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Neuer Brief

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Neuer Brief

Beitragvon wwkoeln » 17.01.2017, 15:10

Gibt es einen Trick Flensburg zum "schnellen Antworten" zu bewegen.

Habe jetzt schon 3 Anfragen gestellt in 6 Wochen mir doch bitte mitzuteilen was ich unternehmen muss um einen neuen Brief zu bekommen.

Der alte ist nämlich beim Vorbesitzer verloren gegangen :evil:

Ist mir zwar ein Rätsel wie "Briefe" verschwinden, aber es ist leider so.

Oder hat jemand hier die zündende IDEE wie ich an einen Brief komme ?

1.Was ich habe ist ein Fahrgestellnummer (im Rahmen) (Typenschild ist natürlich auch weg)
2.Das Typenschild des Motors
3.Das Typenschild vom Zugmaul
4. Kaufvertrag mit der Zusicherung das das Teil rechtmäßiges Eigentum war

Und noch mal Danke für eure Hilfe
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Re: Neuer Brief

Beitragvon Rohoelzuender » 17.01.2017, 16:26

Hallo,

Mit dem Kaufvertrag und allen Dir zu Verfügung stehenden Unterlagen/ Fahrgestellnummer gehst Du zur Zulassungsstelle. Die schicken Dich dann zum TÜV/Dekra damit ein Gutachten über das Fahrzeug erstellt werden kann. Dafür benötigen die eigentlich nur ein original Prospekt oder ein Nachdruck davon. Ich habe damals das Prospektebuch von Kurt Häfner zum TÜV mitgenommen. Mit den Unterlagen vom TÜV gehst Du zurück zur Zulassunsgstelle. Die starten dann einen Abfrage beim KBA, das nennt sich glaube ich Aufbietung oder so. Wenn sich innerhalb eines Jahres kein Eigentümer meldet, der genau diesen Alldog mit dieser Fahrgestellnummer als vermisst gemeldet hat, weil er ihm z.B. mal gestohlen wurde, gibt das KBA das Fahrzeug frei für eine Neuzulassung über Dich. Bei meinem 12 er hat das sogar länger als 1 Jahr gedauert. War aber nicht schlimm weil ich das schon gestartet habe als er noch zerlegt in der Scheune stand beim restaurieren. Wenn nach dem Ablauf der Frist auf einmal der ursprüngliche Besitzer mit dem original Brief auftaucht bleibt der Alldog aber in Deinem Besitz. Dann hat der ursprüngliche Eigentümer das Nachsehen.

So oder ähnlich habe ich das verstanden. Ob der Ablauf genau der gleiche war weiß ich nicht mehr. War ein ganz schönes hin und her. Da mein TÜV Prüfer "So was hab ich ja noch nie gesehen! Stell ab, ich ersticke...!" :oops: skeptisch war auch aufgrund der unterschiedlichen technischen Angaben in den Prospekten hat er sogar selber noch mal nach den technischen Details gesucht und auch gefunden.

Gruß Gordon
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Re: Neuer Brief

Beitragvon I.A.M.E - PAMPA » 18.01.2017, 09:36

Ich stimme soweit zu , allerdings hat bei mir die Anfrage ob das Fahrzeug gestohlen ist oder vermisst wird 10 Minuten gedauert :shock:
Die gucken einmal nach und denn Feuer frei :D
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Re: Neuer Brief

Beitragvon wwkoeln » 18.01.2017, 13:14

Das sind doch mal verwertbare Aussagen

Vielen Dank

Habe das Buch von Häfner und die Kopie eines alten Fahrzeugbriefs inzwischen !

Danke euch
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Re: Neuer Brief

Beitragvon oldtimerfreud » 18.01.2017, 20:17

Hallo,


ich habe schon einige Fahrzeuge ohne Fahrzeugbrief angemeldet,ich rief den TÜV Prüfer an gab ihn
Fahrzeugtype,Baujahr und Fahrgestellnummer durch und er sucht sich aus den TÜV Unterlagen
die ganzen Fahrzeugdaten raus rief mich zurück kam am Hof her mit den Daten fragt ob ich noch
andre Sachen gleich mit eintragen lassen will wie andre Reifengrösse.
Dann wurde Lenkung,Licht,Bremse,Zugmaul,Bereifung geprüft,ein paar Tage später kam er wieder
und brachte mir die Unterlagen zum Anmelden.

Fertig zum :fahrer: :fahrer: :fahrer: :fahrer: :fahrer:


LG
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Re: Neuer Brief

Beitragvon wwkoeln » 19.01.2017, 10:42

Interessant... der TÜV Prüfer in meinem Kreis verweigert das absolut.. Müsste Flensburg anschreiben, warten bis Unbedenklichkeitsbescheinigung etc...

Wird wohl bei dir einfacher gehandhabt
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Re: Neuer Brief

Beitragvon Rohoelzuender » 19.01.2017, 12:48

Hallo,

Das wird je nach Bundesland scheinbar so oder so gehandhabt. Ich habe meinen Fall jetzt für Hessen oder besser Nordhessen geschrieben. Ein Ingenieur einer anderen Prüforganisation gab mir noch den Tipp, dass ich den Schlepper ohne Brief nach Niedersachsen bringen könnte und über einen dort möglicherweise lebenden Verwandten zulassen könnte. Da wäre das eine Sache von wenigen Tagen/Wochen...In Hessen gilt ja auch noch die Todesstrafe, sie ist nur außer Kraft gesetzt... :oops:

Gruß Gordon
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Re: Neuer Brief

Beitragvon oldtimerfreud » 19.01.2017, 13:09

Hallo,


hilft da ein Kaufvertrag auch nicht.



LG
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Re: Neuer Brief

Beitragvon Pfrank » 19.01.2017, 17:57

Moin,

Ich hab das gerade in 2016 2x durch, zum letzten Mal in 2008 hat sich etwas geändert!

Bevor du zu den Behörden gehst brauchst du ein "Gutachten zur Erlangung einer Einzelbetriebserlaubnis gemäß Paragraph 21 StVZO", das sollte im ganzen Land gleich sein. Und das war auch schon immer so, das brauchtest du auch nach einem längeren Zeitraum der Abmeldung, auch wenn du den Brief noch hattest (umgangssprachlich Vollabnahme).
Dieses Gutachten stellt in den alten Bundesländern der TÜV aus, in den neuen die Dekra. Das haben die aufgeteilt.
Wenn der jeweilige Prüfer von dir verwertbare Informationen bekommt zB durch Prospekte etc und er sie wohlwollend weil glaubwürdig verwendet, ist allen geholfen. Diese Prüforgane haben selber aber auch Zugriff auf Datenblätter zu allen Fahrzeugen die mal eine Betriebserlaubnis bekommen haben. Mein Prüfer hat mir solch ein Datenblatt zum D 8506 als Kopie da gelassen, sehr interessant...

Wenn du das Gutachten hast kannst du damit zu deiner Behörde gehen.
In 2008 hat es noch gereicht das eine Abfrage (online) in Flensburg gestartet wurde und du nach 10min die Antwort hattest...
Dann hast du noch eine "Eidesstattliche Versicherung wegen Briefverlust" unterschrieben und der Sachbearbeiter hat dir Papiere ausgestellt und das Fahrzeug zugelassen (natürlich nur mit Versicherungsnachweis!!).
Fertig, 2008 zumindest!!

In 2016 wurde von mir zusätzlich zur Eidesstattlichen Versichrung die auch schon angesprochene Aufbietung der FIN gefordert.
Das hat dann ca 4 Wochen gedauert, netto sind es wohl nur zwei!! Aber das KBA stellt immer nur zu gewissen Stichtagen ein, dazu kommen noch ein paar Tage interne Bearbeitung-fertig.
"Du" selber stehst aber gar nicht in Kontakt mit Flensburg, das läuft alles über deine Behörde (gegen eine Aufwandsentschädigung natürlich ;-)).
Danach wird dir das Fahrzeug problemlos zugelassen.

Aus eigener Erfahrung würde ich gegenüber den Sachbearbeitern immer nur soviel sagen wie unbedingt nötig, sonst bekommst du schnell "Sonderaufgaben" nach deren Ermessen (zB Kaufverträge vorlegen etc).


Viel Erfolg!!
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Re: Neuer Brief

Beitragvon Rohoelzuender » 19.01.2017, 19:16

Hallo,

Mir wurde zusätzlich von einer Mitarbeiterin der Zulassungstelle ganz am Anfang noch die Frage in einem vorwurfsvollen Tonfall gestellt "Warum haben Sie denn ein Fahrzeug ohne Brief gekauft! :x "

Gruß Gordon
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Re: Neuer Brief

Beitragvon oldtimerfreud » 19.01.2017, 19:43

Hallo,

ich kenn daß auch bei uns hat man mit der Vollabnahme auch Paragraph fahren in Umgangssprache
gesagt.

Ich habe auch schon mal für einen Kumpel einen Kaufvertrag ausgestellt und Unterschrieben
obwohl das Fahrzeug nicht von mir war.
Dann war mit dem Eigentumsnachweis gleich gut.
Bei uns in Bayern schaut der TÜV nach ob über die Fahrgestellnummer was vorliegt und das Landratsamt beim Anmelden kurz ob die Fahrgestellnummer rot leuchtet und gut ist es.
Von der Oberpfalz hat mal jemand einen Traktor von mir gekauft ohne Kaufvertrag und da reichte es
wenn er den Kaufvertrag nachreichte.

:fahrer: :fahrer: :fahrer:

LG
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Re: Neuer Brief

Beitragvon Pfrank » 19.01.2017, 19:54

Moin

Aus privatem Interesse kann sie das ja Gordon.
Ansonsten ist ja genau geregelt was zu tuen ist...

http://www.kba.de/DE/ZentraleRegister/Z ... onFile&v=4

Hier unter dem Link steht auch der Zeitraum der Aufbietung (14 Tage), was bei dir ein Jahr gedauert hat kann ich nicht nachvollziehen...

@ oldtimerfreund, ja da kann man viel "machen" und fiktive Verträge aufsetzten, ABER man unterschreibt immer eine Eidesstattliche Erklärung!! Auf der steht sehr viel Kleingedrucktes drauf "was man alles damit des Eides statt versichert".... Ganz unten auch die Höhe der Freiheitsstrafe die man erwarten darf wenn man nicht die Wahrheit angegeben hat ;-)
Wo kein Kläger-da kein Richter... Aber wenn!?

Viele Grüße
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Re: Neuer Brief

Beitragvon oldtimerfreud » 19.01.2017, 20:19

Hallo,

Ok des stimmt schon,aber ich denke mir wenn nicht sofort beim Anmelden was festgstellt
wird finde ich die obengennten Zeiträume schon lang mit warten.

Den man will ja auch mal offiziell auf die Strasse.

:D :D :D


LG
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Re: Neuer Brief

Beitragvon Pfrank » 19.01.2017, 20:32

Der Themenersteller wird auch in 6 Monaten oder 6 Jahren keine Antwort aus Flensburg erhalten-denke ich!!
Weil der Ansprechpartner seine Zulassungsstelle ist...

Zusammenfassung:
Gutachten P21 (TÜV wenn er aus Köln kommt)
Damit zur Zulassungsstelle
Die machen als erstes die Online-Abfrage im KBA Flensburg
Dann unterschreibt der Antragsteller die Eidesstattliche Versicherung
Dann wird das Aufgebot erstellt (ohne die Eidesstattliche könnte man ja beliebig Fahrzeuge zB vom Nachbarn aufbieten ;-))
Dann min 14 Tage warten...

Das ist doch nicht lange!?
1 Termin wg dem Gutachten
2 Termine in der Zulassumgsstelle
Bei gutem Timing 3 Wochen... Also die Hälfte der Zeit die er jetzt auf eine Antwort aus Flensburg wartet, von jemand der nicht für ihn als "Endkunden" zuständig ist!!


Viele Grüße
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Re: Neuer Brief

Beitragvon wwkoeln » 20.01.2017, 08:53

Hallo PFRANK...

Danke für deinen Beitrag und auch dem Rest der Gemeinde..

TÜV KÖLN, Schriftlich, NULL Reaktion
Flensburg, Schriftlich, NULL Reaktion
Straßenverkehrsamt Köln, Schriftlich, NULL Reaktion
Straßenverkehrsamt Cochem, (Habe da ein WE Haus und den Trecker), Schriftlich, NULL Reaktion

Gerade Termin mit TÜV Berg-Gladbach gemahct und werde am Dienstag dort vorstellig.. MAL sehen :-)

Also, Danke noch mal für die vielen Kommentare und ein schönes WE
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