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Kupplungshebel

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Kupplungshebel

Beitragvon Lanz-Siggi » 11.04.2015, 19:53

Hallo Bulldogfreunde,
eine Frage an die Spezialisten des kleinen Glühkopfbulldogs.
Gibt es eigentlich unterschiedliche Längen von Kupplungshebeln, der die Welle im Kurbelgehäuse mit dem Kupplubngsgestänge verbindet.
Ich habe das Problem, daß bei vollständigem Durchtreten des Kupplungspedals ( Weg des Pedals 30 cm) die Kupplungsbacken sich nur leicht aus der Schwungradnut entspannen. Kupplung wurde vollständig überholt, an den beweglichen Teilen, Belag und Gleitstück.
Das Schwungrad sitzt spielfrei auf der Kurbelwelle ohne Keil. Trotz allem habe ich immer wieder Probleme beim Kuppeln, entweder zu stramm eingestellt und trennt nicht richtig oder das Gegenteil, sie rutscht.
Beim letzten Treffen habe ich einen 7506, Bauj. 1938, gesehen, der einen kürzeren Hebel verbaut hatte, was nach Aussagen des Besitzers ein Original sein soll.
Bei meinem 7506 ist der Kupplungshebel von Lochmitte bis Lochmitte 13 cm und hinten vom Getriebe 10 cm lang.
Ich hoffe, daß ihr mit meiner Beschreibung etwas anfangen könnt und jemand kann mir weiterhelfen.
Danke im voraus für eine Info.
Mit freundlichen Grüßen
Lanz-Siggi :fahrer:
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Re: Kupplungshebel

Beitragvon Lanz-Timo » 11.04.2015, 22:44

Hallo Siggi,
ich würde erst mal gucken ob die V-Nut vom Schwungrad richtig über den Kupplungsbacken sitzt.
Zwischen Schwungrad und Armkreuznabe gibt es verschieden dicke Scheiben zum zwischenlegen. Es kann auch garkeine Scheibe eingebaut sein!
Mit diesen Scheiben kann man das Schwungrad auf der Welle versetzten und erreicht dadurch andere Maße von V-Nut zu den Backen der Kupplung.
Damit verändert sich der Punkt an dem die S-Federn überspringen.
Ich tippe dass dein Schwungrad weiter raus muss.
Wenn das Schwungrad zu weit beim Armkreuz ist, braucht man zu viel Pedalweg um die Kupplung überhaupt zum lösen zu bringen.
Das zeigt sich so, dass die Kupplung zieht aber nicht richtig trennt, oder sie trennt richtig und zieht nicht.
Leg einfach mal eine 2mm Scheibe rein und stell die Kupplung neu ein. Das sollte helfen.
Gruß, Timo
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Re: Kupplungshebel

Beitragvon Lanz-Siggi » 12.04.2015, 18:58

Hallo Timo,
danke für dene Info.
Das mit den Ausgleichscheiben habe ich schon ausprobiert, hat aber nichts gebracht.
Bei den alten Kupplungsbelegen waren die Inneren weiter abgenutzt. Also meine Vermutung, daß die Kupplungsbacken nicht mittig in der Keilnut gelaufen sind. Habe es auch mit Ausgleichscheiben hinter der Aufhängung der Kupplungsbacken probiert. Jetzt laufendie Backen aber mittig in der Keilnut. Doch das Problem ist, die Kupplungsmuffe wird nicht weit genug nach hinten geschoben, so daß die Backen genügend aus der Keilnut abheben.
Wenn ich den Hebel vom Gestänge löse, kann ich den Hebel weiter drücken ud die Backen heben sich ausreichend aus der Keilnut. Nun wäre meine Vermutung, der Hebel ist zu kurz.
Herzliche Grüße
Lanz-Siggi
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Re: Kupplungshebel

Beitragvon thomch » 12.04.2015, 19:28

Hallo Siggi

Bei meinem 7506 Jg.1939 haben vorderer und hinterer Hebel ca. 10cm Achsabstand, womit meines Erachtens die Welle eigentlich mehr Weg macht.

Grundsätzlich gilt es aber zu sagen, dass es mit der Einstellerei der Backenkupplung schon ein Geduldspiel ist, insbesondere wenn du auch noch neue Beläge drauf hast. Die Backen heben sich auch bei mir nur ganz wenig aus der Keilnut ab und wenn du sie nicht alle 3 genau gleich einstellst, entstehen dann die von dir beschriebenen Probleme. Da bleibt dir nichts anderes als wie in der BA beschrieben mit der Einstellung weiter zu fahren, bis es stimmt. Kommt hinzu, dass die neuen Beläge wohl auch etwas eingfahren werden müssen, bis die Einstellung definitiv fruchtet.

Übrigens, beim kleinen Glühkopf sind normalerweise keine Anlaufscheiben zwischen Schwungrad und Armkreuz verbaut.

Wünsche dir noch viel Geduld.

Gruss Thomas
Zuletzt geändert von thomch am 12.04.2015, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kupplungshebel

Beitragvon Mibl Lanz D7531 » 12.04.2015, 19:33

Was ich im Kopf habe so hat der 10 Liter Bulldog die 130 mm Bohrungsabstand. Vielleicht hast du einen Hebel vom Großen Bulldog dran. Der kleine Bulldog müsste so 110-120 mm Bohrungsabstand haben. Da muss ich aber erst bei mir nachmessen. An deiner Stelle würde ich den Hebel glühend machen und stärker kröpfen, dann vermindert sich auch der Bohrungsabstand. Weil der Hebel aus Stahl ist, funktioniert das gut.

Gruß Mario
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