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Pendelanlasser

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Pendelanlasser

Beitragvon Gerd » 28.02.2006, 20:15

Hallo,
an meinem Lanz 1616 ging mit einem schlag der Pendelanlasser nicht mehr, besser gesagt er rückt noch aus, pendelt aber nicht mehr
Sind da nur die Kohlen verschlissen oder kann es auch noch was anderes sein :?:
Welche Bezeichnung haben die Kohlen und wo bekommt man die am günstigsten :?:
Gibt es die in irgendeinem Online-Shop :?: Hat da Jemand ein paar Adressen :?:
Danke schon mal im Vorraus für eure Antworten
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Gerd
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Anlasser

Beitragvon RT-andreas » 28.02.2006, 20:59

Hallo Gerd,

nimmst nicht zu sehr (aber etwas schon :wink: ) zu Herzen aber dein Text liest sich (zumindest für mich) doch etwas "komisch". Im Forum hat bestimmt keiner eine Kristallkugel für Ferndiagnosen.
Anlasser tut nicht mehr, Strom hat er denn er rückt noch aus. Also muß das Teil raus um nachzusehen. Ausbauen öffnen nachsehen und schon hat man exakt die gewünschte Auskunft.

Abgenutzte Kohlebürsten an Anlassern hatte ich noch nie als Ausfallgrund, meist waren die eher noch neuwertig aber verdreckt und verklebt daher kein Kontakt mehr =>aufmachen reinigen.
Schrauben / Lötstellen waren lose, Kohleandruckfedern gebrochen oder rausgehüpft...alles ist möglich. Beim Pendelanlasser selbst kommt noch die Umschaltrmimik hinzu, auch da kann der Hase im Pfeffer liegen, aufmachen reinigen Kontakte und Federn ansehen....

Egal was für Anlasser, ich habe bisher immer passende oder gut passend zu machende Kohlen preiswert vom Boschdienst bekommen. Die Kohlepresslinge lassen sich ja auch recht gut "schnitzen" und mir ist das lieber als teuer oder mit viel Suchaufwand was Originales zu finden (was dann womöglich auch nur rutergefräste Teile sind.).

Fazit egal was es ist du wirst ums anlasserausbauen micht rumkommen und dann bietet sich eine Generalüberholung (reinigen, Lager ansehen neu fetten, Kontaktbalken ansehen/richten...) eh an bei der die Ursache auch erkannt wird. Zum Schluß ist der Anlasser dann"neu" und für viele problemlose Starts wieder gut. Nur neue Kohlen.. ist da Pfusch schon von daher erst was bestellen wenn man alles relevante nachgesehen hat sonst bestellt man 2 oder 3 mal.

Gruß
Andreas
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Beitragvon Gerd » 28.02.2006, 21:13

ja ich hab den schon ausgebaut nur ich weiß halt nicht wie lang die kohlen waren als sie neu waren.
jetz sind sie noch zwischen 12 und 15 mm lang. ist das normal oder kann mann die als"runter" bezeichnen?
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Kohlen

Beitragvon RT-andreas » 28.02.2006, 21:53

Hallo Gerd,

den speziellen Anlasser kenne ich leider nicht. Allgemein war / ist es immer so:
Kohlebürstenlänge abhängig vom Kohlehalterschacht und dem sicheren Sitz der Andruckfeder. Bei Kohlen mit seperatem Einstich für die Feder stehen die auch mal leicht über den Schacht raus, bei Schacht mit Einstich und oben glatten Kohlen sind dieselben fast durchweg min 0,5 bis 1mm im Schacht versenkt. Nur so ist sichergestellt, dass die Feder nicht "rauswackeln" kann. Anlasserkohlen sind aber allgemein eher kurz da die ja eh nicht lange im Motorbetrieb laufen, kein Vergleich zu einem "normalen" Elektromotor oder Generator.
Hoffe das hilft dir etwas weiter.

Andreas

P.S. was war es denn nun? Läuft das Teil wenn du von Hand Strom auf die Bürsten für links bzw rechts Lauf gibst? Wenn ja könnte es doch an den Relais liegen, wenn nicht ist der Fehler wohl fast sicher bei Kohle, Feld und Anker zu finden.
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Beitragvon Martin » 28.02.2006, 21:56

Hallo Gerd,

kontrolliere mal die Kontakte die im Deckel des Magnetschalters verbaut sind. Bringen diese den Strom nicht weiter bis zum Anlasser passiert genau das was Du beschrieben hast. Der Magneschalter rückt das Starterritzel aus, aber der Anlasser selber kriegt keinen Strom um zu drehen.

Grüße
Martin
> Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Und nicht alles, was blöd klingt, ist ein Argument....
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Beitragvon Manfred » 01.03.2006, 19:16

Hallo Gerd,

auch meine Erfahrung mit den Pendelanlassern geben dem Andreas recht.
Baue das Teil aus, reinige es erst mal, und gehe dann analytisch vor.

Vermutlich wird sich dem Martin sein Verdacht bestätigen, nachdem der Magnetschalter das Ritzel ausgerückt hat werden im demselben die Kontakte überbrückt so das der Stromkreislauf geschlossen wird.
Wenn der "Überbrücker" nun z. B. verschlissen ist, wie bei mir, dann hast du genau den von dir beschriebenen Fehler.

Vielleicht helfen dir unten aufgeführte Sanns weiter.

Adressen zur Ersatzteilebeschaffung, wie z. B. Ersatzkohlen, siehe meine Homepage unter der Rubrik der "Händleradressen"

BildBild
Homepage: http://www.traktoren.org
Historische Traktoren, Schlepper und Lanz-Bulldog
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Beitragvon Gerd » 01.03.2006, 20:40

Hallo manfred,
dank dir schon mal für die klasse info, wird mir mit sicherheit helfen.
Werde das ganze am Wochenende mal durchchecken und geb dann bescheid wenn ich weiß was los ist.
Natürlich auch allen anderen danke für Eure hilfe.

Gruß und allzeit Gute Fahrt

Gerd
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