Titel

 

 

Halbdiesel startet schlecht

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Beitragvon Socke » 17.08.2007, 23:13

Ich hole das hier mal wieder nach oben, weil wir zwar mittlerweile weiter sind, aber nicht am Ende...
"Damaliges" Startproblem lag an rutschender Kupplung aufgrund loser Nasenkeile. Behoben und mehrere gute, sofortige Starts. Motor auch mal etwas belastet (Anfahren im großen Gang etc.). Danach mit weiterer Restauration fortgefahren, nochmalige Startversuche im Juli ergaben plötzlich keine Reaktion mehr. Der sprang nicht nur nicht an, der reagiert auf glühen und Zündung einfach nicht. Diagnose: "Pissende" Düse (und die hat vorher nach unserer Erinnerung fein zerstäubt).
Neuer Düseneinsatz zeigt auch kein schönes Zerstäubebild. Allerdings drei gute Starts. Und danach: Min. 12-15 min. Glühen, dann springt der Motor an...

Frage: Wie sieht bei Euch das Einspritzbild aus, zerstäubt die Düse richtig gut, oder ist die eindeutige Erkennbarkeit der einzelnen Strahlen normal?

Hat jemand noch eine Idee, warum das Verhalten so unterschiedlich sein kann?

Danke!
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Beitragvon ChristianK » 18.08.2007, 20:47

Hallo,
möchte grad nur mal die Sache mit der Düse aufgreifen: Bei uns kann man durchaus die einzelnen Strahlen erkennen, aber wichtig ist, daß eine richtige Dieselwolke entsteht und dieses typische Quietschgeräusch zu hören ist.
Wir hatten auch schon einige Probleme mit den Düsen, z. B. war einmal der "Kolben" in der Düsenspitze fest, dieser muß sich nahezu reibungsfrei in der Düse bewegen und drehen lassen, sonst klappt das nicht.
Wir haben auch in Ermangelung einer Zündspule auf Glühkerze umgerüstet, hat am Anfang fast gar nicht funktioniert, aber inzwischen geht das recht gut, ich glühe immer so 10-15 Sekunden vor, betätige danach den Vorpumphebel in langsamer Folge 5-8 Mal und starte dann, unter gelegentlichem zusätzlichem Vorpumpen. Wenn der Motor kalt ist, maximal 10 Mal pendeln, bei warmem Motor geht das schon nach3-4 Mal. Ach ja, es handelt sich hier um einen 60er.
Gruß Christian
ChristianK
Silber
 
Beiträge: 137
Registriert: 03.08.2007, 22:05
Wohnort: 33039 Nieheim

Beitragvon Socke » 19.08.2007, 10:03

Hallo

und danke erstmal für die Antwort. Folgendes dazu:
Die einzelnen Strahlen sind erkennbar, auch treten aus jedem Loch mehrere Strahlen aus, also etwas "teilt" sich das schon auf. Aber zerstäuben wurde ich das nicht nennen.
Der Düseneinsatz ist niegelnagelneu, das typische Schnarren beim Vorpumpen ist auch da.
Nach 10-15 sec. Glühen passiert nichts, rein garnichts (bis auf die wenigen Male, wo es ohnehin keine Probleme gab, da tat sich nach kurzer Zeit etwas). Nach ca. 10 min (!!) Glühen geht es ohne große Schwierigkeiten mit ca. 2X Pendeln.
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Beitragvon Lanzandi » 19.08.2007, 12:48

Also zum Thema Düse kann ich auch noch was sagen.
Hatte ja mit meinem 36er auch unheimliche Probleme. Lief schlechter, Sprang nicht mehr an. Obwohl von Einspritzpumpe über Düse alles neu war.
Düse hielt Druck, zerstäubte total sauber. Habe über eine lange Zeit die Ursache gesucht da ich logischerweise die neue Düse ausgeschlossen habe.
Dennoch habe ich mich dann dazu entschlossen einen alten Einsatz mal auszuprobieren, der obendrein noch "pisst" und den Druck nicht hält und Siehe da der Lanz hat ungewohnte Leistung und Springt ohne Probleme per Handstart, manchmal durch einfaches Einspritzen an.
Fazit -> Große Vorsicht vor den neuen Düsen, da so denke ich, es ist einfach minderwertige Nachbau Qualität.
Lanzandi
Silber
 
Beiträge: 356
Registriert: 26.05.2006, 20:12
Wohnort: ???

Beitragvon ChristianK » 19.08.2007, 12:49

Hallo,
Das Vorglühen von 10 Minuten ist völlig inakzeptabel und auch überhaupt nicht im Sinne des Erfinders. (Das soll jetzt keinesfalls ein Vorwurf an Dich sein...)
Wie hast Du denn die Glühkerze vekabelt? Was für eine Kerze hast Du verbaut?
Normalerweise soll das Glühen nur einige Sekunden dauern, vielleicht maximal ne Minute oder so. Vorschlag: Bau die Kerze aus und klemm sie wieder an, sodaß Du mit einem Helfer das Glühen beobachten kannst. Normalerweise müßte sie nach kurzer Zeit Glutrot werden und dann merk Dir die Zeit, wie lange das gedauert hat. Wenn dann beim Startvorgang der Dieselnebel auf die glühende Kerze trifft, verdampft er sofort und das ist genau der Effekt, den man erreichen will. Wenn Du allerdings bei Dir von zerstäuben nicht sprechen kannst, wird das nichts, dann ist irgendwas faul. Hast Du eigentlich die Leckölleitung angeschlossen? Ich halte das für sehr wichtig, obwohl ich schon einige Halb- und Volldiesel gesehen habe, die diese einfach weggelassen haben. Wie das auf Dauer funktionieren kann, ist mir schleierhaft.
Du mußt auf jeden Fall sicherstellen, daß sich dieser Kolben in der Düsenspitze frei bewegen kann und daß keinerlei Verunreinigungen in die Düse gelangen. Ein Fussel kann schon zum Scheitern führen. Der Kolben darf nicht hakeln und in keiner Stellung schwergängig sein. Wir hatten das auch mal bei einer nagelneuen Düse, wir haben sie reklamiert, eine neue funktionierende verbaut und nu isset jut.
Ach ja, aus jedem Loch der Düse darf nur ein Strahl rauskommen, ich glaube es sind 5 oder 6 Löcher, weiß ich gerade nicht genau. Wenn sich da noch irgendwas teilt, is auf jeden Fall was daran faul.
Der Sprühnebel muß in etwa so aussehen wie bei einer Nasenspraydüse.
Noch was zum Glühen: Wir haben im Halbdiesel eine Kerze ohne Vorwiderstand, die ist nach etwa 15 Sekunden rot, bei den Volldieseln sind in der Regel hinter dem Armaturenbrett 2 Vorwiderstände, hier normalerweise auch mit einem Glühüberwacher, das dauert etwas länger, vielleicht so 30 Sekunden.
Gruß Christian
ChristianK
Silber
 
Beiträge: 137
Registriert: 03.08.2007, 22:05
Wohnort: 33039 Nieheim

Beitragvon Lanzandi » 19.08.2007, 12:52

Vorglühen von 10min ist defin. zu lang.
Ich Glühe auch nur ca 15- max 20 sek. Dann ist alles gut.
Lanzandi
Silber
 
Beiträge: 356
Registriert: 26.05.2006, 20:12
Wohnort: ???

Und er startet doch...

Beitragvon Socke » 22.09.2007, 23:57

Hallo zusammen,

ich dachte, ich hole das mal wieder zu Tage, um das Rätsel endlich mal zu klären.
Er startet, und wie.
Anfänglich lag es an falsch montierter (rutschender) Kupplung, das konnte nicht gehen.
Danach ging es eine Zeitlang sehr gut, bis (warum auch immer) unsere Düse den Geist aufgab-das charakteristische Schnarren der Düse hörte auf und damit fingen die Probleme wieder an.
Also neuen Düseneinsatz besorgt ( in Holland, Bosch hat sowas seit 20 Jahren nicht mehr...). Immerhin sprang er damit zwar wieder an, das Spritzbild und das Geräusch waren aber auch nicht pralle. War auch insgesamt nicht überzeugend, mit der Hand hätte man den nie anbekommen.
Also nochmal den Einsatz reklamiert, neuen bekommen, da ging denn garnichts mehr. Kein Geräusch, das Ding pinkelt nur, Schlepper startet nicht.
Was tun?
Zum Verkäufer, der hat 2 Stück rumstehen, und leiht uns netterweise eine (originale) Düse, und sofort geht alles wieder, konnte man schon vorher hören, beim pumpen!!
Also liegt alles am Düseneinsatz (ob es mit dem Benzinstart auch so schwierig wäre? - keine Ahnung).
Ab hier meine Frage: Wer hat wo gute, funktionierende Düseneinsätze bezogen? Unser bisheriger Händler scheidet aus, s.o.
Bin für alle Hinweise dankbar.
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Beitragvon Hoopi » 23.09.2007, 09:24

Moin!

Mal bei " www.lanz-kundendienst.de " versucht?

Gruß

Hoopi
Hoopi
Silber
 
Beiträge: 188
Registriert: 27.07.2006, 10:50
Wohnort: 26655 Ocholt

Beitragvon Socke » 04.10.2007, 20:33

Ja, habe ich,

hat er auch nicht.
Habe aber über dieses Forum jetzt ein Lanz-Originalteil im Zulauf.

Was aber auffällig ist:
Wir haben uns ja jetzt einen Einsatz geliehen, dessen Spritzbild auch nicht so prall aussah, immerhin funktioniert es damit. Aber: Als wir den Einsatz gerade erst eingebaut hatten, sprang der Motor sofort, nach nur einer Pendelbewegung an, die nächsten 2-3 Male auch noch. Irgendwann wird es dann schlechter, nie so, daß er nicht anspringt, aber z.B. anwerfen mit der Hand wäre unmöglich. der Anlasser muß sich doch ziemlich Mühen.
Hat noch wer eine Idee, wo noch zu suchen ist?
Ich habe schon überlegt, ob es an Sauerstoffmangel im Brennraum liegt, wenn einmal etwas gezündet wurde...
Vielfach wird auch auf die Einspritzpumpe hingewiesen, jedoch zeigt diese keine innere Leckage oder so etwas, auch beim (sehr langsamen) Durchdrehen per Hand spritzt die jedesmal ein.

Ich verstehe das nicht.
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Nun startet er wieder...

Beitragvon Socke » 20.10.2007, 17:25

Also,
Problem größtenteils gelöst.
Das erste Problem im Mai war eine durchrutschende Kupplung, wodurch sich die schwere Riemenscheibe immer genau entgegengesetzt zum pendelnden Motor bewegt hat... Kupplung treten hätte geholfen.

Danach ging, wodurch auch immer, der Düseneinsatz kaputt.
Versuche mit neuen aus dem Zubehör erwiesen sich als schlecht.

Erszt die Hilfe hier aus dem Forum in Form eines nagelneuen Original Lanz-Düseneinsatzes (Danke, Jan!!) sorgt wieder für ein gutes anspringen. Mit der Hand wird das zwar im Moment immer noch nichts (das ging im Mai schon mal), aber das kriegen wir auch noch irgendwie hin.
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Re: Halbdiesel startet schlecht

Beitragvon Socke » 20.10.2010, 17:47

Und schon werde ich wieder Lügen gestraft...

Ich hol den Beitrag nochmal raus, da wir mit unserem Latein am Ende sind.
Ich fasse mal zusammen.
Das Problem ist, daß der Schlepper extremst schlecht anspringt, eigentlich springt er nur manchmal per Zfall an. Etwas hilft es, wenn man sen Zylinderkopf ca. 10 min mit einer Lötlampe gut heiß macht. Dann klappt es etwas besser. Wenn der Motor warm ist sowieso. Von gut garnicht zu reden. Sowas wie anwerfen mit der Hand: Vergiß es.
Mittlerweile haben wir den auch mal auf Benzinstart zurückgerüstet, das geht noch viel schlechter (obwohl, eigentlich geht das garnicht...).
Folgendes haben wir gemacht:
Neuer Düseneinsatz (Original John Deere, war noch eingeschweisst), neues Pumpenelement (leider ohne Startnute), Glühkerze bei Dreyer prüfen lassen, Starter überholen lassen, nochmal bei Bosch auf einem Prüfstand überprüfen lassen, Membranen sind dicht...
Ich tippe allerdings auf die Düse/das Element(auch wenn sie neu ist). Ich finde, so sehr pralle sieht das Einspritzbild nicht aus, ich meine es müßte deutlich mehr nebeln. Aber mir fehlt der direkte Vergleich.
Daher an Euch meine Frage: Da viele von Euch ja einen größeren Teile-Fundus haben als ich derzeit, wäre mir sehr damit geholfen, probeweise mal eine gut funktionierende Düse und eine Pumpe mit Startnute (z.B. vom 2416 oder 2816 zu haben. Wäre jemand bereit, uns damit auszuhelfen, Kosten übernehmen wir, na klar. Wenn es denn funktioniert, sind wir klar auch an einem Erwerb interessiert, da wir noch nicht wissen, was da nicht funktioniert, ist es unserer Meinung nach Blödsinn, alles nochmal neu zu kaufen, bislang hat das ja noch nichts gebracht.

Wäre nett, wenn hier jemand wäre, der uns diesbezüglich unterstützen würde.

Weiß sonst noch jemand, wie wir dem Übeltäter auf die Spur kommen können?

Danke!

Volker
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Re: Halbdiesel startet schlecht

Beitragvon Marcel Füten » 21.10.2010, 08:48

Hallo Socke,

wie sieht´s denn mit dem Nocken auf der Kurbelwelle aus, ist der OK? Oder Verschleiß?Dann fehlt es ihm an Pumpenhub beim starten.Einspritzzeitpunkt korrekt eingestellt (Beilagen unter dem Pumpengehäuse), schonmal ein bisschen experimentiert? Spaltmass schon ermittelt, ist es korrekt? Bei neuen Düseneinsätzen kann es sein, dass die anfangs nicht 100% arbeiten weil noch vom einläppen etwas Abrieb in den Düsenbohrungen sitzen kann. Bitte Düse nochmals demontieren und den Einsatz 100% in Benzin sauber machen und die Düsenbohrungen prüfen. Habt Ihr vor der Montage des neuen Einsatzes die Düsenplatte plan geschliffen? Das sollte auf jeden Fall gemacht werden.Ist das Rückschlagventil (Druckventil) an der Pumpe OK oder fällt der Druck schon nach kurzer Zeit ab? Zwischen Düse und Pumpe muss immer Druck in der Leitung bleiben, sonst dauert es beim anpendeln zu lange bis die Pumpe den entsprechenden Druck bis zum öffnen der Düse aufbaut. Übrigens, inzwischen habe ich seit langem neue Druckventile, Düseneinsätze und Pumpenelemente aus eigener Fertigung (keine holländischen), die problemlos laufen.
Gruß
Marcel
http://www.lanz-kundendienst.de Ihr kompetenter Ersatzteillieferant für Lanz Bulldog und John Deere-LANZ Schlepper.
Benutzeravatar
Marcel Füten
Silber
 
Beiträge: 248
Registriert: 13.02.2006, 19:53
Wohnort: 47495 Rheinberg

Re: Halbdiesel startet schlecht

Beitragvon Philipp Hügel » 22.10.2010, 11:52

Hallo Volker,

bist du sicher, dass der Bulldog genügend Kompression hat? Hast du, wie Marcel schon schreibt, das Spaltmaß gecheckt? Sind die Kolbenringe gut? Ist die Kopfdichtung dicht? Ist das Luftventil im Kurbelgehäuse dicht? Ich kenne auch einen Bulldog, bei dem war die Platte vom Kurbelgehäuse zum Getriebe undicht...

Du könntest mal genau beschreiben, wie die Startprozedur bei dir aussieht. Ich kenne einige Bulldogs, bei denen ist die Pumpe bzw. der Vorpumphebel an der Pumpe abgenutz. Bei diesen Bulldogs muss aufgrund des reduzierten Pumpenhubes vor dem Start sehr oft vorgepumt werden, damit der Motor startet. Wie oft pumpst du denn maximal vor? Kommt es durch das Vorpumpen zu einer (vielleicht auch nur leichten) Zündung, wenn du den Motor auf Kompression drehst?

Grüße Philipp
Benutzeravatar
Philipp Hügel
Silber
 
Beiträge: 296
Registriert: 22.08.2008, 11:34
Wohnort: 76227 Karlsruhe

Re: Halbdiesel startet schlecht

Beitragvon Socke » 22.10.2010, 18:13

Danke erstmal für Eure Bemühungen, ich versuche, Eure Fragen zu beantworten, sofern ich es kann.

Zum Beitrag von Marcel:
1.) Der Nocken sieht zwar nicht mehr sehr schön aus, hat einige Rostpickel, weil das ganze Gehäuse voll mit Wasser war, als wir den Schlepper bekamen, er sah aber insgesamt nicht unbedingt verschlissen aus. Wenn ich jedoch einen anderen kriegen kann, setze ich den gerne rein.
2.) Einspritzzeitpunkt, etc: Nein, noch nicht experimentiert, Begründung folgt weiter unten.
3.) Spaltmaß gerade eben noch ok, neue KoDi liegt aber schon bereit.
4.) Die Düse hat ja nun schon wohl so ca. 100 h gelaufen, ob da noch Rückstände drin sind? Werde ich auf jeden Fall checken.
5.) Nein, Druckplatte wurde nicht geschliffen, woran sollte ich merken, daß es nötig wäre? Druckhalteventil ist ok, auch nach wochenlanger Standzeit habe ich sofort Druck in der Leitung.

Zum Beitrag von Philipp:

6.) Genügend Kompression? Ich denke schon, aber wie soll ich das ohne Referenz bewerten? Die Komponenten sahen alle astrein aus, Zylinder hatte (nahezu) keine Kante, gefühlt hohe Kompression..., Kopfdichtung natürlich dicht.
7.) Was meinst Du mit Luftventil? Die Membranzungen für das Ansaugventil? Ja, die sind dicht. Weiteres dazu unten.
8.) Startprozedur: So, wie man eigentlich starten sollte, einige Male vorpumpen (viel oder wenig, wir haben schon alles probiert. Die Düse schnarrt hörbar und immer.

Allerdings, und jetzt komme ich zu einer weiteren Erläuterung: Der Motor zündet einfach nicht. Es kommt wohl manchmal etwas Qualm aus dem Auspuff, jedoch erfolgt beim Pendeln meistens auf eine (hörbare) Einspritzung meist keine Reaktion, ganz selten eine leichte, das sind dann die Momente, wo es lohnt, den Startversuch fortzusetzen, manchmal klappte es dann. In den allermeisten Fällen ist das allerdings nicht der Fall.
Die Idee, daß es an mangelndem Sauerstoff wegen irgendwelchen Undichtigkeiten liegen könnte, hatte ich auch schon, dagegen spricht jedoch, daß selbst, wenn wir die Sicherheitsschraube raushatten und den Motor gut belüftet haben (also Sauerstoff da sein müßte, zumindest für eine Zündung), sich meist nichts tut. Dito, wenn wir mit offener Sicherheitsschraube den Motor durchdrehen, dann erwarte ich zumindest eine Zündung. Meist Fehlanzeige, bei Diesel- ebenso wie beim Benzinstart.
Ich denke, bevor ich die ganzen "Feinheiten wie z.B. Spaltmaß etc. in Angriff nehme, sollte ich doch erstmal den Motor zur Zündung bewegen, oder?

Das Ding ist irgendwie tot, so hat man das Gefühl. Nur ganz selten mal erfolgt beim Pendeln sofort und kräftig eine Zündung, dann läuft der Motor sofort. Aber weder kann ich das bewußt herbeiführen noch gibt es Hinweise darauf. Das ist dann einfach da und dann läuft er. Einwandfrei.
Socke
Gold
 
Beiträge: 742
Registriert: 11.03.2007, 23:23
Wohnort: Kiel

Re: Halbdiesel startet schlecht

Beitragvon x19auto » 30.12.2010, 12:34

Hallo Socke.

Also ich hatte die gleichen Symptome in diesem Jahr wie Du. Allerdings an einem 2816. Ich lese Deine Beiträge jetzt zum 1. mal und bin verblüfft wie sich alles gleicht. Vor allem das nicht anspringen wollen nach dem 1. start. Habe alles versucht wie Du. War schön unglücklich.
Der 1. Fehler: der Handpumphebel hinter dem Schwungrad setzte sich am Gehäuse auf, so konnte der gesamte Hub auf die Einspritzpumpe nicht wirken, er bekam einfach zu wenig Sprit. Ich hatte die Pumpe mind. 10x aus-und eingebaut. Dabei xmal beim Zusammenbau den Kolben verdreht, Folge: nur Vollgas. Habe das Zwischenblech herausgenommen, ca 0.25mm. Habe beim 100maligen den Durchdrehen den Sprit gemessen. Waren erst 12 ml, nach all den Massnahmen sind es über 17 ml. 18 sollten es sein. Habe ihn an der Einstellschraube schneller gestellt. Ob das was bringt sehe ich erst im neuen Jahr.
Jedenfalls springt er jetzt nach ca.1min glühen fast von selbst im Handbetrieb an. Wies mit Anlasserhilfe geht weiss ich nicht so recht, weil ichs immer wieder von Hand probiere weils richtig Spass macht. Jedenfalls wünsche ich Dir dass Du auch Erfolg nach Deiner Arbeit hast wie ich.

Einen guten Rutsch für alle im Forum

x19auto :fahrer:
x19auto
Benutzer
 
Beiträge: 16
Registriert: 10.11.2009, 19:29

VorherigeNächste

Zurück zu Lanz-Bulldog, Glühköpfe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 12 Gäste