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Kompressionsdruck LT85D

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Rohoelzuender » 03.10.2015, 08:32

Hallo Actros,

Ich denke das ich auch Dir im Laufe dieser Diskussion schon reichlich Informationen gegeben habe. Alles ohne Geld dafür erhalten zu haben.

Aber wenn hier schon jemand Unterlagen öffentlich macht sollte er doch auch Deine Frage beantworten können? Oder war das Einstellen der Unterlagen, wie es den Anschein hat, nur um mir eine "auszuwischen"?

Mir persönlich geht es um den weitestgehend sachgerechten Erhalt der/dieser Technik. Da helfe ich auch gerne ohne finanzielle Interessen. Stundenlange Telefongespräche belegen dies. Aber wenn jemand Unterlagen einstellt die er selber nicht erarbeitet hat oder zumindest erklären kann und dann z.B. Du meinst das wäre die eine Lehre. Bitte. :wink:

Jetzt aber erst mal Allen einen schönen Feiertag. Ich fahre jetzt zum Schleppertreffen. Mal ein bißchen Zweitakt DDR- Duft versprühen. :fahrer:

Gruß Gordon
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 10.11.2015, 21:25

Hallo,

das Einstellen des Ölers habe ich erst einmal zurückgestellt da ich aktuell sehr wenig Zeit habe. Um ein wenig weiter zu kommen mochte ich erst einmal eine Hauptuntersuchung machen lassen, damit ich ihn anmelden und etwas bewegen kann. Bevor ich das mache muss ich erst die Bremsen neu belegen. Nach dem Abschrauben des Achsrohrs habe ich den Deckel vom Getriebe abgeschraubt, weil ich, wenn ich da schon mal ran komme, gleich den Simmerring tauschen möchte. Zuvor habe ich natürlich das Getriebeöl abgelassen. Da viel mir auf, dass das Öl Teile enthält. Zuerst dachte ich, es sind Späne. Glücklicherweise waren es keine Späne. Es waren Lackteilchen. Das Getriebe ist innen beschichtet. Da dies mein erster Oldtimer ist, habe ich so etwas noch nie gesehen. Bei aktuellen Getrieben (LKW und PKW) habe ich das noch nie gesehen. Welchen Sinn hatte diese Lackierung oder Beschichtung? Hat jemand Erfahrung damit? Die Lackkrümel sind sicherlich nicht förderlich für die Lager? Zur Info habe ich zwei Bilder hochgeladen.

Gruß
Actros
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Rohoelzuender » 11.11.2015, 10:55

Hallo,

Die Beschichtung der Getriebeinnenseite hatte den Zweck, Formsand von der Gießerei, der nicht restlos entfernt werden konnte, einzuschließen, damit diese nicht im Öl umherschwirren und unnötig hohen Verschleiß an Lagern, Wellensitzen und Zahnrädern und nicht zum Schluß an den Simmerringen verursachen.

Gruß Gordon
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 11.11.2015, 18:29

Hallo Gordon,

das ist ja interessant.
Das habe ich noch nie gehört.
Man lernt nie aus....

Gruß
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon bulli1706 » 22.11.2015, 10:46

hallo Actros.

Deinen Beitrag habe ich leider erst jetzt und weit weg von zu Hause gefunden und mit großem Interesse gelesen.
Danach hast Du Dich mehr als üblich in die Materie reingekniet und bist auf Deinem mühseligen Weg mit großer Geduld von Gordon begleitet worden.
Das war wichtig, weil Du als ungeschulter TWN-Schrauber ungewollt viel kaputt machen kannst.
Die Konstruktion unterscheidet sich von anderen 2-Takt Dieseln durch eine Minimal-Ölversorgung auf Basis des nadelgelagerten Pläuels.
Darum wird oft nach einer Überholung übersehen, dass vor dem Neustart wegen der geringen Ölerleistung die beiden Öldruckleitungen blasenfrei gefüllt sein und müssen.
Beide oberen Hohlschrauben werden erst eingesteckt und angeschraubt, nachdem die jeweilige Leitung bei laufendem Motor durch kaum sichtbares Überlaufen anzeigt, dass keine Luftblasen mehr vorhanden sind.
Damit der Motor bis zum Beginn der Schmierung nicht trocken läuft, empfiehlt sich eine kurzzeitige Ölversorgung über den Klappöler am Luftkrümmer.

Das Problem des Alldog-Motors liegt weniger in seiner Konstruktion als in mangelnder Erfahrung mit der unbekannten Technik.
Wenn er beim Zusammenbau und Neustart keinen Schaden genommen hat, ist er sehr robust und pflegeleicht.
Die Ölmenge lässt sich bei laufendem Motor und getrennter Ölentsorgungsleitung über dem Auspuff begrenzt einstellen.
Dabei lässt sich an dem getrennten Ölrohr die eingestellte Ölmenge kontrollieren, wenn bei der vorangegangenen Zylinderüberholung auf ein Nacharbeiten oder Reinigen der beiden Ölabstreifrillen über den Auspuffschlitzen geachtet wurde.
Die Ölereinstellung wurde ursprünglich vom Werk vorgenommen und später möglicherweise von Werkstätten mit geeigneten Meßvorrichtungen nach Werksangaben.
Dem Besitzer bleibt aber die Möglichkeit, den Öler über den Draht vom Regler zu beeinflussen und eine ausreichende Ölversorgung am getrennten Ölrohr zu kontrllieren.

