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Volldiesel Hydraulik

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Mike86 » 05.09.2016, 17:11

Hallo zusammen,
Ich habe zur Zeit ein Problem mit meiner Hydraulik am 2016.
Ich wollte am Wochenende erstmalig den Holzspalter anhängen.(ca 350 kg)
Leider hat der sich keinen mm vom Boden bewegt :shock:
Da ich erst mal das einfachste überprüfen wollte,habe ich die Blockhydraulik geöffnet und den Kolben heraus gezogen.
Dabei musste ich leider feststellen das gar kein Dichtring
am Hubkolben verbaut war.
Nun habe ich im Internet in die Betriebsanleitung und Ersatzteilliste (Hydraulik) geguckt,dort sieht man einen Eckigen Dichtring?55mm
Aber wirklich gut kann ich diesen nicht erkennen, ob er ein bestimmtes Profil hat oder so und mit der Ersatzteilnummer kann natürlich auch kein Händler etwas anfangen.
Hat von euch jemand zufällig ein Bild von der orginalen Dichtung oder eine Bezeichnung bzw eine Bezugsquelle für solch eine Kolbendichtung?(Ebay? Händler?)
Mfg Mike
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon oldtimerfreud » 05.09.2016, 19:02

Hallo,

probiers mal mit Lars Dreyer.


Lg
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Mike86 » 06.09.2016, 10:20

Vielen dank,
Ich habe mit ihm gesprochen er hat alle Ersatzteile da für die Hydraulik :beifall:
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Mike86 » 06.09.2016, 10:20

Vielen dank,
Ich habe mit ihm gesprochen er hat alle Ersatzteile da für die Hydraulik :beifall:
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Mike86 » 11.09.2016, 09:34

Hallo,
Ich habe gestern die Dichtung vom Hubkolben und Steuergerät bekommen,hat alles sehr gut gepasst und 33€ gekostet bei Lars Dreyer.
Desweiteren hab ich noch das das grosse Sieb hinten in der Blöckhydraulik gereinigt,bzw mit Diesel ausgewaschen.
Jetzt hat das aber leider nichts gebracht??
Der Holzspalter (ca350kg) bewegt sich einfach nicht.
Ich schätze jetzt einfach mal anhand von anderen Maschinen, die er angehoben bekommt .
Das die Hydraulik zwischen 280 und 300kg ca hebt.
Mir kommt jetzt nurnoch die Hydraulikpumpe selbst in den Sinn.
Das diese vielleicht etwas glitten hat mit den Jahren.
Ist es möglich diese zu zerlegen? Und selbst zu überholen?
In der Betriebsanleitung für die Hydraulik ist nur der Abbau des Antriebes und Schnittzeichnungen zu sehen.
Aber den würde ich jetzt eigentlich nicht ausbauen sondern nur vorne dran die pumpe selbst.
Hat jemand die Pumpe schonmal zerlegt oder überholen lassen?
Oder vielleicht sogar eine neuere mit etwas mehr Leistung angebaut?
Mfg Mike
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Lanzandi » 12.09.2016, 09:55

Die originale Plessey Pumpe ( solltest du eine kupplungsabhängige Hydraulik haben ), ist leider nicht mehr zu bekommen. Eine Instandsetzung dürfte schwierig werden.
Vielfach lösen sich in der Pumpe kleine Stifte, die dann einmal durch die Pumpe maschieren und diese zerstören.

Ich würd aber vorerst mal den Druck messen, den diese noch bringt. Jeder Landmaschinenbetrieb dürfte einen Messkoffer dafür haben !
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Mike86 » 12.09.2016, 15:42

Ja es ist eine Plessy Pumpe nicht Kupplungs unabhängig, sonder angetrieben über das Getriebe.
Ich habe diese vorne mit den 4 Schrauben demontiert,und dann einfach mal mit Diesel durchgespült und wieder montiert da mir nichts außergewöhnliches aufgefallen ist.
Zumal sie auch noch Plombiert war.
Ich habe dann statt des vorgeschrieben sae 10 ein hlp 46 HydraulikÖl eingefüllt was ich beim MC Cormick benutze.
Und siehe da im Standgas hat er den Holzspalter angehoben? ? :shock:
Sehr komisch, ich habe eine Vermutung aber leider nicht genau darauf geachtet beim zerlegen.
Und zwar als ich den Hydraulik block demontiert habe um den Filter (Sieb)auszuweichen.
Das Sieb hat eine ein und AuslassÖffnung die logischerweise zu den Öffnungen im Block gedreht werden müssen bzw ein Auslass das das Öl Schneckenförmig durch den Filter gedrückt wird.
Wenn die Öffnungen vom Filter einfach etwas weiter gedreht sind drückt es um den Filter herum und es kommt vielleicht nicht mehr die gewünschte Menge Öl durch?
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Lanz_Dirk » 26.09.2016, 11:48

