Titel

 

 

Lenkung Lanz 2416

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Leo2 » 25.08.2016, 13:26

Hallo,
ich habe einen Lanz 2416, Bj. 56. Die Lenkung wird seit einiger Zeit immer schwergängiger, obwohl ich schon alles doppelt und dreifach abgeschmiert habe(Lenkgetriebe; Vorderachse aufgebockt; Gelenkköpfe). Hat einer einen Tipp für mich, woran das liegen kann?
Gruß Leo2
Leo2
Benutzer
 
Beiträge: 23
Registriert: 04.10.2010, 10:43

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Frank B. » 25.08.2016, 18:50

Hallo Leo,
Wirklich leicht lenkt sich mein D2416
auch nicht, fahre auch eher etwas "Digital" um die Kurve. Das ist kein Vergleich zu einem Hela D24 von einem Freund. Der hat die ZF Gemmer Lenkung mit abrollendem Schneckenrad. Wenn der mal rollt kann man ihn mit der flachen Hand lenken.
Ich habe meins extra auseinander genommen weil ich dachte da stimmt was nicht. Aber ausser ein paar winzigen Rost Narben alles Top. Nur war es mit Fett gefüllt. Wahrscheinlich weil der Simmerring mal undicht war. Wenn man nur 4 Finger breit hin und her lenkt ist der lenkfinger praktisch trocken. Da muss 140 Öl rein wie im Getriebe. Dennoch scheint es normal zu sein das die Bauart bedingt schwer gehen. Man merkt sogar das sie bergauf leichter geht als bergab. (Schwerpunktlage und Drehmoment der Hinterräder). Die Achsschenkel hatte ich Auch schon auseinander ebenfalls Ok, vom üblichen Spiel der Buchsen mal abgesehen. Auf Schotter lässt er sich im Stand an einem der Räder leichter drehen als am Lenkrad :cry: ne Männer Maschine halt :mrgreen:
Gruß Frank
Benutzeravatar
Frank B.
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 19.04.2012, 20:00
Wohnort: 57562 Herdorf

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Leo2 » 25.08.2016, 23:17

Hallo Frank,
meiner hat noch das Lenkgetriebe mit Schmiernippel, ist also nicht Öl sondern Fettgeschmiert. Mir ist aufgefallen, wenn ich das Lenkgetriebe abschmiere, dass das Fett in dem Lenkrohr Richtung Lenkrad(Hubknopf) aufsteigt. Ist das normal? Es stimmt schon, dass der 2416 schon immer schwerer Lenken lies, als andere Schlepper. Aber seit letzter Zeit wird die immer schwergängiger. Wie vie Spiel hast Du denn bei Deinen unteren Achsschenkelbuchsen? Meine haben auch Spiel, könnte es auch daran liegen?
Gruß Leo2
Leo2
Benutzer
 
Beiträge: 23
Registriert: 04.10.2010, 10:43

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Frank B. » 25.08.2016, 23:44

An meinem linken Achsschenkel ist der Verschleiß schon gross, wenn ich das Rad anhebe und dran wackle sind das schon mehrere Millimeter, von den Buchsen ist aber noch genug Material da so das ich mir zum spazieren fahren keinen Kopf machen muss. Der Reibwert nimmt dadurch nicht zu. Das Spiel ist nur seitlich, unter seinem Gewicht Schwenkt der Schenkel nach außen und macht sich beim fahren nicht bemerkbar. Ich schrieb ja schon das er sich auf Schotter am Rad selbst auch nicht schwerer drehen lässt als andere Schlepper. Der eingesetzte Schmiernippel trügt, auf den bin ich auch erst mal reingefallen. Das eingebrachte Fett quillt natürlich irgendwann oben raus
So ist das aber nicht gedacht. Von unten steckt ein Ölrohr im Lenkgetriebe und der Einfüllstutzen ist normalerweise so lang das man da soviel Öl einfüllen kann daß es aus dem Ölrohr wieder rausläuft. Damit ist sichergestellt das der Lenkfinger in jeder Stellung an der Schnecke im Öl liegt. Ich mach Morgen mal ein Foto von dem Einfüllstutzen. Die Größe des Simmerrings hab ich auch noch irgendwo.
Gruß Frank.
Benutzeravatar
Frank B.
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 19.04.2012, 20:00
Wohnort: 57562 Herdorf

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Frank B. » 26.08.2016, 20:11

Tja Foto vom Einfüllrohr machen ist schlecht, da müsste ich erst die Batterie ausbauen.
Sollte kein Rohr (eigenlich eine 8-10 cm lange Mutter) am Lenkgetriebe sein kann man es nicht hoch genug
mit Öl füllen.
Der Simmerring an der Lenkhebelwelle ist ein Simmerring 28 x 42,5 x 8 mm.

Gruss Frank
Benutzeravatar
Frank B.
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 19.04.2012, 20:00
Wohnort: 57562 Herdorf

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Leo2 » 31.08.2016, 12:12

Hallo Frank,
vielen Dank für Deine Antwort.
Mein Lenkgetriebe hat kein Ölrohr, der Schmiernippel sitzt direkt am Gehäuse. Ich habe immer normales Fett zum Abschmieren benutzt, will jetzt mal Graphitfett ausprobieren. Vielleicht bringt das was.

Gruß Leo2
Leo2
Benutzer
 
Beiträge: 23
Registriert: 04.10.2010, 10:43

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon zinn40 » 31.08.2016, 21:37

Hallo,

wäre Getriebe-Fließfett eine Alternative?

Bei unserem 2416 Bj. 59 haben wir 140er Getriebeöl nachgefüllt, aber auch dieses läuft durch den WeDi der Lenkwelle wieder heraus.

Ich weiß, dass man eigentlich den WeDi erneuern sollte. Dazu komme ich aber in nächster Zeit nicht. Deshalb die Idee mit dem Fließfett.

Hat da schon jemand Erfahrung?

Gruß Georg
zinn40
Benutzer
 
Beiträge: 18
Registriert: 15.07.2007, 09:39
Wohnort: Pfalz

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Frank B. » 01.09.2016, 19:56

Fett ist hier einfach keine Lösung weil es nicht nach läuft. Wenn man etwa 3/4 einschlägt und die Lenkung dann 2-4 Finger breit das Lenkrad hin und her bewegt merkt und hört man daß der Lenkfinger immer weniger Schmierung hat. Das geht so weit das er sich regelrecht fest frist. Das Fett lässt sich beiseite schieben, Öl fließt nach.

@leo
Ich bin bis Sonntag 550 km von zu Hause weg. Ich baue dann nächste Woche die Batterie aus und messe mal die Länge des Einfüllstutzens. Ebenso schicke ich dir eine Zeichnung vom Lenkgetriebe.
Gruß Frank
Benutzeravatar
Frank B.
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 19.04.2012, 20:00
Wohnort: 57562 Herdorf

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Frank B. » 20.09.2016, 15:38

So endlich nochmal Zeit gefunden.
Also, der Öleinfüllstutzen ist 70mm Lang.
Die grösse des Simmerrings 28 x 42,5 x 8 mm

Hier noch zwei Bilder, so gut es ging.
Wenn du eine Zeichnung der Lenkung haben willst Schick mir eine PN mit deiner Emailadresse.

Gruss Frank

IMG_2217.jpg
Von Links

IMG_2214.jpg
Von rechts
Benutzeravatar
Frank B.
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 19.04.2012, 20:00
Wohnort: 57562 Herdorf

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Rohoelzuender » 21.09.2016, 08:26

Hallo,

Fett funktioniert auch. Das Gehäuse muss dann aber randvoll gefüllt sein. Anders kann ich mir nicht erklären, warum das mit Fett gefüllte Lenkgetriebe z.B. von unserem D1706 bis heute einwandfrei funktioniert. Laut Betriebsanleitung sol das täglich mit ein bis zwei Hüben Fett nachgeschmiert werden. Kann mir nicht vorstellen das das immer eingehalten wurde und dennoch ist die Lenkung leichtgängiger als z.B. die vom Volldiesel.

Gruß Gordon
Rohoelzuender
Platin
 
Beiträge: 2750
Registriert: 08.12.2007, 12:26
Wohnort: 34289 Oberelsungen

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Caca » 22.09.2016, 11:06

Hallo liebe Lanzer !
Ich habe den Bericht interessiert verfolgt und direkt bei meinem 2016 nachgeschaut. Ich habe das Lenkgetriebe mit dem Schmiernippel oben auf dem Gehäuse vom Lenkgetriebe verbaut.
Ich vermute das das Getriebe äußerst selten bzw. nie mit Fett regelmäßig gefüllt wurde. Wie kann ich erkennen ob genug Fett im Getriebe ist ?. Wo muß Fett austreten bei Max. Füllung.
Ich würde mich über eine Antwort von Euch alten Hasen im Geschäft sehr freuen.