Als Alldog-Fan und technikbegeisterter Zeitzeuge habe ich auf meiner Internetseite http://www.oskarsellschopp.de/Technik/Lanz/Bulli/kleiner.html versucht, die dünngesäten Schrauberhilfen zu ergänzen. Manche kommen für Dich zu spät.
Schau trotzdem mal rein und erzähl uns hier im Forum bitte auch, wie es weiter gegangen ist.

Ich wünsch Dir gutes Gelingen. Oskar
kiek nich int Muuslock ... kiek nah de Sünn !
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 30.11.2016, 18:41

Hallo,

da mich ein Forummitglied wegen meinem Öler angeschrieben hat wollte ich die Informationen für alle weitergeben.
Mein Alldog steht immer noch zerlegt auf meiner Grube.
Leider fehlt mir die Zeit - aber bis 1. Mai muss er laufen.
Hier ein Bild der Bremse.
IMG_4372.jpg
Bremse

Aber nun zu der Anfrage.
Mein Öler fuktioniert, glaube ich, einwandfrei.
Ich habe ihn zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut.
IMG_1537.jpg
Öler

Danach mit der Bohrmaschine angetrieben und die Fördermengen gemessen.
Das habe ich ja schon weiter oben beschrieben.
Die Werte habe ich gerade nicht parat - sie liegen irgendwo in meiner Werkstatt.
Aber ich wollte die Fördermengen eh noch einmal messen und mit den Datenblättern vergleichen.


Gruß
Actros
Zuletzt geändert von Actros am 30.11.2016, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 30.11.2016, 18:43

Hallo nochmal,

eigentlich habe ich hier die Datenkarte anhängen wollen.
Aber die ist ja noch weiter oben im Beitrag enthalten.
Ist halt schon lange her....
(Weiß jemand wie man einen Beitrag wieder löschen kann?)

Gruß
Actros
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Disco0101 » 30.11.2016, 21:22

Hallo Actros,

Hast du denn beim zerlegen und wieder zusammen bauen der Ölpumpe etwas gesehen, was nicht funktionierte, zb. Weil es verschmutzt war? Ich traue mir irgendwie nicht die Pumpe zu zerlegen wenn ich nicht weiß woran es liegt.

Viele Grüße,
Stefan
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 01.12.2016, 18:17

Hallo Stefan,

nein, ich habe nichts gesehen. Einfach alles gereinigt. Wenn Du vorsichtig vorgehst ist das wirklich kein Hexenwerk.
Deshalb habe ich das Bild angehängt, darauf sieht man alle Teile. Wenn sie wirklich nicht fördert wird sie verstopft sein.
Oder es war Feuchtigkeit drin und sie ist verrostet. Aber das siehst Du dann. Wenn Du sie zerlegst würde ich gleich den Simmerring der Welle tauschen.
Er hat die Größe 9x18x7 (bei KLH Mindelheim (Internet) Artikelnummer 9187 AS kostet er 3,15€).
Hier noch ein paar Bilder.

IMG_1516.jpg

IMG_1517.jpg

IMG_1518.jpg


Gruß
Actros
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 01.12.2016, 18:19

Noch ein paar Bilder

IMG_1523.jpg

IMG_1525.jpg

IMG_1528.jpg
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 01.12.2016, 18:21

IMG_1529.jpg

IMG_1528.jpg

IMG_1530.jpg
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Actros » 01.12.2016, 18:22

Hier der fertige Öler.
IMG_1535.jpg


Gruß
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Disco0101 » 06.12.2016, 21:14

Hallo Actros,

Meine Ölpumpe läuft nun.

Kannst Du mir sagen, ob ich die Ölpumpe beim Anbau am Regler abdichten muss, mit einer Dichtung oder mit Dichtesten?

Weißt du zufällig, wie man den bowdenzug des Abstellen einstellt?

Viele Grüße,
Stefan
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Rohoelzuender » 07.12.2016, 10:46

Hallo,

Original liegt da eine Papierdichtung drunter. Ich nehme dafür z.B. 0,5 bis 1,0 mm starkes Dichtpapier und versehe die zuvor gereinigten Flächen an Regler und an der Ölpumpe zusätzlich ganz dünn mit Hylomar.

Der Absteller muss in seiner Aus- Position so eingestellt werden, dass der Abstellerhebel am Regler komplett in seiner Ruhelage liegt, also auf Anschlag.

Gruß Gordon
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Re: Kompressionsdruck LT85D

Beitragvon Disco0101 » 07.12.2016, 17:12

Hallo Gordon,

Was meinst du mit dem letzten Satz? Muss der Hebel nun in Ruhestellung oder auf Anschlag sein?

Viele Grüße,
Stefan
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