Titel

 

 

Pleuelbearbeitung Egelmeers

Erfahrungen kann man hier diskutieren

Pleuelbearbeitung Egelmeers

Beitragvon Günther » 03.01.2015, 22:21

Moin,

so habe endlich nach 6 Monaten (verbeinbart waren 5 Wochen) meine Teile aus Oploo abgeholt.

Es handelt sich um Ursus teile, wo der Zylinder gebohrt werden sollte, ein neuer Kolben eingepasst werden sollte und das Pleuel komplett bearbeitet werden sollte.
Zylinder war nach 2 Wochen fertig gebohrt auf Maß, inkl. Kolben mit neuen Ringen ect. nach 3 Wochen Fertig, alles Tip top, sauber gebohrt wie es sein sollte, Kolben auch maßig so wie es sein soll.
Kurbelwelle war nach 4,5 Wochen geschliffen, Zapfen top, war rund alles super, sogar noch ohne absprache kostenlos die Hauptlagerstellen aufpoliert.
Bis dahin sehr zufrieden und alles super! :beifall:

Und nun kommt das Disaster.
Habe meine Teile abeholt, kurz begutachtet und für gut befunden.
3Tage später zuhause alles genau vermessen und nachgesehen und dann der Tiefschlag.
Das Pleuellager ist unbrauchbar :shock: :evil:
Schief drinn, Pleuellager-Bund um 0,7-0,9mm versetzt.

Nach schriftverkehr mit Hernn Egelmeers und deutlicher Schilderung, inkl. Bilder, meines problems, kam die Frage nach meiner Telefonnummer und 3 Stunden später der Anruf von Jan Egelmeers persönlich.

Nach nochmaliger Schilderung der probleme war die Antwort, wenn ich nicht zufrieden wäre sollte ich den ganzen (sorry zitat) Schei* wieder zurück bringen und würde dementsprechend Geld wieder bekommen.
Nach einigen Minuten Energischer "besprechung" konnte ich Hernn Egelmeers beibringen das alles bis auf das pleuel ok ist.

Darauf kam die Aussage das man aus Schei*e nix machen könnte, die Pleuelschale nicht zum Pleuel gehöre und das Pleuel sowieso krumm wäre und man aus scheiße nix machen könne.Auf meine Frage, ob man nicht kontakt aufnehmen kann um zu sagen, das das pleuel nicht ok ist und evt. ein neues her muss, sagte der gute mann, er wolle ja nur helfen, um die kosten nicht explodieren zu lassen, auserdem wäre nun nach 2 maligen (!) bohren des pleuel alles gerade (magische Kräfte?!)... Naja ein Seitenspiel von fast 1,25mm ist für ein überholtes Teil schon echt grenzwertig.
Naja das ergebniss seht ihr auf den Bildern.

Währe froh wenn ihr eure Meinung mal zu diesen Bilder postet.

Um ein neues Pleuellager werde ich wohl nicht drumzu kommen ....
Dateianhänge
20150103_175135.jpg
Pleuel 3
20141224_154007.jpg
Pleuel 2
20141224_153959.jpg
Pleuel 1
Günther
Benutzer
 
Beiträge: 36
Registriert: 21.02.2014, 07:01
Wohnort: 266

Re: Pleuelbearbeitung Egelmeers

Beitragvon Günther » 03.01.2015, 22:23

So, hier der rest

Mfg
Günther
Dateianhänge
20150103_175159.jpg
20150103_175140.jpg
Pleuel 4Pleuel 5
Günther
Benutzer
 