Hey Mike86,

zu deiner Aussage "... habe ich die Blockhydraulik geöffnet und den Kolben heraus gezogen." in deinem Eröffnungspost hätte ich eine Frage.

Vermute bei mir auch eine Undichtigkeit an der Kolbendichtung. Bekommt man den Kolben einfach so herausgezogen indem man die Schwinge nach oben dreht oder ist es notwendig die Hubarme samt Welle auch zu demontieren ? Kannst Du kurz beschreiben wie Du vorgegangen bist ?

Hat sonst ggf. jemand Erfahrung mit dem Austausch der Kolbendichtung ? Bin über jeden Tipp dankbar !

Gruß Dirk
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Frank B. » 29.09.2016, 21:04

Hallo Dirk,

ich hatte bei meiner Hydraulik vor etwa drei jahren den Kolben draussen weil ich dachte der Dichtring ist defekt.
War er aber nicht, im gegenteil den hatte schon vorher jemand erneuert.
Meine sackt aber trotzdem recht schnell ab, das absinken wird aber langsamer wenn man bei stehendem Motor den
Steuerhebel etwas nach vorne drückt. also gehe ich davon aus das der Steuerkolben im Ventil nicht mehr dicht ist.
Daher stellt sich für mich die frage ist das ein sehr genau gearbeiteter Kolben der auch ohne O-Ringe abdichtet
oder sind etwa doch O-Ringe drin die man erneuern könnte.
Ich habe mich bisher gescheut das auseinnander zu bauen da ich damit im schlimmsten Fall den Schlepper stilllegen würde,
da ich keinen Getriebedeckel habe um diesen statt der Hydraulikpumpe anzuschrauben, falls ich es garnicht mehr
Dicht bekämme.
Daher meine Frage an die Gemeinde:
Kann man das Steuerventil wieder instand setzen?

Zum Ausbau des Kolbens:
nach drei jahren weis ich nicht mehr genau wie ich vorgegangen bin, du siehst aber was Du machen musst wenn der Deckel oben erst mal ab ist.

Wenn Du die Pumpe hast die über die erste Getriebewelle angetrieben wird gehst Du so vor:

Schlepper mit Keilen gegen wegrollen sichern, Handbremse nicht anziehen.
Linkes Rad freiheben.
ca. ein Liter des Öls ablassen, nicht alles, etwas Öl brauchst Du nacher noch um den Kolben heraus zu bekommen.
Dann oben den Deckel abschrauben.
Jetzt müsstest Du weit genug hinein schauen können, sonst noch etwas ablassen,
oder erst alles Öl raus und nacher wieder etwas rein.

Die Hubarme müssen so glaube ich erst etwas angehoben werden (unterbauen)
Den inneren Hebel an der Hebewelle lösen, und bei seite schieben? bin mir nicht mehr ganz sicher
aber wie gesagt das findest Du raus.
Dann die Hubarme ganz nach oben fixsieren.
jetzt kannst du die kleine Hubstange herausnehmen.
Nun Kupplungspedal mit einem Gurt nach unten ziehen.
Grössten Gang einlegen, Hyddraulikhebel nach vorne.
Und jetzt das angehobene Rad langsam nach vorne drehen, und schon kommt der Kolben schön langsam hoch.

