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Welche Rostlöser verwendet ihr ?

Alles über den Lanz Bulldog - Glühköpfe. In diesem Forum sind auch Beiträge zu Halb- und Volldieseln bis Ende 2009 enthalten.

Welche Rostlöser verwendet ihr ?

Beitragvon Hatzienda » 25.03.2006, 01:01

Hallo Bulldogfreunde ! Mich würde es interessieren welche Rostlöser ihr so verwendet . Es soll wahre Wundermittel gegeben haben und manche bekommt man nicht überall . Wer kennt da was aus dem Ausland was gut ist , oder was empfehlt ihr .
Das beste was ich bisher hatte war Teroson aber die liefern nicht mehr oder nicht mehr in Großgebinden . Da ich mir Zeit nehme beim Rostlösen bevorzuge ich Löser die nicht verdunsten .
Nette Grüße
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Hatzienda
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Cola

Beitragvon ET » 25.03.2006, 01:09

Hi,

Wir haben schon mal Cola eingesetzt.

Haben vor jahren mal ein fordson E27N gekauft wo der motor fest war.
Zundkerzen raus, udn diesel rein, 3 monate stehen lassen, immer noch fest.

Kopf runter, alles gereinigt, war machtig dreck drin, Wieder diesel, 6 wochen stehen gelassen.

Fazit, motor schrott, also Cola versuche. 2 liter Coca Cola reingeschüttelt, 3 tage stehen lassen, neugierig geworden und der motor konnten wir um 15 grad mit der handkurbel drehen.

Cola raus, alles sauber gemacht, WD40 rein, im zahnkranz ein wenig zurück gedreht, mit kurbel wieder vor. In weniger als 5 minuten war der motor frei, ohne gewalt.

Nächstet jahr steht ein überholung des motors an.

Grüsse
ET
Herzliche grüsse
ET
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Je nach Einsatzzweck

Beitragvon RT-andreas » 25.03.2006, 13:26

Hallo zusammen,

Rostlöser sollte man je nach Einsatzzweck wählen. Bei allen Fällen mit Rost ist immer eine sehr gute Kriechwirkung und Oberflächenbenetzung wichtig. Schnelltest für Rostlöser ist also einen Tropfen auf ein gammeliges Blech zu geben und der Tropfen muß sofort in alle Richtungen verlaufen.
So nun zu den "Spezialfällen": Rost an offenen Stellen wie Gewindebolzen, Blechfalzen... da wo die Brühe nicht "stehen" kann und daher recht schnell verdampft sollte man etwas nicht so flüchtiges einsetzen oder aber eine Mischung aus Rostlöser und "Öl". Der Löser kriecht in die Spalten, das Öl schützt es dann vor einem zu schnellen abdampfen aus den Ritzen.
Stellen wo die Brühe stehen kann sogar noch abgedeckt eignen sich für alle Arten.
Stellen bei denen man vieeeel Löser braucht da sollte das Zeug preiswert sein.
Stelllen die nicht nur Rost aufweisen sondern auch noch Ölharz, Schmiere, Ruß da sollte der Löser auch die "Kleberschicht" aufweichen können und nicht nur unterwandern.
Fazit es gibt viele Rostlöser für viele Zwecke und man kann und soll wählen.

Für größere Mengen Rostlöser (Kolbenbaden, Teile einlegen wie Öler...) eignen sich oft ganz einfache billige Stoffe am besten.
So ist Biodiesel (RME) ideal um rostige gammelige Teile mit Ölharz einzulegen und später zerlegen zu können, zudem wird Lack auch weich. Das gute alte Petroleum ist Grundlage für die meisten der käuflichen Rostlöser (vergleicht einfach mal den Geruch :D ,der Nasenchromatograph gibt da oft tolle Hinweise) und eignet sich auch pur für alle Teile die rostig sind und größere Mengen sind immernoch preiswert. dabei benetzt das Petroleum auch recht gut. Noch besser aber geruchsintensiver (auch bei manchen käuflichen Lösern zu riechen) ist schlichtes Kerosin wie es die Düsenflugzeuge verfliegen. Netzt und kriecht noch besser als Petroleum aber dampft in Teilen etwas schneller ab da eine Mischung mit flüchtigeren Stoffen als das Petroleum.
Was bei Kerosin und Petroleum fehlt sind Additive die beim abdrehen der Muttern vom Gewinde.. die Metallteile trennen. Da gibt es sehr effektiven und günstigen Ersatz in Form von Schneidöl aus dem Maschinenbau, einfach das öllösliche!! Zeug was dort zum Gewindeschneiden verwendet wird in Petroleum/Kerosin einrühren. Da das Schneidöl einen sehr hohen Additivgehalt hat braucht man nichtmal so viel davon. So hat man auch die Additive drin die u.U. nötig sind und es ist immernoch billiger als fertigen Löser zu kaufen. rechnet sich natürlich nicht bei Kleinmengen die zudem noch in praktischen Sprühflaschen angeboten werden aber bei ein paar Litern wird es schon spürbar billiger.
Hoffe das hilft dem einen oder anderen weiter

Andreas
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Rostlöser

Beitragvon Thomas Tisch » 25.03.2006, 21:17

Also, wenn man Zeit hat, ist Melasse ganz gut. Die braune Zuckerbrühe, die auch als Viehfutter hergenommen wird. Hier in Australien kenne ich Leute, die da komplette Stationärmotore für ein paar Monate in Melasse versenkt haben. Hinterher mit Hochdruckreiniger saubermachen und danach noch kräftig bürsten. Eine Tanninlösung ist auch gut. Tannin ist das braune Extrakt aus Baumrinde und wird in Deutschland auch zum Gerben verwendet.
Ne andere Methode, die hier "down under" Verwendung findet ist elektrolytisch. Man nehme ein Bad aus Waschmittellauge und hänge das zu entrostende Teil da rein. Um das Teil hänge man ein Bleiblech (Abfall vom Dachdecker). Mit etwas Abstand zum Teil!! Dann nehme man ein Batterieladegerät und verbinde Minus mit dem Teil und Plus mit dem Blei (vielleicht auch andersrum, tut mir leid, weiß ich jetzt nicht mehr auswendig). Je nach Ladestrom sieht man dann kleinste Bläschen am Teil aufsteigen und nach ein paar Stunden ist das Teil entrostet. Dann abbürsten oder mit dem Hochdruckreiniger saubermachen. Man kann auch direkt eine Batterie nehmen, dann geht es noch schneller. Auf jeden Fall auf gute Belüftung achten!
Viel Spaß beim Experimentieren,

Thomas Tisch
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Beitragvon Ulli aus Dorsten » 27.03.2006, 23:35

Ich nehme nicht Cola, nicht Fanta und auch nicht Sprite. :lol:

Ich nehme Gelserol, Caramba und in erster Linie: die gute alte Drahtbürste. Zuweilen auch als Krone auf meiner Bohrmaschine.

Tüsskes (vielleicht sieht man sich ja auf dem Oldtimertreffen am 02. April auf dem Prickingshof in Haltern-Sythen. Ich hoffe die Macht ... äääh das Wetter ... ist mit uns) :wink:

Ulli aus Dorsten
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