte ich auch mit der "Grundeinstellung". Wenn du vorher noch nie was an diesem Trecker in dieser Richtung gemacht hast, rate ich dir dringend, alle Ventile neu einzustellen, und nicht "stichprobenartig" zu schauen wo's noch geht oder vielleicht auch nicht.

Stell' alle Ventile neu ein, das übt :wink: und du weißt dann, woran du bist.

Bei den Hanomag-D21-Motoren (egal welcher Bauart) klappert in der Regel ziemlich viel. Angefangen von den Ventilen bis hin zur Einspritzpumpe. Probier halt mal das Klappern genau zu orten. Das müßte doch eigentlich für dich als Masch.-bauer kein Problem sein!

Gruß, Hendrik
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Beitragvon Timmy_the_kid » 25.06.2006, 00:55

Hallo Hendrik,

also den Ventieldeckel habe ich schon längst abgenommen, optisch ist da alles ok.

Bis auf die kleinigkeit das ein Ventilspiel etwas größer ist als von den andern. Ich werde jetzt sowieso alle einstellen!

Das Klappern genau zu ordnen, das ist halt das Problem. Als aller erstes hätte ich gesagt unter dem Ventildeckel läuft alles ohne öl und da kein öl mehr da ist, höhrt es sich laut an.

Aber ich muss mich da auch erst mit auseinandersetzten. Ein Buch wäre gut damit man sieht wie alles aufgebaut ist. Oder weningstens einige Fotos.

Unter dem Luftfilter ist ja normal öl hier ist fast alles alle, ob es daran liegt?

Welche aufgabe hat das öl unter dem Luftfilter genau? Schmiert es den Kolben bzw. Zylinderwände?

F. grüsse Timmy
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Beitragvon Tim_Tayler2 » 25.06.2006, 07:45

Hallo Timmy,

"unter dem LuFi"?
Meinst du ewentunnel das Unterteil des Ölbadfilters? Da gehört (Auge mal Pi) ein bis eineinhalb Liter Öl rein.
Hat nix mit Schmierung zu tun, auch wenn immer etwas Öl mit in den/die Ansaugkanäle kommt.
Luft wird dort durch das Öl angesaugt und so wird verhindert, daß Fremdkörper (Staub, Fliegen, Heu, Schrauben, Muttern :wink: ) in den Brennraum gelangen.

Grundsätzlich ist es schwer, ein Geräusch per Ferndiagnose zuzuordnen; da könnte man genau so gut raten.
Vielleicht gibts bei dir in der Nähe einen Traktorschrauber (muß ja nich Hanomag sein), der dir etwas unter die Arme greifen kann.

Hier auf diesen Seiten gibt es eine Mitgliederkarte:

http://www.traktorhof.com/forum/portal.php

http://www.deutzforum.de/index.php


Schönen Gruß u. viel Erfolg.[/url]
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Beitragvon Timmy_the_kid » 25.06.2006, 10:48

Hallo Tim,

bei einer Ferndiagnose ist es ja schwer, fast unmöglich einen Fehler zuzuorden. Das weiß ich ja ich wollte nur aus euern Erfahrungen was lernen (vieleicht hatte einer schon so ein problem).

Die Seiten werde ich natürlich durchstöbern!

Jetzt habe ich sogar noch ein Problem mit einem Porsche F108.

Ein Bekannter hat mir den vorbeigebracht. Er hat von einem Treckerschrauber die Einspritzpumpe wechseln lassen und der bekommt das jetzt nicht mehr zum laufen. Er findet nicht die richtige einstellung. Ich habe mal im Internet gesucht und jemand hat mir ein Datenblatt zugeschickt. Dieses Datenblatt habe ich dem schrauber zukommen lassen der kann damit aber nichts anfangen,
ich leider auch nicht (bin aber auch kein Treckerschrauber, noch nicht :mrgreen: )

Also hier steht
Antrieb: einstellbar Rollenstößel (v.d. Nockenwelle aus)
Förderbeginn 33° vor OT

Kann damit einer was anfangen???
Wo sehe ich wo der OT ist gibts da an der Schwungscheibe eine Markierung wie beim PKW??? Und was sollen die 33°???
Und was genau soll ich an den Rollenstößel v.d.Nockenwelle einstellen???

Fragen über Fragen...

Der Treckerschrauber arbeitet in einer Trecker Fachwerkstadt
(die haben bestimmt nur neue Trecker).

F. grüsse Timmy
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Beitragvon Tim_Tayler2 » 25.06.2006, 15:13

Hallo Timmy,

ich muß vorausschicken, daß ich bei Porsche nicht wirklich fit bin, aber normalerweise ist OT an einer leicht zugänglichen Stelle markiert; meistens die Treibscheibe des Keilriemens.

33° v. OT bezeichnet den Einspritzbeginn.
Such dir OT, markier die Stelle an der Treibscheibe, jetzt 33° entgegen Laufrichtung zurückdrehen -> das ist dein Förderbeginn.

Auf die 33° kommst du ganz leicht:

Umfang (od. Durchmesser) v. Scheibe messen (den Durchmesser mal Pi ergibt Umfang) -> das Ergebnis durch 360 teilen, dann mal 33.

Hier gibts auch eine bebilderte Anleitung dazu (bezieht sich zwar auf Deutz, aber das Prinzip ist gleich):

http://www.deutzforum.de/thread.php?threadid=2526
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Super!!!

Beitragvon Timmy_the_kid » 25.06.2006, 16:53

Also Tim,

das ist Super!!!

Bin jetzt bestimmt erst mal beschäftigt :D

Hoffentlich steht in der beschreibung was ich bei 33° vor OT machen soll mit der Pumpe meine ich.

Doch erst mal danke danke!!!

MfG Timmy
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