Gruss Frank
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Lanz_Dirk » 03.10.2016, 21:12

Hallo Frank,

herzlichen Dank für deine ausführliche Rückmeldung zum Ausbau des Hydraulikkolbens !! :beifall:

Gruß Dirk
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Ingo » 07.10.2016, 21:08

Ich habe den Deckel des Blockes geöffnet, den Motor gestartet und den Hebel für heben betätigt.
Und schon kam der Kolben nach oben :D
Das hätte mir ein ehemaliger Mitarbeiter einer Lanz Vertretung geraten...
Ingo
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Lanz_Dirk » 06.11.2016, 13:04

Hallo zusammen,

habe gestern Nachmittag mal das schlechte Wetter genutzt und den Hydraulikblock geöffnet. Zuvor hatte ich noch einen guten Liter Hydrauliköl abgelassen und die Hubstangen aus den Hubarmen ausgehängt. Bei offenem Deckel habe ich dann die Hubarme bis zum Anschlag nach oben gedrückt. Allerdings lies sich die Schwinge incl. Kolbenstange (8527+8529) nicht soweit wegdrehen / schwenken das ich problemlos an den Kolben komme. Die Kolbenstange (8529) lässt sich auch nicht ohne weiteres aus der Schwinge entnehmen da die Kolbenstange noch durch einen Bolzen in der Schwinge gesichert ist.

D.h. ich muss wohl auch die Hubarme ausbauen um die Schwinge incl. Kobenstange entnehmen zu können und so genug Platz für den Ausbau des Kolbens zu haben oder übersehe ich hier gerade etwas ?

Gruß Dirk
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Lanz_Dirk » 11.11.2016, 18:23

Hallo zusammen,

da das Wetter bei uns weiterhin schlecht ist habe ich nochmal ein bisschen an der Hydraulik rumgeschraubt.

Die Hubarme habe ich ausgebaut. Ging eigentlich ganz gut. Hierzu waren die beiden mit Draht gesicherten Schrauben aus der Schwinge komplett rauszuschrauben. Anschließend habe ich die Hubarme aus der Schwinge gezogen. Hierbei musste ich mit einem Gummihammer und leichten Schlägen auf die Hubarm-Innenseite etwas nachhelfen.

Anschließend habe ich dann den Hubkolben ausgebaut. Hierzu habe ich am Steuerventil die Druckleitung abgeschraubt und zwei/drei Stöße Druckluft eingeblasen (den Hebel am Steuerventil natürlich vorher noch auf "Heben" gestellt :wink:) und schon kam der Kolben aus dem Zylinder gefahren :beifall: .

Vom Dichtring ist nicht mehr viel übrig, daher bin ich zuversichtlich das die Hydraulik mit einem neuen Dichtring nicht mehr absackt.

Jetzt heißt es Wellendichtringe für die Hubarme und den passenden Nutring für den Hubkolben zu besorgen und das ganze wieder zusammenzubauen.

Gruß Dirk
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Lanz_Dirk » 17.11.2016, 19:44

Hallo zusammen,

die Dichtung für den Hubkolben ist gestern gekommen (herzlichen Dank auf dem Weg an die Fa. Dreyer Landtechnik für die unkomplizierte Abwicklung sowie den prompten Versand). Die Größe des Rings ist 70 x 62 x 7,5 (Aussen-Ø x Innen-Ø x Breite). Die Abmessung ist heute nicht mehr gängig und daher quasi nicht mehr an jeder Ecke zu bekommen.

Die Kolbendichtung wurde im Wasserbad erwärmt damit sie etwas elastischer wird und dann auf den Kolben aufgezogen. Ist etwas fummelig aber es geht. Das Ergebnis seht ihr unten ... sieht schon vertrauenswürdiger aus als die Reste der alten Dichtung :D

Jetzt muß nur der Kolben wieder in den Zylinder ohne die Dichtung zu beschädigen, sprich die Dichtlippe abzuscheren. Hat einer von Euch einen guten Tipp wie das am einfachsten zu bewerkstelligen ist ?

Gruß Dirk
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Re: Volldiesel Hydraulik

Beitragvon Ostfriese » 25.11.2016, 17:45

Hallo Lanz-Fans,
zu der Problematik, wie man die Dichtung auf den Hubkolben bekommt
(Danke Dirk f.d. Ratschläge) noch ein Vorschlag, bei dem es noch leichter geht:
Bei einer Drehbank i.d. Nähe ist meist auch ein großer Konus zur Pinole vorhanden.
Meiner hatte am dicken Ende das gleiche Maß, wie der Kolben außen.
Also: Konus mit Öl eingerieben, Dichtung im heißen Wasser weicher gemacht und
auf den Konus bis ans Ende aufgeschoben. Konus und Kolben hintereinander und waagerecht
in die Hobelbank gespannt und den Ring "rüber" geschoben.
Das Gleiche müßte sich auch mit einem entspr. bearbeiteten Holzkegel machen lassen.
Weiterbasteln!!
Ostfriese-eins
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