Beiträge: 36
Registriert: 21.02.2014, 07:01
Wohnort: 266

Re: Pleuelbearbeitung Egelmeers

Beitragvon Thomas Tisch » 04.01.2015, 03:03

Hallo,

wenn die Pleuelkappe nicht die originale zum Pleuel ist, dann wird man fast immer Versatz haben. Sowohl seitlichen, wie auch radialen. Das einzig wichtige ist, daß eben das bearbeitete Loch stimmt. Und das scheint den Bildern nach ja der Fall zu sein. Der seitliche Versatz kommt ja von der nicht passenden Kappe und nicht von der Bearbeitung. Die Kappe passend machen geht nicht.
In diesem Fall zu prüfen wäre nur noch das seitliche Spiel des eingebauten Pleuels auf der Kurbelwelle. Durch den Versatz steht der Rand des Lagers etwas über, so daß das Seitenspiel etwas kleiner wurde und daher der Lagerrand oder Bund an der Wange der Kurbelwelle reiben könnte. Aber da braucht man ja nur den überstehenden Bund abfeilen und gut.
Ob das Pleuel nun krumm, oder noch krumm ist, ist ne andere Frage. Aber wenn es nur ganz leicht krumm ist, dann ist das meines Erachtens auch nicht unbedingt schlimm, wenn die Bohrungen von Pleuellager und Bolzenlager parallel sind. Das kann man aber ungesehen nicht endgültig beurteilen.

Grüße,

Thomas Tisch
Thomas Tisch
Silber
 
Beiträge: 367
Registriert: 10.02.2006, 11:25
Wohnort: Brisbane-Australien

Re: Pleuelbearbeitung Egelmeers

Beitragvon Rohoelzuender » 04.01.2015, 09:08

Hallo,

Schön zu wissen worauf mach achten muss und was geht und was nicht geht. Das ist aber nicht Sache des Teileeigentümers, der den Auftrag an eine Firma oder Person vergibt dieses Instandzusetzen. Die Person oder die Firma die diese Teile bearbeitet hätte dem Kunden sagen müssen, was mit den Teilen los ist und fragen, wie es nun weitergehen soll. Gleichzeitig Alternativen anbieten und dabei die jeweiligen Kosten anführen.

Es fällt immer mal wieder auf, das der Kunde als blöde dargestellt wird, wenn er dem Reparateur Teile liefert die "Sch.." sind. Warum sonst sollte man defekte Teile zur Instandsetzung wegschicken? Und wenn dann geschilderte Probleme auftauchen die man selber so gar nicht vorher realisiert hat, sollte man dem Kunden das erklären ohne gleich pampig zu werden. Aber scheinbar gelten in der "kleinen Bulldoggemeinde" andere Gesetze?

Gruß Gordon
Rohoelzuender
Platin
 
Beiträge: 2754
Registriert: 08.12.2007, 12:26
Wohnort: 34289 Oberelsungen

Re: Pleuelbearbeitung Egelmeers

Beitragvon Ölmännchen » 04.01.2015, 19:33

Hallo,
lasst die Kirche mal im Dorf! Es weiß keiner wie die vorherigen Absprachen waren! Ich möchte Jan nicht unbedingt in Schutz nehmen! Mir persönlich ist das so bei Ihm noch nie passiert, er sagt immer alles offen raus!

Dass das Pleuel nicht zu retten ist, ist Quatsch! Mit einwenig Aufwand ist das sehr wohl zu retten, ob das dann noch bezahlbar ist, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Ich habe schon mehrfach aus zwei Pleuelstangen eine gemacht. Auch ein krummes Pleuel kann wieder gerichtet werden. Wenn da dann die Lager nicht vernünftig gebohrt werden, ist man aber schnell bei 1000€, die dann wieder niemand bezahlen möchte!

Gruß Philipp
www.traktorschnellgang.de
Benutzeravatar
Ölmännchen
Silber
 
Beiträge: 480
Registriert: 24.02.2009, 17:28
Wohnort: 53859 Niederkassel-Mondorf

Re: Pleuelbearbeitung Egelmeers

Beitragvon bennez » 01.04.2015, 18:02

Habe mit J.Egelmeers ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht: siehe weiter unten im gleichen Forum! Meine Behauptungen zu seinem Murks waren jederzeit konkret nachprüfbar und durch Zeugen belegbar; leider hatte besagter Händler nicht den Mumm, eine Gegendarstellung zu veröffentlichen, um meine Aussagen zu widerlegen...Als es zu ungemütlich wurde, hat der Moderator kurzerhand das Thema GESCHLOSSEN!
Grüße
Bernd
Benutzeravatar
bennez
Bronze
 
Beiträge: 81
Registriert: 09.02.2011, 19:17
Wohnort: 44894 Bochum


Zurück zu Erfahrungen mit Händlern und Werkstätten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste