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Sperrdifferential LANZ D2416

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Markus_LANZ » 29.12.2014, 21:11

Hi @all!
kurze Vorstellung da ich neu hier in dem Forum bin!
Ich sage wir da wir mehrere Leute sind, alle so BJ 1990 rum und haben vor zwei Jahren bei einem Kumpel in der Scheune einen alten Lanz D2416 wieder zum leben erweckt.
Der Stand da mehrere Jahre (bestimmt über 10). Restauriert haben wir ihn nicht, er schaut echt noch gut aus für sein alter springt immer gut an (batterie gehört mal getauscht).
Fahren mit dem Teil spazieren holen Getränke, machen Schlittenfahrt und andere Sachen ;-)
Wir kommen aus der nähe von Würzburg.

Heute sind wir wieder im Schnee rumgefahren und hatten die Schlitten hinten dran und kamen des öfteren auch immer wieder an stellen wo wir gerne die Diff-Sperre eingesetzt hätten da es einfach oft zu glatt war.
Es hat einfach nicht funktioniert und mich hat das jetzt einfach jetzt mal so interessiert und da mich hier angemeldet.
Grüß Gott :mrgreen:

So nun zum Problem - hoffe ihr könnt uns helfen:
Wir schon eine Betriebsanleitung, allerdings diese wo ein Sperrdifferential nicht mit aufgeführt wird:
http://www.lanzbulldog.de/Dokumente/BA_Lanz_2416_55_05.pdf
auf Seite 29 in der Anleitung (Seite 17 / 35 vom PDF)
wird der Drehzahlfußhebel :D (nr. 10 ) aufgeführt - dahinter haben wir noch einen anderen hebel (wir vermuten das ist für das Sperrdiff da, oder?)
Wir haben jetzt schon mehrmals versucht das hinzubekommen jedoch ohne erfolg.
Frage: Wie schwer darf dieser Hebel gehen? Wir haben ein paar mal echt kräfit draufgetreten da hat er sich wenig bewegt (gestern) heute haben wir ihn mal ordentlich unten mit wd40 eingelassen und ein paar mal von oben mit einem hammer nach unten geklopft und wieder von unten nach oben in der Hoffnung das er leichtgängiger wird, wenig erfolg... hättet ihr eine idee?
und noch was, das runde - pedal das oben aufgebracht ist, ist mittlerweile abgeflogen... kann man das gestänge abbauen damit wir das pedal wieder anschweißen können?
Beim Hanomag den wir noch haben geht das alles viel einfacher? Liegt es vielleicht einfach nur daran das ding fest gerostet ist?

wir wären um jede Idee dankbar ;-)

Gruß aus Franken!

Simon

PS: So ähnlich sieht er aus:
https://www.youtube.com/watch?v=3XJ_BSV1jzA&hd=1
und bei Min. 2:48 kann man auch bei dem eine aussparrung erkennen aber kein Pedal? :?: Was hat der den für ein Modell?
Markus_LANZ
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Rohoelzuender » 30.12.2014, 09:24

Hallo Simon,

Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum!

Die erste Frage die ich auch an Dich zurückgeben muss bevor das hier in ein Tagelanges Frage-Antwort-Spiel ausartet ist:

Hast Du eine Betriebsanleitung und eine Ersatzteilliste für den Schlepper?

Wenn nicht ist das erst einmal das allererste, was Du lesen mußt. Vor allem den Schlepper erstmal komplett neu Warten mit allem drum und dran. Das ist bei den Lanz keine Sache von 10 Minuten. Viele Fragen klären sich beim lesen der Anleitung von selbst. Getriebeölsorte und Menge, Lage der Schmiernippel und deren Schmierintervalle,usw. Regleröl nicht zu vergessen! Ich sehe jetzt schon Deine Fragezeichen im Gesicht, was für´n Regler, welches Öl? Wichtig!Die Hammermethode kommt erst ganz zum Schluss, wenn alle vorangegangenen Versuche Fehlgeschlagen sind.

Der Bulldog im Video hat auch eine Differentialsperre, aber auch hier fehlt das Fußpedal. Seltsam ist die Startvorbereitung mit Hammer. Geht bei meinem 24 er ganz ohne.

Wenn ein Rad durchdreht kannst Du auch mit der Einzelradlenkbremse das durchrehende Rad abbremsen. Die Reparatur der Differentialsperre, falls wirklich vonnöten, würde ich mir an Deiner Stelle für die warmen Sommertge aufsparen.

Viel Erfolg und Spaß beim Schlittenfahren :D !

Gruß Gordon
Rohoelzuender
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon bp-lanz2416 » 31.12.2014, 09:46

Hallo Simon,

Ich hatte nach Neuerwerb meines 2416 das selbe Problem. Ich hatte den Trecker aufgebockt, und die Sperre eingeölt, und dann immer wieder mit leichten Schlägen hin und her, also hoch und runter bewegt. Dabei dann auch ein Hinterrad gedreht. Denn die Sperre geht nicht immer rein, da ja intern etwas ineinander greift. Da braucht es die richtige Stellung, daher etwas drehen.
Der Hebel ist unten mit einem Feingewinde festgedreht, den würde ich nicht anschweissen, falls es bei Dir an dieser Stelle auseinander ist.
Ich habe mir eine Schraube mit Feingewinde vorne in den Werkzeugkasten gelegt, und kann dann die Schraube eindrehen, wenn ich die Sperre benötige. was jedoch bisher ausschliesslich beim Schlittenziehen notwendig war.......

Im Übrigen, muss ich mich bei mir schon fast draufstellen, damit es sich bewegt, ist also eher schwergängig.
Mit anderen Worten, im Sitzen mal eben mit der Ferse den Hebel leicht nach unten bewegen ist bei mir unmöglich.
Aber das ist nur Erfahrung von einem Trecker, evtl. Äussert sich noch jemand zu diesem Thema.

dir noch viel Gaudi beim Schlittenziehen.

Alexander
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Lanzandi » 31.12.2014, 10:02

Der Bedienhebel der Differenzialsperre ist bei Bulldog, die lange gestanden haben, meist festgerostet.
Um der Sache 100 prozentig Herr zu werden, MUSS der Achstrichter demontiert werden und der Mechanismus einmal demontiert werden.
Die Schaltwelle leicht mit Schmirgelleinen abziehen und das ganze später mit zb Kupferpaste wieder montieren.
Die Bedienung geht dann spielend leicht ( natürlich gegen den Widerstand der Feder ).

Viel Erfolg ;)

Ps.: Die demontage funktioniert nur mit demontiertem Achstrichter, da sonst die Schaltklaue in den selbigen fällt.
Lanzandi
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Markus_LANZ » 01.01.2015, 14:02

Moin und Prost neu Jahr!
danke erst mal für die Antworten!
@Alexander:
das hört sich eigentlich genau so an wie bei uns :mrgreen:
Scheint normal bei einem 2416er zu sein wenn die länger stehen.
Das was abgebrochen ist ist nur der obere runde teil, finde leider kein bild davon. also nur die "Auflagefläche" für den Fuß ;-) Der rest des Gestänges ist noch dran.
kann man das Gestänge das senkrecht nach unten geht (ich meine in das Feingewinde) rausdrehen? Dann könnten wir das einfach rausziehen in einen Schraubstock spannen und wieder festschweißen.

@Lanzandi
Achstrichter Demontage klingt nach etwas größerem, oder? Lohnt sich für unser Problem der Aufwand?
Und gibt es dazu evtl. irgendwo eine Anleitung, wie gesagt wir haben nur die Betriebsanleitung, da steht es nicht drinnen.
Das ganze mit wd40 einlassen und immer wieder versuchen, meinst du das bringt was?
Wie gesagt, wir sind noch jung und unerfahren ;-) Jugend forscht.
Aber zwei linke Hände haben wir auch nicht ;-)

@ Gordon
Hast Du eine Betriebsanleitung und eine Ersatzteilliste für den Schlepper?

Jaein... wir haben nur die Betriebsanleitung. Andere Hilfreiche und Sinnvolle Literatur wäre spitze...

Die Wartungsarbeiten haben wir gemacht - das Betriebshandbuch beschreibt das ganze da sehr gut und ausführlich.
Den Startvorgang wo er da betreibt machen wir auch nicht so, vor glühen durchziehen 2x-3x und dann läuft er. Batterie ist weng schwach.
Der Tipp mit der Bremse ist gut, ganz logisch eigentlich, aber darauf sind wir noch nicht gekommen ;-)
Wir probieren mal...

Bis dahin!
Danke für die Tipps und Hinweiße!

Gruß aus Franken
Simon


PS.: Schnee ist schon wieder am tauen... werden wohl auf Sommerbetrieb umstellen müssen.
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Frank69 » 01.01.2015, 15:16

Hallo Simon,

bei meinem D1616 war die Gewindestange für die Sperre auch sehr schwer rauszuschrauben.
Konnte die Gewindestange nur mit einer großen Rohrzange abschrauben.
Ich empfehle dir auf jeden Fall das Feingewinde sorgfältig zu reinigen, von oben mit Rostlöser einsprühen und einwirken lassen.
Den unteren Teil des Gewindes mit Fett einpinseln.

Ist der obere Teller wirklich abgebrochen oder nur der Stift abgeschert?
Beim D1616 ist der Teller "nur" mit einem Stift gesichert.
Gruß
Frank
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Markus_LANZ » 04.01.2015, 13:03

Hi,
probieren das mal demnächst mit der Gewindestange... Wir berichten 8)
Wegen dem Hebel, also einen Stift habe ich keinen gesehen, da wurde vorher auch schon mal was geschweißt. Anscheinend früher schon mal abgebrochen gewesen.
Noch mal zur Literatur, was gibt es denn da noch Sinnvolles was wir uns mal zulegen sollten außer dem Betriebsanleitung?

Gruß
Simon
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon Frank69 » 04.01.2015, 15:41

Ersatzteilliste und Werkstatthandbuch kann ich sehr empfehlen!
Gruß
Frank
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Re: Sperrdifferential LANZ D2416

Beitragvon trooper1952 » 17.04.2017, 11:13

Hallo,
Der Achstrichter muss bei festsitzendem Verstellhebel m.E. nicht demontiert werden.
Habe das Problem folgendermaßen gelöst:

Man nehme einen langen Bohrer 5mm und bohre damit mittig /schräg nach oben in die Gussführung der Welle rechts und links bis auf die feste Welle oder ein mm weiter.
Danach fülle man die Löcher mit Bremsflüssigkeit /Rostlöser (auch die Seitenflanken einweichen) und wartet einen Tag. Danach den Hebel mit leichten Hammerschlägen lösen und über eine Verlängerung /Gripzange immer weiter bewegen, dabei an Röstlöser /später Öl in den Löchern / an der Seite nicht sparen.
Wenn der Hebel sich frei bewegt und die Feder diesen wieder in Ausgangsstellung bringt (eventuell 2. Feder einhängen) werden in die 5er Löcher M6 Gewinde gebohrt und Schmiernippel reingeschraubt.
Jetzt ist alles so, wie es die Konstrukteure hätten von Anfang an vorsehen sollen, die Achse wird nicht mehr fest gehen.... :beifall:
trooper1952
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