Mfg der Caca vom Niederrhein
Caca
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 22.07.2014, 09:45
Wohnort: 46519 Alpen

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon Frank B. » 22.09.2016, 22:16

Ja Gorden da hast Du recht.
Auch in der Ersatzteilliste der Volldiesel ist das Lenkgetriebe
mit Schmiernippel vermerkt bis Fahrgestellnummer: 555526 für 2416 und 332601 für D2816.
Danach mit Versatzstück zum einfüllen von Öl.

Dass dein 1706 sich leichter lenkt könnte schon am Gewicht liegen.
Bei mir war recht dickes Fett drin und das hat sich nicht bewährt, mit dem 140er Öl gehts schon besser.
Zumindest ist das regelrechte festklemmen damit beseitigt.
Ich beschreibe es mal so:
Wenn ich im Stand ca. 3/4 eingeschlagen habe und dann das Lenkrad 2 Finger breit
hin und her bewegte merkte man wie die Schmierung immer mehr verloren ging, bis es Quitschte ähnlich wie
bei einer Baggerkette und dann klemmte der Lenkfinger an der Schnecke weil das Fett nun regelrecht weggewischt
wurde. Die Idee mit Fliessfett könnte natürlich auch eine lösung sein.
Hier gilt warscheinlich so dick wie möglich aber so dünn wie nötig.

@Caca
Tja, man kann warscheinlich so lange Fett einfüllen bis der Hupenknopf vom Lenkrad springt :?
Auf Grund meiner Erfahrung gefällt mir die Fettlösung garnicht. Lanz hat das auch nicht ohne Grund geändert.
Einmal Öl rein und ruhe iss. Man kann ja ruhig auch ein dickeres als 140er verwenden.
Nur wenn man das Umstellen will muss das Lenkgetriebe geöffnet werden um das Fett raus zu bekommen
und auch gleich den Simmerring zu erneuern, zudem muss man Die einfüllverlängerung haben oder nachbauen ohne
diese lässt sich das Öl nicht hoch genug füllen, als Indikator für den Füllstand dient dann das von unten am Verschlussdeckel
angebrachte Ölfüllstandsrohr. Wenn das Öl da wieder rausläuft ist es voll.
Wobei ich der Ersatzteilliste nicht genau entnehmen kann ob die Schlepper die ab Werk mit Fett versehen waren dieses
Ölfüllstandsrohr überhaupt verbaut haben und der Deckel dann einfach zu ist und somit natürlich auch kein Kabel für die
Hupe hindurch gelegt werden kann.

Meins habe ich extra ausgebaut und zerlegt weil ich einen Defekt and den Drucklagern vermutete.

In meiner nähe ist kein weiterer D2416 so das ich das hätte vergleichen können.
Nur zwei Hela mit ZF Gemmer Lenkgetriebe, ne weiterentwicklung mit wesentlich weniger Reibung, die Lenken sich Super.

Bei meinem wurde das Fett mit Sicherheit nur eingefüllt weil der Simmerring mal undicht war.
In den Einfüllstutzen wurde dafür ein Schmiernippel "gequällt" das Gewinde passte garnicht
und weil ich die Originale Verschlusschraube nicht habe (ist irgend ein feines Gewinde) habe ich einen Gummistopfen reingemacht.

Gruss Frank
Benutzeravatar
Frank B.
Benutzer
 
Beiträge: 19
Registriert: 19.04.2012, 20:00
Wohnort: 57562 Herdorf

Re: Lenkung Lanz 2416

Beitragvon glados93 » 23.09.2016, 14:17

Hallo zusammen!
Hier auch noch mal den Nachtrag aus der Betriebsanleitung zur Schmierstelle, wie Frank B bereits beschrieben hat:
Bild
Gruß Marko
glados93
Benutzer
 
Beiträge: 2
Registriert: 23.01.2016, 14:18
Wohnort: 53919 Weilerswist


Zurück zu Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste