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Zapfwelle abdichten

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Zapfwelle abdichten

Beitragvon Markus 2416 » 07.10.2017, 21:30

Hallo zusammen,
ich muss bei meinen 2416 die Zapfwelle abdichten. Ich habe gedacht das ich den Hinterendeckel der mit drei Schrauben befestigt ist nach dem entfernen der Schrauben so abziehen kann. Der Deckel lässt sich wohl drehen aber nicht abziehen. Ich wollte jetzt auch keine Gewalt anwenden. Meine Frage an euch : Sollte der Deckel so abgehen oder muss der mit der Welle raus?
Danke im Voraus

Gruß Markus
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Alex1616 » 08.10.2017, 08:42

Hallo Markus,

Der Deckel wird nur von den 3 Schrauben gehalten.
Vielleicht ist die Welle eingelaufen und daher verhakt sich der Wedi.
Drehe diesen um 60 Grad und versuche am besten mit 3 Schaubendrehern in der entstandenen Lücke den Deckel heraus zu wuchten. Allerdings gleichzeitig die Zapfwelle stützen.
Da bei meinem letzten 1616 die Welle sehr stark eingelaufen war, habe ich in die Löcher ein Gewinde geschnitten und mit einem 3-Backen-Abzieher den Deckel entfernt.

Wenn der Deckel abgezogen ist und du den Wedi entfernst musst du vorsichtig sein, dass dus den forderen Kragen nicht sprengst.

Hoffentlich konnte ich dir weiter Helfen.

Gruß Alex
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Markus 2416 » 08.10.2017, 12:32

Hallo Alex,
danke für die Ratschläge. Werde mich die Tage mal ans Werk machen.
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 17.03.2018, 16:24

Hallo Alex,

kannst Du mir noch was zzum Ausbau der WEDI sagen?
Was meinst Du mit vorderer Kragen.
Bei mir ist innenseitig noch eine Metallhülse...die ist aber leider schon hin...
Gibt es hier einen speziellen WEDI oder welchen hast Du neu eingebaut?
Danke und Gruss Robert...
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Alex1616 » 17.03.2018, 18:57

Hallo,

zum Ausbau des Wedi‘s lässt sich nicht viel sagen. Bei mir hat der Ausbau nur einmal reibungslos mit dem innenabzieher funktioniert. Meistes bleibt jedoch der metallische Außenring stecken. Ich gehe davon aus, dass du dies mit Metallhülse meinst. Wenn nicht, schicke uns doch mal ein Bild davon!

Unten hänge ich ein Bild an, dass den Kragen zeigt auf den du aufpassen musst.

Es wird ein ganz normaler Wellendichtring mit Staublippe (Bauform AS?) eingebaut.

Im Anhand auch noch ein Bild, wie wir die eingelaufene Welle wieder fit gemacht haben.

Gruß Alex
Dateianhänge
E76407F7-AC2D-424D-B139-F33E76F60BBA.jpeg
Reparatur der eingelaufenen Zapfwelle
E76407F7-AC2D-424D-B139-F33E76F60BBA.jpeg (69.93 KiB) 1593-mal betrachtet
6B78CE2D-8C3F-4BE0-8FF8-08D2397F8181.jpeg
Zapfwellenlagerdeckel beschädigt
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 17.03.2018, 19:15

Hallo Alex,

Danke für die rasche Rückmeldung.
Hat zum Glück - ohne Beschädigung - geklappt...
Zapfwelle ist auch minimal eingelaufen.
Nehme dann lieber einen 10er WEDI anstelle einen 12er.

Cu Robert
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 18.03.2018, 09:41

Hallo Alex,

nach Ausbau vom Wellendichtring war festzustellen, dass dieser
mit der Bodenfläche Richtung Getriebe eingebaut war und die
offene Seite mit Dichtlippe nach hinten...
Ist doch eigentlich andersrum korrekt, d.h. Lippe immer in Richtung Öl?

Da jedoch die Zapfwelle axial Spiel, nach hinten hat, wurde durch die glatte
Seite vom Dichtring ggfs. nach vorne gedrückt.

Wie hast Du die WEDI eingebaut?
Danke Cu Robert...
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Alex1616 » 18.03.2018, 13:44

Hallo Robert,

dann ist es auch kein Wunder, dass deine Zapfwelle undicht ist.
Wenn du vom Getriebe aus schaust, muss immer die offene Seite des Wedi’s sichtbar sein.

Also den neuen wie im Lehrbuch einbauen. Dichfläche beim einführen leicht mit Fett benetzen.
Wechselst du bei der Gelegenheit gleich das Kegelrollenlager?

Wenn die Welle „sauber“ eingelaufen ist, also eine feine Rille vom Dichtring, dann kannst du dies mit einem neuen Wedi mit abweichender Dicke kompensieren.
Da deiner jedoch eh falsch eingebaut war, wirst du zwei feine Rillen haben.

Gruß Alex
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 18.03.2018, 20:08

Hallo Alex,

noch eine Frage:
Die Zapfwelle kann ich einfach mit Hand nach hinten um ca. 5mm bewegen,
d.h. das hintere Kugellager geht nach hinten aus dem Getriebegehäuse!!!
Das kann doch nicht so gewollt sein?
Auch wenn der hintere Deckel ran geschraubt ist kann sich die Welle doch
nach hinten verschieben.
Wenn ich die Welle normal vorne ist greift diese auch sauber in die Kegelräder
ein, wenn sie nach hinten gerutscht wurde, dann eben nur mit einem Versatz...
Besten Dank für die Rückinfo...
Cu Robert
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 19.03.2018, 11:10

Hallo,

anbei noch Bilder zum Thema axiales Spiel der Zapfwelle...
Dateianhänge
Za vorn v hinten.jpg
za hinten v vorn.jpg
Za hinten.jpg
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 19.03.2018, 11:12

Und noch eins...
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za vorn v vorn.jpg
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Lanz2016 » 19.03.2018, 14:19

Hallo,
vor dem Hinteren Lager (Richtung Getriebe) sitzen auf der Welle (mehrere) Abstandsscheiben (Zwischen 0,1-2mm dick nach Bedarf), um das Axialspiel der Welle einzustellen. Das heißt, wenn der Hintere Deckel drauf geschraubt ist, sollte bei ganz zurückgeschobener Welle die Kegelräder passend aneinander stehen. Die Frage ist, warum das jetzt nicht mehr so passt, oder ob es schon vorher nicht passte (Wobei man das auch an den Zähnen der beiden Kegelräder sehen müsste, wie weit die ineinander gepackt haben.
So (ähnlich) habe ich das auch bei meinem 65er eingestellt, ich hoffe ich konnte dir damit weiter helfen.
Ich kann dir auch gerne einen Auszug aus der ETL vom 24er zukommen lassen, wo man es sieht.

MfG
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Re: Zapfwelle abdichten

Beitragvon Sugar13 » 19.03.2018, 18:42

Hallo Lanz2016,

Danke für die Antwort, habe es jetzt erkannt.
Der Deckel drückt von hinten auf das Kugellager und fixiert so die Welle...
Cu Robert
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